17. November 2006 10:03; Akt: 17.11.2006 13:18 Print

Brutale Polizei: Elektroschocks für vergesslichen Studenten

Letzten Dienstag setzten mehrere Campus-Polizisten der Uni von Kalifornien UCLA ihren Elektro-Taser gegen den amerikanisch-iranischen Studenten Mostafa Tabatabainejad ein. Der Grund: Er hatte seinen Uni-Ausweis nicht dabei.

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Der Vorfall ereignete sich diesen Dienstag um 23:30 Uhr in der Powell-Bibliothek des CLICC Lab an der UCLA (University of California, Los Angeles).

An der Uni ist seither eine Diskussion losgebrochen, ob die Gewaltanwendung der Campus-Polizisten angemessen gewesen ist oder nicht.

Bei einer Standardkontrolle hatten die Sicherheitsbeamten Tabatabainejad aufgefordert, die Bibliotheksräumlichkeiten zu verlassen, da dieser offenbar seinen Universitätsausweis nicht vorweisen konnte.

Als der iranisch-stämmige Amerikaner der Aufforderung nicht sofort Folge leistete, wurde er von dem Sicherheitstrupp getasert.

Polizeibrutalität gefilmt

Ein Mitstudent nahm das Vorgehen der Beamten auf und publizierte das Sechs-Minuten-Video auf YouTube. Der Film zeigt, wie Tabatabainejad mehrere Male drei- bis fünfsekündige Elektroschocks mit dem Taser verpasst bekam - auch nachdem er bereits mit Handschellen gefesselt war - und dabei jedesmal voller Schmerz aufschrie.

Offenbar wussten die Sicherheitsbeamten nicht, dass dermassen lange Taser-Schocks in fünf- bis fünfzehnminütiger Bewegungsunfähigkeit resultiere. Tabatabainejad war also gar nicht in der Lage, den Aufforderungen nachzukommen, aufzustehen. Auch seine wiederholten Beteuerungen «I'm not fighting you!» (etwa: «Ich wehre mich ja gar nicht!») stiessen bei den Campus-Polizisten auf taube Ohren: Sie taserten ihn einfach weiter.

Untersuchung läuft

Die UCLA verweigerte bis anhin jede Stellungsnahme, da der Vorfall noch untersucht werde. Viele Studenten sind über diesen Akt der Polizeibrutalität geschockt. Ein Augenzeuge: «Dieses Ausmass an Gewalt erscheint lächerlich in Bezug auf die Schwere des Vergehens. Er hatte doch bloss seinen Ausweis vergessen».

(pat)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LZG am 17.11.2006 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    ober mongos

    typisch amis. shit, die haben die atombombe..!

  • TE1986 am 17.11.2006 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    krank krank und nochmals krank

    was für eine ausbildung braucht um in den staaten polizist zu werden... (vielleicht mit 13 zur US-Army)

  • Stefan Mayer am 18.11.2006 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    Naja typisch - aber...

    Naja da sieht man mal wieder, typisch Amerika. Dieses Volk ist schon nicht das hellste. Aber man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen. Klar haben diese Campus-Polizisten einen eindeutigen Fehler gemacht, aber was mischen sich da unzählige Leute rein, die das gar nichts angeht? Und sicher sollte man diese Polizisten verwarnen, dass so etwas nicht wieder vorkommt, aber muss deshalb die ganze Welt protestieren und herumspinnen??? Am Ende nutzen das viele andere "Primitive" aus und demonstrieren gegen Gewalt, indem sie selbst Gewalt ausüben und alles kaputtschlagen. Sehr intelligent... Und auch wenn diese Campus-Polizisten einen Fehler gemacht haben, die echte Polizei darf ja gar nichts mehr. Die müssen zuschauen wie irgendwelche assoziale herumrandalieren und Verbrechen begehen, und wenn mal ein Polizist einen Randalierer niederschlägt, heisst es gleich "Polizeigewalt." Kein Wunder nimmt die Polizei nur noch Falschparker dran, etwas anderes darf sie ja nicht mehr... Grade in Zürich sollte die Polizei viel mehr "vor Ort" sein und viel härter vorgehen (sofern es berechtigt ist).

Die neusten Leser-Kommentare

  • stefan am 20.11.2006 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    reine schickanierung

    das ist doch einfach die reinste verarschung von den polizisten. Ich bin mir sicher, das ganze hat eine Vorgeschichte. So als Idee. Die Polizisten kennen den Studenten und haben in vielleicht schon früher immer wieder gefilzt. Irgendwann hat der Student die Nase voll von dem Spielchen und weigert sich (im Sinne einer Gegenfrage, was eigentlich die ganze Scheisse soll) den Anweisungen der Polizisten Folge zu leisten. Anstatt dem Studenten eine anständige Antwort zu geben oder den Studenten überzeugen zu können greifen sie einfach zum Taser. Megageil. So löst man bekanntlich Probleme. Es geht hier auch um die Menge und das Unwissen der Polizei, dass ein Elektroschock den "Gegner" in seinen motorischen Fähigkeitenn einschränkt. Ich finde, der Student hat nichts verbrochen. Die Polizei hat einfach auch zu viel Angst oder wollte einfach Macht demonstrieren. Oder zuviel Scheisse im Kopf, könnte ja auch noch sein. Das Problem ist einfach, dass dieser legale Befehl vielleicht unangebracht war. Denn es gibt auch legale Befehlsverweigerung. Es geht hier ja nicht um einen Attentäter oder Geiselnehmer mit schussbereiter Waffe, etc. wo es keinen anderen Ausweg mehr gibt (nach allen gescheiterten Gesprächen) als den Übeltäter abzuknallen.

