Emma Coronel

18. April 2018 21:52; Akt: 18.04.2018 21:52 Print

«El Chapos» Ehefrau darf ihren Mann nicht besuchen

Emma Coronel, die Frau von Drogenboss Joaquín Guzmán, darf ihren Mann seit 15 Monaten nicht sehen. Sie macht sich Sorgen um seinen psychischen Zustand.

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Unter seiner Führung soll das mexikanische Sinaloa-Kartell von 1989 bis 2014 unter anderem insgesamt 154'626 Kilogramm Kokain in die USA geschmuggelt haben. Der Geschworenen-Kandidat, der ein Autogramm von «El Chapo» wollte, wurde von der Liste gestrichen. Die Ehefrau von Drogenbaron Joaquín Guzmán äusserte sich am 17. April 2018 erstmals zum Gesundheitszustand ihres Mannes. «Seit 15 Monaten darf ich ihn nicht sehen. Ich mache mir Sorgen um seine Gesundheit, weil ich weiss, dass er psychisch angeschlagen ist», sagte die ehemalige Schönheitskönigin in New York. Joaquín Guzmán soll an Gedächtnisschwund und Depressionen leiden, sagt auch sein Anwalt. Dies aufgrund seiner Isolationshaft in einem Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan (Bild: «El Chapo» bei seiner Auslieferung an die USA im Januar 2017). Daher fordert er eine psychologische Untersuchung seines Mandanten. Die Staatsanwaltschaft hat dagegen nichts einzuwenden, lehnt aber einen persönlichen Arztbesuch aus Sicherheitsgründen ab. (Bild: «El Chapo» bei seiner Auslieferung an die USA im Januar 2017) Er war der mächtigste Drogenboss der Welt: «El Chapo» wird in Mexiko-Stadt von mexikanischen Soldaten eskortiert. (8. Januar 2016) In diesem Flugzeug der mexikanischen Luftwaffe wurde Guzmán in die USA geflogen. (19. Januar 2017) Soldaten überwachen den Transfer am Flughafen von Ciudad Juárez. Chapo Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis von Ciudad Juárez. Bei Guzmáns Verhaftung stürmt ein Kommando der mexikanischen Armee eine Wohnung in der Stadt Los Mochis, Sinaloa. (AP) Wieder hinter Gittern: Chapo Guzmán im Hochsicherheitsgefängnis Altiplano. (AP) Vor seiner Verhaftung hatte sich der Drogenboss auf eine Liebelei mit der in den USA lebenden mexikanischen Schauspielerin Kate del Castillo eingelassen. Die Nachrichten, die er mit ihr austauschte, sollen die Ermittler auf seine Spur gebracht haben. (AP/ Matt Sayles) Chapo Guzmáns Heimatort: Badiraguato im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. (AP/Fernando Brito) Für einen Teil der mexikanischen Bevölkerung ist Chapo Guzmán ein Held – und allemal besser als die korrupte Kaste der Politiker. (AP/Rebecca Blackwell) Blick in den Fluchttunnel, durch den «El Chapo» 2015 aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Mexikos Generalstaatsanwältin Arely Gómez González (2.v.r.) schaute sich am Tag nach der Flucht den Eingang zum Fluchttunnel an.

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Die Ehefrau des mexikanischen Drogenbarons Joaquín Guzmán alias «El Chapo» zeigte sich am Dienstag besorgt über den psychischen Zustand ihres Mannes. Die 28-jährige Emma Coronel, eine frühere Schönheitskönigin, beschwerte sich nach einer Gerichtsverhandlung in New York darüber, dass sie ihren Mann nicht besuchen oder mit ihm telefonieren könne.

«Seit 15 Monaten darf ich ihn nicht sehen», sagte Coronel, die zwei Zwillingstöchter mit «El Chapo» hat, zu «El Milenio». «Die Einzigen, die ihn besuchen können, sind seine Kinder und seine Anwälte», beklagte sich die Frau.

«Ich mache mir Sorgen um seine Gesundheit, weil ich weiss, dass er psychisch angeschlagen ist. Laut seinen Anwälten fühlt er sich sehr schlecht. Wie soll er vor Gericht aussagen, wenn er sich in einem solchen Gesundheitszustand befindet?», fragte Coronel.

Tag und Nacht brennt das Licht in seiner Zelle

«El Chapo» Guzmán sitzt derzeit in einem Hochsicherheitstrakt im New Yorker Stadtteil Manhattan. Seine Anwälte prangern regelmässig die «brutalen Haftbedingungen» an. So soll in der 18 Quadratmeter grossen Einzelzelle des Drogenbarons Tag und Nacht das Licht brennen. Ausserdem werde er 24 Stunden durch Kameras überwacht – sogar auf dem WC und im Duschbereich hängen Überwachungskameras.

Ab September muss sich der Boss des Sinaloa-Kartells wegen Mordes, Drogenhandels und Geldwäsche vor einem US-Bezirksgericht verantworten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung. Guzmán bekannte sich bei seiner ersten Anhörung vor Gericht als «nicht schuldig».

(kle)