Südpazifik

05. März 2019 13:55; Akt: 05.03.2019 13:55 Print

Die Cookinseln wollen einen neuen Namen

Die Cookinseln sind nach dem Seefahrer und Entdecker James Cook benannt. Nun soll der Inselstaat einen Namen erhalten, der seinem Kulturerbe gerecht wird.

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Die Cookinseln im Südpazifik wollen sich umbenennen: Der kleine Inselstaat will mit seinem Namen nicht länger an den britischen Seefahrer und Entdecker James Cook erinnern, sondern an sein polynesisches Erbe. Das von der Regierung eingesetzte und von ihm geleitete Komitee habe empfohlen, «dass es an der Zeit ist, den Landesnamen zu ändern», erklärte der Vorsitzende des Komitees, Danny Mataroa, am Montag in der Hauptstadt Avarua.

Das Komitee hatte im Januar seine Arbeit aufgenommen, um einen neuen einheimischen Namen für die 15 Inseln zu finden, die rund 3000 Kilometer nordöstlich von Neuseeland im Südpazifik liegen. Ursprünglich war die Idee, den neuen mit dem alten Namen zu kombinieren. Vorbild war dabei Neuseeland, das auch den Maori-Namen Aotearoa verwendet.

Name soll Kulturerbe widerspiegeln

In den Beratungen des Komitees stellte sich aber schnell heraus, dass die meisten Mitglieder den Namen Cookinseln ganz aufgeben und stattdessen einen Namen in der ursprünglichen Landessprache annehmen wollen. Mataroa sagte, der neue Name solle das Kulturerbe der Inseln, seiner Bewohner und deren starken christlichen Glauben widerspiegeln.

Vize-Regierungschef Mark Brown unterstützt die Umbenennung. Er sei «ziemlich zufrieden» damit, einen neuen traditionellen Namen zu finden, der das polynesische Erbe des Inselstaats mehr unterstreiche, sagte Brown dem Sender Radio New Zealand. Bis es so weit sei, werde aber noch viel Zeit vergehen.

Erster Versuch zur Namensänderung scheiterte

Die Cookinseln diskutieren nicht zum ersten Mal über einen neuen Namen. 1994 war der Name Avaiki Nui in einem Referendum mit grosser Mehrheit abgelehnt worden.

Die Cookinseln waren von 1888 bis 1900 britisches Protektorat, danach gehörten sie zu Neuseeland. Auch nach der Unabhängigkeit 1965 blieb der Inselstaat politisch eng mit Neuseeland verbunden, das für ihn die Aussenpolitik wahrnimmt. Die Inselbewohner dürfen auch in Neuseeland leben und arbeiten.

(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Globetrotterin am 05.03.2019 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    ist doch nur ein Name

    Ich war vor 30 Jahren für fünf Wochen dort. Egal wie sie heissen wollen, es ist ein wunderschöner, paradiesischer Ort.

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  • Neumann am 05.03.2019 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schöner Traum

    Wunderschöne kleine paradiesische Inseln. War vor genau 40 Jahren längere Zeit dort und andern South Pacific Inseln auf Weltreise. Für Insider nur das Stichwort : Banana Court, Avarua.

  • Träumer am 05.03.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschön

    Ich war letztes Jahr 2 mal dort. Wunderschöne Insel mit tollen Menschen. Egal wie sie zukünftig heissen werden. Es ist und bleibt hoffentlich paradisich dort.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Neumann am 06.03.2019 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meiden

    Man sollte den riesigen, 20-stöckigen Kreuzfahrtschiffen mit 5'000 unbedarften Touris die Anlegeerlaubnis für die Cookinseln und anderer Südpazifik Idylle rundweg verbieten. Der Fluch überwiegt den Segen für die Insulaner.

  • Marg am 06.03.2019 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und was ist mit der Religion?

    Dass die Bewohner der Cook-Islands den Namen dieser Inseln in einen polynesischen Namen wechseln wollen, kann ich gut verstehen. Aber dann sollten sie auch wieder zu ihren Wurzeln in der Religion finden. Der christliche Glaube ist nämlich auch mit der Entdeckung der Inseln durch Capitain Cook dorthin gelangt. Habe diese Imseln selber mal besucht

  • Cooky am 05.03.2019 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hans

    Exguesi, aber die cookinsulaner haben schon etwas eine lange leitung! Hat sehr lange gedauert, bis sie herausgefunden haben, das sie den namen aendern moechten. Aber wenn man derart abgelegen angesiedelt ist, dauert es halt vielleicht etwas laenger.

  • Penelope am 05.03.2019 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erschreckend

    Habe die Cook Islands gegoogelt. Offenbar ist das die fettleibigste Nation der Welt. Namenswechsel ist dringendst nötig. Die Einheimischen nehmen das Wort 'Cook' allzu wörtlich.

    • Donner und Doria am 05.03.2019 21:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Penelope, das geht Sie nichts an

      Und sind korpulente Menschen weniger wertvoll oder liebenswert? Die Südsee Insulaner haben keinen fragilen Körperbau.

    • Neumann am 06.03.2019 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Penelope

      Das muss so sein und ist in Ordnung. Sie haben wie die Maori allesamt einen ganz anderen Körperbau per Evolution als wir. Gilt für viele andere Völker auch, z B die Hereros. Nicht jeder Mensch ist gleich gebaut und braucht die gleiche Nahrung, obwohl uns das die Politisch Überkorrekten einreden möchten.

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  • Frau Müller am 05.03.2019 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inkonsequent

    Der Name soll die polynesische Kultur und nicht deren britischen Entdecker wiederspiegeln, soll aber dafür den starken christlichen Glauben? Da passt doch was nicht...