Facebook

14. Februar 2011 23:50; Akt: 15.02.2011 00:08 Print

Das virtuelle Bordell

Im Ausland wird Facebook immer mehr zum riesigen Online-Puff. Doch auch in der Schweiz knüpfen immer mehr Prostituierte und Freier auf Facebook Kontakt.

Fehler gesehen?

83 Prozent der US-Prostituierten ­haben laut einer neuen Studie ein Face­book-Profil. Jeden vierten Freier lernen sie darüber kennen. Ihr Vorteil: Für Kundenpflege und Preis­verhandlungen eigne sich Facebook hervorragend, so Soziologe Sudhir Venkatesh.

Umfrage
Online-Prostitution: Suchen Sie Sex auf Facebook?
9 %
11 %
80 %
Insgesamt 342 Teilnehmer

Auch in England oder Deutschland ist das Geschäft mit Facebook im Kommen. Und die Schweiz holt auf: Von Studentin Sonja über Domina Sabrina bis zu Mika, die sich auf lasziven Fotos räkelt, suchen Schweizerinnen via Facebook Sex. Sie treffen ihre Kunden in Gruppen wie «Sex in Zürich» oder «Sex-Kontakte in Bern». Zwar bieten sie vorerst nur Gratis-Sex an, weil Facebook die kommerzielle Nutzung der Plattform verbietet. Doch am Telefon wird klar: Viele wollen für ihre Liebesdienste Geld. Pietro Attardo, Geschäftsführer des Erotikmagazins «Okay», warnt: «Auf Facebook ist vieles Fake. Ein vermeintliches Gratis-Sex-Angebot kann so plötzlich sehr teuer werden.»

Auch professionelle Sex-Workerinnen haben Facebook als Verkaufs­kanal entdeckt: Mehrere Escort-­Services werben mit Bildern ihrer Girls um Schweizer Kundschaft. Das ganz grosse professionelle Geschäft wird in der Schweiz laut der Freier­organisation Don Juan mit Facebook aber noch nicht gemacht. Für Frederic Müller, Chefredaktor des Kontaktmagazins «Cherry», ist der Trend aber klar: «Es ist nur eine Frage der
Zeit, bis Facebook auch in der Schweiz zur grossen Sexkontakt-Plattform wird.»

(hal)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Denkmaschinen-Blog am 15.02.2011 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bezweifle dass es zu grossen Sex Plattform wird!

    Das Facebook früher oder später auch vom Sex Gewerbe zweckentfremdet wurde war klar. Meiner Meinung nach wird das aber eher eine Nische bleiben. Im Grunde genommen kann es einem egal sein, man kann ja entscheiden mit wem man Kontakt will und mit wem eben nicht!

  • xon@hispeed.ch am 17.02.2011 00:12 Report Diesen Beitrag melden

    so what?

    internetfähige menschen sind frei.

  • hermanium am 15.02.2011 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    ich hab erst diese woche von einem asiatisch aussehenden mann auf englisch ein angebot per privatnachricht erhalten, ob ich sein freund sein wolle. er suche sex. keine ahnung wie so einer auf mich kommt, ich kenn den nicht und denke das das eine neue art von spam ist doch unheimlich ist das schon.

Die neusten Leser-Kommentare

  • xon@hispeed.ch am 17.02.2011 00:12 Report Diesen Beitrag melden

    so what?

    internetfähige menschen sind frei.

  • hermanium am 15.02.2011 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    hmmm

    ich hab erst diese woche von einem asiatisch aussehenden mann auf englisch ein angebot per privatnachricht erhalten, ob ich sein freund sein wolle. er suche sex. keine ahnung wie so einer auf mich kommt, ich kenn den nicht und denke das das eine neue art von spam ist doch unheimlich ist das schon.

  • Denkmaschinen-Blog am 15.02.2011 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bezweifle dass es zu grossen Sex Plattform wird!

    Das Facebook früher oder später auch vom Sex Gewerbe zweckentfremdet wurde war klar. Meiner Meinung nach wird das aber eher eine Nische bleiben. Im Grunde genommen kann es einem egal sein, man kann ja entscheiden mit wem man Kontakt will und mit wem eben nicht!