Italien

05. April 2019 18:26; Akt: 05.04.2019 18:26 Print

Bürgermeister stellt sein Dorf zum Verkauf

Was darf es sein: ein Spielplatz für 13'000 Euro oder ein Rathaus für 200'000? Im italienischen Esino Lario protestiert der Bürgermeister gegen das Aussterben kleiner Gemeinden.

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Aus Protest gegen das Aussterben kleiner Dörfer hat sich ein italienischer Bürgermeister eine besondere Aktion einfallen lassen: Er bietet symbolische Teile der Gemeinde zum Verkauf an.

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Auf einer eigens eingerichteten Website sind nun etwa drei Dorfbänke für je 280 Euro, das Ortsschild für 1250 Euro, ein Spielplatz für 13'000 Euro oder das gesamte Rathaus für 200'000 Euro erhältlich.

Ein kulturelles Erbe, das man nicht verlieren darf

Es sei eine «Provokation», um auf die Not der kleinen Gemeinden aufmerksam zu machen, sagte der Bürgermeister von Esino Lario, Pietro Pensa, der Nachrichtenagentur DPA am Freitag. In dem Ort in der Lombardei wohnen nur noch knapp 750 Menschen.

«Wir wollen eine positive Botschaft vermitteln», sagte Bürgermeister Pensa. In vielen kleinen Orten in Italien gebe es ein kulturelles Erbe, das man nicht verlieren dürfe.

Die eingehenden Angebote müssten nun geprüft werden. «Bis jetzt bekomme ich sehr viele Anrufe von Journalisten», sagte er auf die Frage, ob sich schon viele Interessenten gemeldet hätten.

Überall in Italien kämpfen Dörfer gegen das Aussterben. Manche Orte bieten sogar Häuser für einen Euro zum Verkauf an, damit das Leben dort nicht vollkommen verschwindet.

(kle/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mäuschen am 05.04.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zerfall überall

    Die schaffen das hier auch noch. Die Städter meinen eh, dass wir auf dem Land keine Berechtigung mehr haben und auf unsere Fahrzeuge verzichten sollen. Kommt ja auch alle 6 Minuten ein Tram vorbei. Die Tendenz geht eindeutig in diese Richtung.

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  • Typhoeus am 05.04.2019 19:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Insel im Meer

    ist viel schöner. Da hat man keine dummen Nachbarn.

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  • Nadia am 05.04.2019 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aussterben

    Bei der tiefen Geburtenrate in Italien ist ein Aussterben nur logisch

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sandro di Palermo am 06.04.2019 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finger weg!

    Macht das blos nicht. Ein guter Freund kaufte eines in Palermo für 10 dann investierte er noch mal 30000 chf. Nach den arbeiten und der Fertigstellung kamen dann die Probleme. Das Italienische Amt beanstandete alles mögliche, es sei zu modern,es passe nicht ins Dorfbild etc. Danach gab er nochmals 60000 chf aus.Das hätte auch eine Anzahlung für den Kredit eines 450000 Haus in der Schweiz gegeben. die Steuer abgabe ist imens hoch in italien das kommt dann noch dazu.

  • Te Rasse am 06.04.2019 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen

    In der Gegenwart. Freut Euch auf die Zukunft.

  • Leandro am 06.04.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsplatz Stadt

    Hat nichts mit Geburtenrate zu tun.Arbeit gibts in den Städten,dies ist das Problem.

  • Martial2 am 06.04.2019 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur die Alten bleiben...

    Dasselbe in der Schweiz, in abgelegenen Dörfer ist es praktisch nicht möglich zu überleben. Die jungen Menschen ziehen aus, um zu studieren, dann Geld zu verdienen. Das ist der normale Rhythmus des Lebens!

  • Moni.I am 06.04.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verkaufen

    Ausverkauf der Heimat nicht schön.