Antarktis

02. Januar 2014 07:23; Akt: 02.01.2014 17:44 Print

Die 52 Passagiere der Akademik sind gerettet

Während neun Tagen waren 74 Crewmitglieder und Teilnehmer einer Antarktis-Expedition im Eis eingeschlossen. Jetzt hat ein chinesischer Helikopter die 52 Passagiere ausgeflogen.

Bildstrecke im Grossformat »
Am 8. Januar 2014 konnte das Drama um die im antarktischen Packeis festsitzenden Forschungsschiffe beendet werden. Nach der russischen «Akademik Schokalskij» kam auch die chinesische «Xue Long» endgültig frei. Ein Helikopter des chinesischen Eisbrechers Xue Long («Schneedrache») hatte 52 Passagiere des seit Heiligabend feststeckenden Forschungsschiffs zu dem australischen Eisbrecher Aurora Australis geflogen. Dabei war das Schiff aber selbst im Eis festgefroren. Neue Schwierigkeiten für die geretteten Passagiere der in der Antarktis festgefrorenen «Akademik Shokalskiy»: Der australische Eisbrecher, der sie nach Tasmanien bringen soll, musste am Freitag, 3. Januar 2014, seine Fahrt unterbrechen, weil das ebenfalls an der Rettung beteiligte chinesische Schiff «Snow Dragon» (Bild) festzufrieren droht. Endlich ist es so weit: Die Touristen und Forscher auf der Akademik Shokalskiy werden am 2. Januar 2014 von einem chinesischen Helikopter abgeholt. Der noch aus Sowjetzeiten stammende Hubschrauber Kamow Ka-32 stammt vom chinesischen Eisbrecher Xue Long (Schneedrachen). Die Evakuierten sollen via Schneedrache auf den australischen Eisbrecher Aurora Australis gebracht werden. Insgesamt 52 Personen sollen evakuiert werden. Einzig die Besatzungsmitglieder sollen auf dem Schiff verbleiben. Die ganze Aktion dauert fünf Stunden. Über eine Woche mussten die nun Evakuierten ausharren. Die Akademik Shokalskiy steckt seit dem 25. Dezember 2013 in der Antarktis fest. Hier checkt ein Crewmitglied den Schiffsrumpf. Der chinesische Eisbrecher Snow Dragon sollte das Forschungsschiff retten, drohte aber selbst stecken zu bleiben. Daran werden sie sich definitiv ein Leben lang erinnern: Passagiere der Akademik Shokalskiy. Die Stimmung sei gut und die Vorräte reichten für Wochen, versicherte die Behörde. Die Expedition mit 74 Teilnehmern hatte Neuseeland am 28. November verlassen. Nach einem schweren Sturm ist das Schiff im Eis festgefroren. Die Crew setzte einen Notruf ab, woraufhin die australischen Behörden drei Eisbrecher in die Nähe des Schiffs entsandten, um es freizubekommen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Antarktis startete am Donnerstagmorgen die Rettung der 52 Passagiere der seit über einer Woche im Eis festsitzenden MV Akademik Shokalskiy. Mittlerweile wurden sie alle vom Ka-32-Bordhelikopter des chinesischen Eisbrechers Schneedrache von einem eilig bereitgetrampelten Flugfeld aus auf die Aurora Australis ausgeflogen. Dazu musste der Helikopter auf einer Eisscholle neben dem Schiff landen, von wo die Gerettetenkonnten an Bord kletterten. Dort wurden sie mit Desserts empfangen: «Muss wählen zwischen Apfelstreusel, Pekanusskuchen, Karamelpudding und diversen Eiscremes», twitterte gestern Alok Jha, ein Mitarbeiter der BBC an Bord. Die 22 Besatzungsmitglieder bleiben an Bord der Akademik, bis das Schiff aus eigener Kraft weiterfahren kann.


Rettungsaktion dauerte fünf Stunden

Im Rahmen der Rettungsoperation wurden jeweils zwölf Personen von der MV zum vier Kilometer entfernten Eisbrecher Aurora Australis geflogen. Nächstes Ziel ist dann Tasmanien, wo die Passagiere etwa Mitte Januar ankommen sollen.

Die 22-köpfige Crew des russischen Forschungsschiffs soll vorerst an Bord der MV Akademik Shokalskiy bleiben. Das Forschungsschoff ist offiziellen Angaben zufolge nicht in Gefahr.

Mehrere Rettungsversuche gescheitert

Die Expedition hatte Neuseeland am 28. November verlassen. Seit Heiligabend sassen die Teilnehmer nach einem schweren Sturm im Eis der Antarktis fest. Ein ums andere Mal verzögerte sich seitdem die Rettung der Passagiere. Drei Eisbrecher wurden entsandt, um das Forschungsschiff aus der Eiswüste zu befreien, doch sie scheiterten entweder am zu dicken Packeis oder an heftigem Wind und Schnee.

Expeditionsleiter Chris Turney hat via Twitter ein Video geteilt, das die Ankunft des Helikopters zeigt.


