«Aber kein Sperma»

06. November 2013 23:27; Akt: 06.11.2013 23:27 Print

Der Rugby-Club von Oxford und die «Free Pussy»-Party

Ein Rugby-Team der Oxford University steckt knietief im selbstverschuldeten Schlamassel: Die Sportler hatten zu einer «Free Pussy»-Party geladen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit der «Free Pussy»-Einladung zum Fest des Rugby-Teams war nicht die Befreiung der Mitglieder der russischen Punkband «Pussy Riot» gefordert, angesprochen waren die weiblichen Primärgeschlechtsteile, die es auf der Party offenbar «gratis» geben sollte.

Im Einladungs-Email wurden die Rugby-Spieler gemäss der britischen «Huffington Post» aufgefordert, vor allem Schülerinnen der ersten Semester an die Party einzuladen. Dann sollten deren Drinks aufgepeppt werden: «Schüttet noch mehr Alkohol hinein oder auch Essen, aber kein Sperma», so die Anweisung.

Zutritt nur mit positivem Schwangerschaftstest

Einem Mitglied des Rugby-Teams wurde eine spezielle Aufgabe gestellt: Er sollte erst dann Zugang zu der Party erhalten, wenn er einen positiven Schwangerschaftstest vorweisen konnte.

Verschiedene Studentenorganisationen gingen wegen der geschmacklosen Einladung auf die Barrikaden. Diese Einladung lasse jeglichen Respekt vor Frauen vermissen, so der Tenor. Der Protest half: Die Schulbehörde schaltete sich ein, strich die Spiele des Teams für die gesamte erste Runde der beginnenden Saison und legte eine Neuwahl aller Team-Vorsitzenden nahe.

Der Kapitän des Pembroke-Rugby-Clubs trat von sich aus zurück und gab sich zerknirscht: «Ich hätte mehr Führungsqualität und bessere Urteilskraft beweisen und schneller auf die beleidigende Einladung reagieren sollen. In Zukunft werde ich mein Bestes geben, um die Reste dieser frauenfeindlichen Kultur zu bekämpfen, die im Rugbyklub noch immer zu finden ist.»

(gux)