Mallorca

02. Juli 2018 22:15; Akt: 02.08.2018 15:34 Print

Charter-Boot von Schweizern fängt Feuer

Vier Schweizer sind auf einem Charter-Boot vor Mallorcas Südküste unterwegs, als plötzlich Flammen aus dem Heck aufsteigen – auf dem offenen Meer.

«Die Ungewissheit: Kommt jetzt gleich jemand oder explodiert das Boot gleich?» Leserreporter Simon P. ist vor Mallorca unfreiwillig baden gegangen. (Video: Leserreporter)
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Es sollte ein entspannter Tagesausflug vor Mallorcas traumhafter Südküste werden: Vier Schweizer Freunde charterten am Samstag Morgen bei einem lokalen Bootsverleih im Örtchen Calvià ein kleines Motorboot, die «Nuevo».

«Bereits nach kurzer Zeit auf dem Meer ging das Boot nicht mehr an, wir gingen von einem Kurzschluss aus, nahmen aber auf einmal einen verbrannten Geruch wahr», schildert Simon P.* den dramatischen Zwischenfall am ersten Ferientag. Nach Mallorca gereist war die Gruppe anlässlich seines 30. Geburtstags.

Rettung auf aufblasbaren Donut

«Wir haben die Lage unterschätzt, erst einmal den Mechaniker der Charterfirma gerufen», berichtet Simon weiter. Doch aus dem seltsamen Geruch wird binnen kurzer Zeit dichter Rauch. Die Gruppe schafft es gerade noch, einen Notruf abzusetzen.

«Das Boot ist dann in Flammen aufgegangen und wir sind ins Meer gesprungen, haben uns an einem mitgebrachten Donut festgehalten und gewartet.»

Die Freunde befinden sich zu diesem Zeitpunkt etwa anderthalb Seemeilen, umgerechnet rund 2,8 Kilometer, vor der Küste der Ferieninsel. «Die Ungewissheit: Kommt jetzt gleich jemand oder explodiert das Boot gleich?», das habe ihnen schon zu schaffen gemacht in diesem Moment, schildert Simon gegenüber 20 Minuten.

Seerettung und Polizei im Einsatz

Dank der prompten Reaktion der Charterfirma geht die Sache glimpflich aus: Die Helfer sind schnell vor Ort, retten die Gruppe aus dem Meer ins Beiboot. Erst rund eine Viertelstunde später rücken die Schiffe von Seenrettung und Polizei an.

Diese sind laut einem Bericht der örtlichen Zeitung «Diario de Mallorca» noch den ganzen Nachmittag mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Die vier Freunde kommen mit dem Schrecken davon, seit Montagmorgen sind sie wieder zurück in der Schweiz.

(*Name der Redaktion bekannt)

(jdr)