Vater will kleine Trauerfeier

30. Oktober 2018 20:15; Akt: 30.10.2018 23:09 Print

Daniel Küblböck erhält keinen Grabstein

Bald zwei Monate gilt Ex-DSDS-Star Daniel Küblböck als vermisst. Nach seinem Sturz vom einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik fehlt vom 33-Jährigen jede Spur.

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Daniel Küblböck mit seinem Vater Günther im Jahr 2003. Der Sänger erhält keinen Grabstein. Sänger Daniel Küblböck sprang im September von Bord des Kreuzfahrtschiffes Aida Luna. Es gebe Grund zur Annahme, dass er ins Wasser gesprungen sei, teilt das Kreuzfahrtschiff mit. Das Schiff, das von Hamburg nach New York unterwegs gewesen ist, wurde vorzeitig gestoppt. (Archivbild) Diese Route hätte das Schiff fahren sollen. Bekannt wurde der mittlerweile 33-Jährige 2003 durch seine Teilnahme bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar». Er schied in der vorletzten Sendung aus und belegte hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann den dritten Platz. Es folgten mehrere ... ... TV-Auftritte, Chart-Hits, Werbespots und eine Autobiographie «Ich lebe meine Töne». Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestesellerliste. 2004 ging Daniel dann ins RTL-Dschungelcamp und musste sich unter anderem mit 30'000 Kakerlaken in einer Glaskiste ... ... auseinandersetzen. Im selben Jahr hatte Küblböck auch einen Autounfall. Er prallte gegen einen Lastwagen, der voll mit Gurken war, und überlebte schwer verletzt. Direkt danach machte er seinen Führerausweis. Anschliessend wurde es ruhig um den Paradiesvogel. Grund: Küblböck ... ... wurde zum Geschäftsmann, gründete ein eigenes Unternehmen und investierte in Öko-Strom. 2012 machte er Schlagzeilen, als er sich von einer 70-jährigen Milliardärin adoptieren liess. 2015 zog es Daniel wieder kurzzeitig ins Rampenlicht. Der Sänger nahm bei der achten Staffel von «Let's Dance» teil. Anschliessend wurde es erneut ruhig um ihn. Gegenüber VIP.de sagte er 2017: «Ich habe mich seit drei Jahren aus dem Verkehr gezogen, weil ich in Berlin Schauspiel studiere. Ich bin ... ... Student, man lernt nie aus. Darauf will ich mich konzentrieren. Ich bin dort bis September 2018, danach will ich mich am Theater bewerben. Und dann mal schauen, was kommt.» Sein Studium macht Daniel ... In den letzten Jahren machte Daniel nicht nur beruflich, sondern auch optisch eine Verwandlung durch. Während er 2002 bei DSDS noch mit seinem schrillen Aussehen auffiel, präsentierte sich der 33-Jährige 2014 mit einer modernen Kurzhaarfrisur, Bart und jeder Menge Tattoos. Vor seiner Karriere im Rampenlicht machte er übrigens eine Ausbildung zum Kinderpfleger und absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten. Sein letzter Instagram-Post stammt vom 28. Juli. Damals klagte Daniel über die Hitze. «Zu heiss. Wann kommt der Regen?», kommentierte er dieses Bild.

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Am 9. September 2018 stürzte Daniel Küblböck von einem Aida-Kreuzfahrtschiff vor Neufundland. Die Küstenwache rückte aus und suchte den ehemaligen DSDS-Star – erfolglos. Der Sänger blieb vermisst, bis heute fehlt jede Spur von ihm.

Im Interview mit der «Bunte» sprach sein Vater über eine mögliche Trauerfeier. Diese schliesst Günther Küblböck nicht aus. Er sagte: «Wenn, dann nur im kleinsten Kreis. Einen Grabstein wird es auf keinen Fall geben. Ein Grab ohne die Person, um die es geht, wollen wir nicht. Daniel ist in unserem Herzen, in unserem Haus stehen überall Bilder von ihm.»

«Es ist im Prinzip unterlassene Hilfeleistung»

Weiter erhob der 54-Jährige schwere Vorwürfe. Laut eigenen Aussagen bat er einen Monat vor dem Verschwinden des DSDS-Stars diverse Behörden um Hilfe – angeblich vergeben. «Die Kernaussage war eigentlich immer die gleiche: Erst müsse etwas Schlimmes passieren, dann könne reagiert werden. Mich macht dieses System einfach nur wütend. Es ist im Prinzip unterlassene Hilfeleistung, was Daniel widerfahren ist.»

Auch die Schauspielschule kritisiert Küblböck: Durch die Abschlussarbeit veränderte sich sein Sohn. «Er liebte es, klassische Stücke zu spielen. Leider wählte die Dozentin dann dieses, aus meiner Sicht, völlig kranke, Stück aus. Daniel musste einen Transvestiten spielen. Das wollte er zuerst nicht, plötzlich ging er voll auf in der Rolle.»

Der Sänger gilt mittlerweile als Verschollen. Trotzdem muss die kanadische Polizei den Fall von Küblböck 99 Jahre lang geöffnet halten. Einzige Ausnahme: Die vermisste Person würde das 107 Lebensjahr erreichen.

(fss)