  • hubert am 20.11.2006 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    hast doch selber keine ahnung

    es geht doch hier nicht um irgendwelche korrekte bezeichnungen. es geht hier um korrektes verhalten. und die polizisten (mit echtheitszertifikat hey) reagieren einfach völlig überrissen. meinst du nur polizisten haben ein recht? es gilt grundsätzlich das menschenrecht. somit gilt auch, dass sich ein student einer situation verweigern kann. er wendet ja keine gewalt an sondern will wissen wieso die überhaupt seinen ausweis sehen wollen und warum sie ihn nicht einfach in ruhe lassen. er hat ja im vorfeld nicht die aufmerksamkeit mit einer assozialen aktion auf sich gezogen, oder? die filzen ihn praktisch grundlos, wahrscheindlich weil er ein bisschen anders aussieht wie die anderen studenten. wer hier irgendwie das verhalten der polizei verteidigt, dem wünsche ich mal ein ähnliches oder gleiches unverhältnismässiges abenteuer. Und dann kanns tu hier wieder was schreiben von mir aus. Mal schauen wie das dann ausschaut. Ansonsten bist du lieber ruhig und schleckst weiter kräftig am Hintern irgendwo in der Weltgeschichte da draussen.

  • john doe am 18.11.2006 02:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ihr habt keine Ahnung

    1. Das sind keine "Pseudo-Polizisten". Die UCLA Campus-Polizisten sind mit denselben hoheitlichen Vollmachten ausgestattet wie jeder andere Polizist in Kalifornien. 2. Wenn sich jemand so verhält, wie dieser hirnlose Student, dann kann er nichts anderes erwarten. Seit wann hat jemand einen Anspruch darauf, dem Befolgen eines legalen Befehls der Polizei zu verweigern? Er hätte ganz einfach das Gebäude verlassen sollen als er dazu aufgefordert wurde. Stattdessen wollte er eine Mini-Demo in der Bibliothek starten, um seine pseudo-intellektuellen Thesen über sog. "Polizei-Gewalt" zur Schau zu stellen.

  • Stefan Mayer am 18.11.2006 00:44 Report Diesen Beitrag melden

    Naja typisch - aber...

    Naja da sieht man mal wieder, typisch Amerika. Dieses Volk ist schon nicht das hellste. Aber man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen. Klar haben diese Campus-Polizisten einen eindeutigen Fehler gemacht, aber was mischen sich da unzählige Leute rein, die das gar nichts angeht? Und sicher sollte man diese Polizisten verwarnen, dass so etwas nicht wieder vorkommt, aber muss deshalb die ganze Welt protestieren und herumspinnen??? Am Ende nutzen das viele andere "Primitive" aus und demonstrieren gegen Gewalt, indem sie selbst Gewalt ausüben und alles kaputtschlagen. Sehr intelligent... Und auch wenn diese Campus-Polizisten einen Fehler gemacht haben, die echte Polizei darf ja gar nichts mehr. Die müssen zuschauen wie irgendwelche assoziale herumrandalieren und Verbrechen begehen, und wenn mal ein Polizist einen Randalierer niederschlägt, heisst es gleich "Polizeigewalt." Kein Wunder nimmt die Polizei nur noch Falschparker dran, etwas anderes darf sie ja nicht mehr... Grade in Zürich sollte die Polizei viel mehr "vor Ort" sein und viel härter vorgehen (sofern es berechtigt ist).

  • Edmund am 17.11.2006 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Voreingenommener Artikel

    Dieser Artikel ist weder völlig genau, noch diese Kommente. Es war bedeutsam mehr, als dass er seinen Ausweis vergessen hatte. Er verweigerte, den Ausweis dem Polizisten zu zeigen (es besteht in dieser bestimmten Bibliothek bei UCLA einen Regel, dass die Polizisten nach 23.00 Uhr die Recht haben, jemanden aufzufordern, Ausweis zu zeigen, um einzutreten), setzte sich auf dem Boden, und fing an, und brachte in Verruf den Patriot-Akt. An diesen kleinen Details mangelt dieser Artikel... wenn Sie Englisch können, empfehle ich Ihnen, dass Sie die Artikeln bei der Universität-Zeitung "Daily Bruin" lesen und beträchtigen, um eine abgestimmtere Perspektiv zu haben.