Havarie in der Antarktis

28. Dezember 2011 06:38; Akt: 28.12.2011 14:04 Print

Die «Sparta» ist gerettet

Der russische Fischtrawler «Sparta» und seine Crew schippern der Sicherheit entgegen. Knapp zwei Wochen lang dauerte der Kampf gegen das Versinken an. Hilfe kam in Form eines Eisbrechers.

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Der russische Fischtrawler, der nach einer Eisberg-Kollision fast zwei Wochen in der Antarktis festsass, ist wieder frei. Das Leck konnte so weit repariert werden, dass die «Sparta» ihre Fahrt mit eigenem Antrieb wieder aufnehmen konnte, berichtete das neuseeländische Zentrum für Seenotrettung am Mittwoch.

Der südkoreanische Eisbrecher «Araon» eskortierte das Fischerboot durch das gefährliche Eis im Südpolarmeer Richtung Neuseeland.

Hilfe aus der Luft

Die «Sparta» hatte am 16. Dezember 3700 Kilometer südöstlich von Neuseeland einen Eisberg gerammt und meldete Wassereinbruch. Im Rumpf klaffte ein 30 Zentimeter langes Loch.

Die 32 Mann an Bord pumpten das Wasser permanent ab, konnten das Leck aber nicht reparieren. Die neuseeländische Luftwaffe warf zusätzliche Pumpen und Diesel auf dem Eis in der Nähe des verunglückten Trawlers ab.

Es dauerte zehn Tage, bis richtige Hilfe kam: Mit der Besatzung des Eisbrechers «Araon» gelang es den Fischern, das Leck notdürftig zu reparieren.

Rettender Hafen in Neuseeland

Zwar konnte nicht wie geplant von aussen eine Stahlplatte über das Loch geschweisst werden. Jedoch bugsierte die Mannschaft innen einen Zementblock vor das abgedichtete Leck. Damit wurde die «Sparta» wieder seetüchtig.

Die «Sparta» werde zunächst zu ihrem Schwesterschiff «Chiyo Maru 3» aufschliessen und dann weiter nach Lyttelton an der Südküste Neuseelands fahren, sagte einer der Koordinatoren im Rettungszentrum, Chris Henshaw. Wenn das Schiff aus der Zone mit den gefährlichen Eisschollen heraus sei, sollte die Weiterfahrt kein Problem sein.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Realist am 28.12.2011 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubliche Schweinerei....

    ... das man mit Bodenschleppnetze den Fragilen seeboden um die Antarktis zerstört. Aber was solls uns geht es ja gut und nach uns die Sinnflut.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 28.12.2011 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubliche Schweinerei....

    ... das man mit Bodenschleppnetze den Fragilen seeboden um die Antarktis zerstört. Aber was solls uns geht es ja gut und nach uns die Sinnflut.