So feiert man Silvester im Polareis
(Video: Youtube/The Guardian)

(jam/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • becki am 02.01.2014 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    ich lach mich tot...

    in die antarktis gefahren um die klimaerwärmung zu beweisen und vom eis eingeschlossen.

    einklappen einklappen
  • SSCS Supporter am 02.01.2014 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sea Shepherd

    Diese Touristen die nie in wirklicher Gefahr waren bekommen einen täglichen News Bericht aber Sea Shepherd die mit 3 Schiffen in der Antarktis sind um illegale Walfänger zu stoppen bekommen keine Medienaufmerksamkeit ? Obwohl dort 101 Menschen ihr Leben für unsere Zukunft riskieren ? Naja sobald sie wieder 7 Mal von den Walfängern gerammt werden wird es auch in schweizer Medien publiziert.

    einklappen einklappen
  • Noldi Schwarz am 02.01.2014 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz unter Gletschern

    Vor 30'000 Jahren lag der grösste Teil der Schweiz und Eis und Gletschern. Also gibt es die Klimaerwärmung schon lange, sonst könnten wir nicht hier wohnen. Und damals waren viel weniger Menschen auf der Erde, keine Autos, keine Fabriken. Ja, soll mir mal jemand erklären weshalb das damals so war? Und könnte es in Zukunft nicht wieder so kommen? Auch ohne das ganze Klimaforschergefasel?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heli-Swiss am 02.01.2014 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ka-32 für Forschungsschiff

    Eigentlich komisch das nur der Chinesische Eisbrecher ein Helikopter hat. Eigentlich währe es doch für so ein grosses Forschungsschiff das in so eine Gegend fährt sinnvoll selbst ein Kamov Ka-32 an Bord zu haben. die Ka-32 sind ja praktisch Standart auf allen grösseren Russischen & Chinesischen Eisbrechern und grösseren Marineschiffen. Ein genialer Helikopter :-)

  • Noldi Schwarz am 02.01.2014 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz unter Gletschern

    Vor 30'000 Jahren lag der grösste Teil der Schweiz und Eis und Gletschern. Also gibt es die Klimaerwärmung schon lange, sonst könnten wir nicht hier wohnen. Und damals waren viel weniger Menschen auf der Erde, keine Autos, keine Fabriken. Ja, soll mir mal jemand erklären weshalb das damals so war? Und könnte es in Zukunft nicht wieder so kommen? Auch ohne das ganze Klimaforschergefasel?

  • Mf am 02.01.2014 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Expeditionen

    Warum muss der Mensch überhaupt immer alles erforschen?

  • SSCS Supporter am 02.01.2014 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sea Shepherd

    Diese Touristen die nie in wirklicher Gefahr waren bekommen einen täglichen News Bericht aber Sea Shepherd die mit 3 Schiffen in der Antarktis sind um illegale Walfänger zu stoppen bekommen keine Medienaufmerksamkeit ? Obwohl dort 101 Menschen ihr Leben für unsere Zukunft riskieren ? Naja sobald sie wieder 7 Mal von den Walfängern gerammt werden wird es auch in schweizer Medien publiziert.

    • me am 02.01.2014 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Auf den Punkt getroffen

      Stimmt genau, das ist sehr schade!

    • Ueli am 02.01.2014 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Antarktis

      Da hast Du recht und wofür war die Forschung gut Gewesen?? Da hat die wieder einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht!

    einklappen einklappen
  • chipsy am 02.01.2014 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    in

    hundert jahren spricht keiner mehr von der klimaerwärmung, dann ist unser dasein, wie es jetzt ist, nicht mehr vorhanden, die menschheit stirbt nicht an der klimaerwärmung sie zerstörrt sich selber. denn auch mit geld kann niemand die natur lenken, seit es die erde gibt, wird es klimawandel geben!

    • Mark Strahl am 02.01.2014 10:15 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, was denn nun?

      Also die Menschheit stirbt nicht an der Klimaveränderung und es wird immer Klimawandel geben und doch sollen wir in lächerlichen 100 Jährchen schon ausgerottet sein? Ihre "Logik" entbehrt jeglicher nachvollziehbarer Logik und der Zusammenhang mit diesem Ereignis hier ist schlicht nicht nachvollziehbar. Die Menschheit wird noch lange überleben, viel länger als manch einer glauben mag, maximal unsere Gesellschaft könnte zugrunde gehen (warum auch immer) aber das ist auch schon einige male geschehen und jede Reduktion der Gesamtbevölkerung ist... sogar gut für den Planeten.

    • Dante Alighieri am 02.01.2014 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      richtig..

      die Menschheit wird sich selber vernichten. Wir sind überbevölkert. Die Ressourcen und der Platz gehen uns aus. Die Überbevölkerung wird ein Gesundheitsproblem. Die natürliche Methode der Welt zur Selbstreinigung waren Seuchen und Epidemien. Unkontrollierte Populationen sind nicht zu verharmlosen .....

    einklappen einklappen