Indonesien

27. Januar 2015 17:55; Akt: 27.01.2015 17:55 Print

Dealer müssen Drogen mit Millionenwert verbrennen

Ein Drogenbaron und acht weitere Häftlinge mussten in Indonesien hunderte Kilo ihres eigenes Rauschgifts verbrennen. Das Ganze war Teil ihrer Strafe.

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In Handschellen und das Gesicht unter Strumpfmasken verborgen, mussten Wong Chiping aus Hongkong und acht andere Untersuchungshäftlinge im indonesischen Tangerang ein Paket nach dem anderen in die Flammen werfen. Die Arbeit am Verbrennungsofen in einem Vorort von Jakarta war Teil ihrer Strafe.

Insgesamt 862 Kilogramm der synthetischen Drogen gingen dabei am Dienstag vor den Augen der Drogenhändler in Flammen auf. Die Ware hatte einen Wert von umgerechnet 120 Millionen Franken. Die ungewöhnliche Massnahme wurde von Medienvertretern dokumentiert. Auf die Fragen der Journalisten antworteten die Verdächtigen nicht, aber als ein indonesischer Drogenfahnder Wong fragte, ob er seine Taten bereue, antwortete dieser eilig: «Ja, ich bereue.»

Todesstrafe droht

Die neun Häftlinge – vier Indonesier, vier Hongkonger und ein Malaysier – waren bei einem grossen Anti-Drogen-Einsatz festgenommen worden. Nach Angaben der indonesischen Drogenbehörde gehört der Hauptverdächtige Chi Ping Wong einem internationalen Ring an und war für Indonesien zuständig.

Bei einer Verurteilung droht den Drogenhändlern die Todesstrafe. Indonesien hat eines der schärfsten Anti-Drogen-Gesetze weltweit. Erst Mitte Januar wurden trotz internationaler Gnadenappelle fünf Ausländer und eine Einheimische wegen Drogenvergehen hingerichtet.

(cho/sda)