Koreanische Grenze

11. Dezember 2011 22:27; Akt: 12.12.2011 09:22 Print

Christbaum bringt Kim Jong-Il auf die Palme

Nordkorea droht Südkorea mit «unvorhersehbaren Konsequenzen» – weil der Süden einen riesigen Christbaum zum Leuchten bringen will. Hinterhältig sei das, schimpft der Norden.

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Der Baum des Anstosses auf einer Aufnahme von 2010. Er steht unweit der innerkoreanischen Grenze und ist auch in Nordkorea zu sehen. (Bild: AFP/Kim Jae-Myung)

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Nordkorea hat Südkorea mit «unvorhersehbaren Konsequenzen» gedroht, sollte es eine riesige Leuchtinstallation in Form eines Christbaums nahe der Waffenstillstandslinie einschalten. Die nordkoreanische Regierung bezeichnete entsprechende Pläne am Sonntag als «hinterhältigen Versuch psychologischer Kriegsführung».

Das südkoreanische Verteidigungsministerium hatte angekündigt, den Antrag einer christlichen Gruppe zu prüfen, die Beleuchtung eines 30 Meter hohen Metallturms in Form eines Christbaums einzuschalten. Die Installation befindet sich auf einem Hügel unter Kontrolle des Militärs nur drei Kilometer von der schwer bewachten Demarkationslinie entfernt.

Alle Jahre wieder

Medienberichten zufolge kann er von der nordkoreanischen Stadt Kaesong gesehen werden. Die Führung in Pjöngjang wirft Südkorea vor, die Bewohner Nordkoreas damit zum Christentum bekehren zu wollen.

Nord- und Südkorea hatten 2004 ein Abkommen geschlossen, das Propaganda in der Grenzregion untersagt. Daraufhin hatte der Süden den Christbaum zunächst nicht mehr eingeschaltet. Erst im vergangenen Jahr brannten die Lichter wieder, nachdem es erneut Spannungen zwischen beiden Ländern gegeben hatte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 12.12.2011 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Minarette vs. Christbaum

    Bei uns sind ja Minaretten auch verboten, also tut nicht so als könntet ihr es nicht verstehen..Ist ja genau das selbe. Hir sind es Minarette und dort Christbäume.. Jetzt seht ihr mal wie lächerlich Verbote von solchen Religiösen Wahrzeichen sind!

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  • Mark am 11.12.2011 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Propaganda

    Eigentlich ne schöne Idee, aber auch der Süden sollte sich an die Vereinbarungen halten. Ein Krieg wäre nicht gut, habe nen Hyundai :) peace

  • Susanne Reich am 12.12.2011 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Frieden

    Armes Nordkorea. Wie verbissen oder verbittert muss dieses Land sein, wenn ein Weihnachtsbaum als psychologische Kriegsführung aufgefasst werden könnte. Was könnte denn als Folge passieren - evtl. Frieden? Dieser würde beiden Ländern nur gut tun. Wenn nur nicht immer dieser Hass geschürt würde und in allem aber auch wirklich allem ein Angriff gesehen würde. Auch Nordkoreaner leben lieber in Frieden, vielleicht sollte ihre Regierung mal daran denken, zum Wohle ihres Volkes und der ganzen Welt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • P.H. am 12.12.2011 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Weihnachtsbaum keine Religionsfrage!

    Wieso nehmen überhaupt so viele Leute an, so ein Christbaum sei aus religiösen Gründen aufgestellt? Weihnachten hat doch meist nichts mehr mit Religion zu tun, zwar eines solchen Ursprungs ist es nun aber bloss Kultur. Ich z.B. feiere Weihnachten auch wenn ich mich kein wenig jeglicher christlichen Religion dazuzähle.

    • Ricardo Granda am 12.12.2011 23:48 Report Diesen Beitrag melden

      Weihnachtsfest

      Man sollte schon ein bisschen ehrlicher zu sich selbst sein. Ich bin Atheist und finde die Weihnachtszeit ist etwas besonderes für Menschen die daran glauben. Ich kann nicht etwas feiern, was mir nicht zusteht.

    • baba am 13.12.2011 08:48 Report Diesen Beitrag melden

      genau

      Genau viele Asiaten stehen auf Weihnachtsdeko obwohl sie keine Christen sind. ist dcoh einfach schön in der kalten, dunklen Jahreszeit etwas Licht und Farbe in die Strassen zu bringen.

    • L.U., St. Gallen am 13.12.2011 10:28 Report Diesen Beitrag melden

      Entweder/Oder

      An Weihnachten wird an die Geburt Christi gedacht. Wer meint, er muss kein Christ sein aber darf Weihnachten feriern, der ist meiner Meinung nach einfach ein Mitgänger.

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  • Thomasen am 12.12.2011 20:48 Report Diesen Beitrag melden

    Botschaft

    Ich denke, der Süden will den Mitbewohnern im Norden eine Botschaft geben. Etwas wie "Schaut, uns geht es im Süden so gut, dass wir einfach so aus Spass einen Lichterbaum leuchten lassen können - können es uns halt einfach leisten" - um zu zeigen, dass es ausserhalb von Nordkorea ganz anders aussieht. Wenn ihr mal so die Nordkorea storys verfolgt weiss man, dass die vom Ausland fast nichts wissen - ist ja alles indiziert.

