Raumfahrt

28. September 2011 22:46; Akt: 29.09.2011 00:46 Print

Chinas Weltallprojekt startbereit

China macht vorwärts mit seinem bemannten Raumfahrtprogramm: Ein Modul soll bereits am Donnerstag ins Weltall geschickt werden.

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China will das Raummodul Tiangong-1 am Donnerstag ins All schicken. (Bild: WENN)

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Zum ambitionierten bemannten Raumfahrtprogramm der Chinesen gehört ab 2022 auch eine eigene Raumstation. Um Erfahrungen mit Technik und Andockmanövern zu sammeln, wird schon heute ein Modul ins All geschickt, das als Mini-Raumlabor dienen soll. Das Modul namens Tiangong-1 (Himmelspalast) soll am Donnerstag zwischen 15.16 und 15.31 Uhr Schweizer Zeit vom Raumfahrtbahnhof Jiuquan in Nordwestchina starten. Es ist rund 8,5 Tonnen schwer.

Anfang November wird zudem auch das unbemannte Raumschiff Shenzhou 8 starten. Zwei Tage nach dem Start wird das Raumschiff auf das Modul treffen und während zwölf Tagen mit ihm verbunden sein. Im Lauf der zweijährigen Betriebszeit von Tiangong-1 sind weitere Andockmanöver geplant. Auch Astronauten sollen erstmals kurzzeitig die experimentelle Mini-Raumstation bewohnen.

Bewusst gewählter Zeitpunkt

Der zunächst für Anfang September geplante Start von Tiangong-1 war wegen eines Fehlschlags mit einer Rakete verschoben worden.

Dass der Start nun unmittelbar vor dem Nationalfeiertag vom Samstag erfolgt, ist kein Zufall: Viele Chinesen verfolgen das ehrgeizige Raumfahrtprogramm mit grossem Stolz.

2003 schickte China erstmals einen Astronauten ins All. China ist damit neben USA und Russland das dritte Land, das aus eigener Kraft Menschen in den Weltraum fliegen kann.

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