Ohio, USA

06. Dezember 2018 20:59; Akt: 07.12.2018 08:43 Print

Die Erziehungsmethoden dieses Vaters gehen viral

Ein Mädchen wird zweimal wegen Mobbings aus dem Schulbus geworfen. Daher muss sie nun 8 Kilometer in der Kälte zur Schule laufen – und wird von ihrem Vater dabei gefilmt.

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Weil seine Tochter bereits zum zweiten Mal wegen Mobbings aus dem Schulbus geworfen wurde, greift ein Vater in Ohio, USA, zu einer dubiosen Erziehungsmethode. Er lässt das 10-jährige Mädchen bei zwei Grad acht Kilometer weit zur Schule laufen. Der Vater selbst fährt derweil in seinem Auto nebenher und hält einen Vortrag zum Thema Mobbing und Privilegien.

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Das Ganze hat er gefilmt und via Facebook veröffentlicht. Insgesamt zählt das Video bisher über 16 Millionen Ansichten. «Mobbing ist inakzeptabel – besonders in unserem Haus», sagt der Vater. Viele Kinder glaubten, es sei ihr Recht, morgens vom Schulbus abgeholt zu werden. Diese Aktion solle seiner Tochter zeigen, dass es ein Privileg sei.

«Ich weiss, dass viele Eltern nicht gutheissen werden, was ich tue. Aber ich mache, was ich für richtig halte, um meiner Tochter beizubringen, nicht zu mobben», sagt der Vater weiter.

«Was für eine Ironie»

In der Tat sind die Reaktionen auf diese Erziehungsmassnahme gespalten. Eltern von Mobbing-Opfern und mobbenden Kindern danken dem Vater für seinen Einsatz. «Ich wünschte, mehr Eltern würden ihre Kinder für ihre Taten in die Verantwortung ziehen», kommentiert ein Nutzer. Ein weiterer schreibt: «Als Grossvater eines autistischen Jungen, der viel gemobbt wird, applaudiere ich! Zu viele Eltern tun nichts. »

Andere finden hingegen, dass der Vater den Spiess nur umgedreht habe und seine Tochter jetzt selbst mobbe. «Sie damit zu demütigen und es auf Facebook zu stellen – was eine Ironie», heisst es beispielsweise. Oder: «Vielleicht wurde sie selbst gemobbt, hat darauf reagiert und wurde dabei erwischt? Haben Sie sie die Situation überhaupt erklären lassen?»

Der Vater sagte schliesslich aus, er habe das Video und die Kommentare dazu zusammen mit seinen beiden Töchtern angeschaut. Beide hätten viel Empathie gegenüber den traurigen Geschichten gezeigt. Er hoffe nur, dass auch andere Eltern damit beginnen, ihre Kinder in die Verantwortung zu ziehen.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maryvansu am 07.12.2018 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Er kennt seine Tochter am Besten. Wird schon die richtige Art und Weise sein um ihr klar zu machen, dass Mobbing einfach inakzeptabel ist!

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  • Sarah am 06.12.2018 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Ich finde es gut. Endlich werden Kinder wieder zur Verantwortung gezogen. Während des Marsches bleibt Zeit zum Nachdenken. Viele Eltern haben Angst vor ihren Kindern oder sehen weg. Es ist gewaltlos und völlig in Ordnung. Gratulation dem Vater.

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  • Blyatman am 06.12.2018 23:17 Report Diesen Beitrag melden

    ziemlich hart, aber auch effektiv

    Ich denke die Kleine hat etwas daraus gelernt. Wer kennt nicht auch heutige Erwachsene denen als Kind die Eltern alles haben durchgehen lassen und nie Grenzen aufgezeigt wurden? Solche Menschen sind unerträglich! Und auch gut, dass der Vater alles veröffentlichte, nach dem Motto "bestrafe einen, erziehe hundert"

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mökli am 07.12.2018 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Top weiter so !

    Verantwortung : Bestes Wort im Text, gibt zuviele Menschen die sich selbst aus der Verantwortung nehmen wenn es gegen sie oder Ihre liebstn geh. Als bekennender Ex Mobber kann ich die Aktion des Vaters nur loben. Ich hoffe das Kind kommt zur einsicht und änder sein Verhalten den Mittmenschen gegenüber. Der Vater wird schon wissen was seine Tocher auf dem Kerbholz hat.

  • brand.brand am 07.12.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    OK!

    Ganz Ehrlich, ich finde das richtig so, solang keine Gewalt da ist finde ich das ok und sowiso wenn der Vater noch dabei ist! 8 km sind zwar schon viel, aber ich find das ok!

  • Rita Fussenegger am 07.12.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    No Go Mobbing

    Ich würde in der Schule von zwei Schulkameraden gerobbt, und es ging mir so schlecht das ich mich als krank hinstellte,ich trieb jeden Tag den Fieberthermometer auf 39,grafisch Pers,finde dieser Vater hat richtig gehandelt Respekt und Anstand dem gegenüber ist das AundO

  • Marie am 07.12.2018 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig

    Es hiess schon immer, wer nicht hören will muss fühlen. Und somit macht er es richtig. Er lässt sie auch nicht alleine laufen sondern schaut das ihr nix passiert. Ich denke die junge Dame hat damit eine Lektion fürs Leben gelernt. Gut so.

  • Ratio am 07.12.2018 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Werte vermitteln vs. Mobbing

    An alle, die glauben, dass der Vater nun seine Tochter auch mobbt: Nein, tut er nicht. Mobbing ist einfach nur Boshaftigkeit, oftmals mit dem Zweck die eigenen Komplexe oder Defizite zu kaschieren und das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Was der Vater tut, ist das vermitteln von anstand, Werten und Moral. Es ist auf ungewöhnliche Weise eine pädagogische Massnahme. Bei Jungen Leuten, die nie gelernt haben zuzuhören und deren Aufmerksamkeitspanne kaum 5 Minuten beträgt, ist dies wohl die einzige Möglichkeit eine Botschaft anzubringen.