  • Susanne Reich am 12.12.2011 19:36 Report Diesen Beitrag melden

    Frieden

    Armes Nordkorea. Wie verbissen oder verbittert muss dieses Land sein, wenn ein Weihnachtsbaum als psychologische Kriegsführung aufgefasst werden könnte. Was könnte denn als Folge passieren - evtl. Frieden? Dieser würde beiden Ländern nur gut tun. Wenn nur nicht immer dieser Hass geschürt würde und in allem aber auch wirklich allem ein Angriff gesehen würde. Auch Nordkoreaner leben lieber in Frieden, vielleicht sollte ihre Regierung mal daran denken, zum Wohle ihres Volkes und der ganzen Welt.

  • Helium am 12.12.2011 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Religion ist für Leichtgläubige

    Weihnachten ist bloss die Zeit der Sonnenzeitwende. Jesus stellt eigentlich die Sonne in der Mitte dar und seine 12 Jünger sind die 12 Tierkreiszeichen um die Sonne herum. Wenn man den Hintergrund versteht, dann braucht man keine Christbäume mehr aufzustellen und auch der Coca-Cola Samichlaus ist überflüssig. Die Menschen schlagen sich für einen Haufen Lügen die Köpfe ein, keine Religion ist die wahre Religion, es wurde alles einfach ausgebaut, damit die Kirchen die Menschen kontrollieren konnten und leider immer noch teilweise können.

    • Samy am 12.12.2011 21:13 Report Diesen Beitrag melden

      Umgekehrt?

      und wenn es umgekehrt geloffen ist als du denkst?

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  • Eisenheim am 12.12.2011 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weihnachten ist heidnisch!

    Es wird immer wieder vergessen, dass Weihnachten eigentlich aus heidnischem Ursprung ist und nichts mit dem Christentum zu tun hat!

    • Stephan am 12.12.2011 11:52 Report Diesen Beitrag melden

      Ach was !!

      Heidnisch ? Wenn etwas keinen heidnischen Ursprung hat ist es Weihnachten. Vieleicht verwechseln sie es mit Helloween. ?!

    • Cybot am 12.12.2011 12:16 Report Diesen Beitrag melden

      Irrelevant

      Die Frage ist, woran man denkt. Und Weihnachten assoziieren nun einmal die meisten Menschen nicht mit dessen heidnischen Ursprung, sondern mit dem christlichen Fest.

    • L.U., St. Gallen am 12.12.2011 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Schwachsinn

      Weihnachten wird die Geburt Christi nach gregorianischem Kalender gefeiert und nichts anderes. Heidnisch wäre dann die wenns was mit Odin, oder Zeus zu tun hat. Das Datum ist bewusst am 24/25 gesetzt, weil dann die Tage bei Winteranfanger 21/22.12 länger werden und somit das ganze die Symbolik hat, dass mit der Geburts Christi die Welt vom Dunkeln befreit wird. Viele heidnische Religionen hatten ab diesen Daten ihre Feste. Da es kein genaues Datum zur Geburt Christi gibt, hat man sich auf dieses Datum gesetzt. Die Orthodoxen Christen feiern Weihnachten nach julianischem Kalender später

    • baba am 12.12.2011 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      hälfte Heidnisch

      Also das Fest Weihnachten wo die Geburt Jesu gefeiert wird ist sicherlich christlich. Heidnisch daran ist, die Tradition mit dem Weihnachtsbaum und das Datum. Die Römer haben Weihnachten auf einen heidnischen Feiertag im Dezember gelegt. Somit ist Weihnachten durchaus zur hälfte Heidnisch.

    • Fabian K. am 12.12.2011 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt schon

      Das stimmt schon. Die Weihnachtstraditionen waren ein heidnischer Brauch. Die Christen haben den Tag sozusagen für ihre Party "gekidnappt", um ihren Glauben besser bei der heidnischen Bevölkerung zu etablieren.

    • l.ol am 12.12.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

      tjatja

      man nennt das HALLOWEEN, und hat nichts mit Hello/hallo zu tun.

    • Peter Stoffel am 12.12.2011 12:49 Report Diesen Beitrag melden

      Untersvhiede beachten

      Richtigstellung: Weihnachten ist ein christliches Fest. Allerdings ist der Weihnachtsbaum heidnischen Ursprungs. Er kommt aus dem hohen Norden, wo die Nächte im Winter länger sind als bei uns und soll symbolisch Licht in's Dunkle bringen. Noch heute wird in Skandinavien der wunderschönen Brauch gefeiert, mit Mädchen, die einen Kranz mit 4 Kerzen auf dem Kopf tragen.

    • Damir Slunjski am 12.12.2011 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      @ Stephan

      Weihnachten ist eigentlich ursprünglich ein heidnisches fest der sonnenwende gewesen. Christen haben es übernommen und daraus das Weihnachten gemacht, dass wir nun kennen. bitte recherchieren bevor solche kommentare abgegeben werden

    • Nala am 12.12.2011 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Teils, teils

      Mal als Frage, hatte das Jesuskind in Betlehem einen Tannenbaum? Es ist jedenfalls nicht zu bestreiten, dass gewisse Bräuche von Weichnachten heidnischen Ursprungs sind.

    • blatterb am 12.12.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      lustig, auch wenns nichts zur sache tut.

      es ist die heidnische wintersonnenwende, war 21.12... bitte bitte, hinterfragt doch was ihr lest, auch wenns sichs ums christkind handelt, an welches natuerlich auch erwachsene glauben!!! ;) ps. sind suedkoreaner christen??? oder ist das einfach konsumweihnachten mit schoenem hintergrund???

    • John Doe am 12.12.2011 21:57 Report Diesen Beitrag melden

      Ist doch egal...

      ...who cares anyway? Heute ist das Ganze nur noch eine Geldmacherei.

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