Hochstaplerin

04. Februar 2011 11:10; Akt: 04.02.2011 11:48 Print

Die «Lady», die keine ist

In New York treibt eine gewisse «Lady Catarina» ihr Unwesen: Als angebliches Mitglied der Familie Guggenheim suchte sie Investoren. Nun hat sie sich den Behörden gestellt.

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«Lady Catarina» versucht sich am 3. Februar vor einem Gericht in San Diego zu rechtfertigen. (Bild: AP)

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Blond und attraktiv zu sein, das reicht in den USA offenbar, um vermögende Männer reinzulegen. Doch jetzt ist das Spiel der verführerischen Catarina Toumei aufgeflogen. Monatelang hatte sich die hübsche Betrügerin als Gräfin ausgegeben, sich «Lady Catarina» genannt und behauptet, sie sei eine Guggenheim-Erbin.

Nachdem am Mittwoch ihre zwei Komplizen verhaftet worden waren, stellte sie sich einen Tag später in San Diego, Kalifornien, der Polizei. Sie sei «unschuldig» und könne kaum warten, «dass die Wahrheit ans Licht kommt», sagte sie gegenüber den versammelten Medien vor dem Gerichtsgebäude. Sie habe «nie behauptet» ein Mitglied der reichen Guggenheim-Familie zu sein.

Familienschmuck im Wert von 725 Millionen

Doch die wahren Guggenheims sahen das anders: Sie verklagten die drei Betrüger, die nicht nur ihren Namen missbrauchten, sondern auch dubiose Geschäfte abwickelten: Die 45-jährige «Lady Catarina», der 67-jährige David Birnbaum und der 45-jährige Vladimir Zuravel versuchten reichen New Yorker falsche Familien-Juwelen anzudrehen. Dabei ging es um sage und schreibe 725 Millionen Dollar.

Toumei suchte zudem Investoren für die von ihr erfundene «Guggenheim-Stiftung» und die ebenso fiktive «Guggenheim-Bank». Sie gab bei den potentiellen Kunden an, mit Öl im Wert von rund drei Milliarden Euro zu handeln.

Weder Toumei noch ihre zwei Komplizen kennen die echten Guggenheims. Die angebliche Erbin verfolgte lediglich die Einträge der Familie auf Twitter. Sollte das Trio schuldig gesprochen werden, drohen ihnen bis zu 20 Jahre Gefängnis.

(kle)