Trotz Verbot

24. Juni 2009 14:36; Akt: 24.06.2009 14:47 Print

Das Waleschlachten geht weiter

Ziel der Internationalen Walfangkommission an ihrem Jahrestreffen ist es unter anderem, Island und Norwegen dazu zu bringen, sich an das Moratorium zu halten und - nach 23 Jahren - mit dem Walfang aufzuhören.

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Hauptziel der fünftägigen Beratungen von Delegierten der 85 Mitgliedstaaten ist es, einen Bruch zwischen Gegnern und Befürwortern des Walfangs zu verhindern.

«Ich bin mir bewusst, dass es schwierig sein wird, bei allen noch offenen Fragen eine Einigung zu finden», sagte der portugiesische Umweltminister Francisco Nunes Correia zum Auftakt der Tagung in der Inselhauptstadt Funchal.

Doch hoffe er, dass sie einen wichtigen Beitrag zu einem «fairen und ausgeglichenen Abkommen» leisten werde, das dann «hoffentlich auf der nächsten Jahrestagung» beschlossen werde.

Island und Norwegen fangen weiter

Auch Tierschützer sähen es bereits als einen Erfolg an, wenn das seit 1986 bestehende Moratorium beim Walfang für kommerzielle Zwecke erhalten bliebe. Bisher halten sich nur Island und Norwegen nicht daran. Grönland hat eine Ausnahmegenehmigung wegen des Rechts seiner Ureinwohner auf ihren traditionellen Walfang.

In Japan ist die Jagd offiziell zu Forschungszwecken gestattet, allerdings darf das Fleisch der erlegten Tiere verkauft werden. Tokio will nun seine wissenschaftlichen Fangquoten in der Antarktis reduzieren, wenn es im Gegenzug den Fang an seiner Küste wieder aufnehmen darf.

In anderen Ländern stösst die Waljagd auf deutliche Kritik. Trotz des Moratoriums wurden seit 1986 weltweit rund 40'000 der bedrohten Meeressäuger getötet.

(sda)