Chronologie des Tages

15. März 2012 00:50; Akt: 19.03.2012 15:39 Print

Die Leichen werden heimgebracht

Knapp 48 Stunden nach dem Unglück haben alle Angehörigen die Gewissheit, was mit ihrem Kind passiert ist. Sämtliche Opfer sind identifiziert. Am Freitag werden die Leichname nach Belgien überführt.

Bildstrecke im Grossformat »
Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Sierre VS sind am 13. März 2012 28 Personen ums Leben gekommen. So verlief der Unfall von Sierre. Die letzten Meter vor dem Aufprall. Der Kanton Wallis veröffentlicht am 31.1.2013 die 3D-Animation. der schwere Gang der Angehörigen: Sie mussten in der Leichenhalle in Sion ihre Kinder identifizieren. Die Leichen der verstorbenen Kinder wurden am 14. und 15. März ins Centre funériare von Sion gebracht. In Sierre sind am Abend nach dem Unglück des rund 200 Einwohner zu einem spontanen Traueranlass zusammengekommen. Im Verlaufe des Tages sind Sie hoffen, dass ihr Kind zu den Verletzten gehört und nicht zu den 28 Todesopfern. berichten vom Unglück, hier vor dem Spital in Sion. Viele Angehörige werden im untergebracht - von der Polizei gut abgeschirmt vor zu neugierigen Medien. Auch in Belgien finden noch am Abend Trauergottesdienste statt, wie dieser in sprechen den Angehörigen ihr grosses Mitleid aus und danken zugleich den Rettungskräften für ihren grossen Einsatz. Am Eingang des Tunnels der A9, in dem es am Abend des zum Horrorcrash kam, legen Menschen Blumen nieder. Bei dem schweren Verkehrsunfall im Wallis sind . Im Autobahntunnel Sierre fuhr das Fahrzeug in eine Nothaltestelle. Die Rettungsaktion im Tunnel dauerte über an. Das Wrack des Reisecars Es wurde nach Visp gebracht. Im Bus waren unterwegs. Es handelte sich dabei um zwei Schulklassen aus Flandern. Unter den Toten sind Der Car wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, zahlreiche Insassen waren Unter den Toten sind auch 24 weitere Kinder wurden bei dem Unfall eines belgischen Reisecars Eine Tragödie dieses Ausmasses habe es im Wallis , sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone, am Mittwochmorgen vor den Medien. Der Reisebus fuhr auf der Autobahn von Sierre in Richtung Sitten. Die meisten Opfer sind Kinder , die im Val d'Anniviers in den Skiferien waren. Die verletzte Kinder wurden in vier Spitäler im Wallis gebracht; drei besonderes wurden in die Unispitäler von Lausanne und Bern geflogen. Die meisten Verunfallten kamen Sie waren auf der nach Belgien. Betroffen zeigte sich an der Medienkonferenz auch der Botschafter Belgiens in der Schweiz. «Dieses Drama wird ganz Belgien erschüttern», sagte Jan Luykx.

automatisches Update
Es tickert für Sie:
20:55
0
Die Walliser Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten hat Vorwürfe aus Belgien wegen der späten Benachrichtigung zurückgewiesen. Die Rettung der Verletzten habe Vorrang gehabt. Zudem habe es Probleme mit der Passagierliste gegeben. Es sei nur eine Liste für alle drei Busse mit den heimreisenden Schulkindern an Bord vorhanden gewesen.
20:54
0
Der zuständige Staatsanwalt wird die Leichen «so schnell wie möglich» freigeben. Die Särge der 28 Toten sollen am Freitag nach Belgien transportiert werden.
20:42
0
Spezialisten aus der Schweizer und Belgien hätten ohne Unterbruch daran gearbeitet, die Identifizierung der getöteten Kinder möglichst schnell abzuschliessen, sagte ein Behördensprecher.
20:18
0
Alle 28 Todesopfer sind identifiziert. Das gab die Walliser Kantonspolizei bekannt.
19:43
0
Das Unglück hat sechs niederländische Todesopfer gefordert. Dies teilte das niederländische Aussenministerium am Donnerstagabend mit. Bisher war von sieben Holländern die Rede.

Vier weitere Kinder aus den Niederlanden wurden verletzt, deren zwei befinden sich in kritischem Zustand.
19:33
0
Das erste Flugzeug soll am frühen Freitagmorgen Sion verlassen.
19:10
0
Laut dem Walliser Polizeikommandant Christian Varone sind in der Schweiz und in Belgien rund 400 Mitarbeiter mit dem Fall beschäftigt.
18:43
0

Vor wenigen Minuten ist in Sion das Flugzeug der belgischen Luftwaffe gelandet, das die verletzten Kinder und ihre Angehörigen in die Heimat bringen soll. (Bild: Leser-Reporter)
18:40
0
An der Medienkonferenz kommt die DVD-Thematik zur Sprache. Die Polizei sagt, sie habe mehrere Kinder dazu befragt. Es sei eine Theorie von mehreren, der man nachgehe.
18:32
0
Von den 28 Todesopfern sind 19 formell identifiziert. Acht der Verletzten sind in einem Zustand, der es ihnen erlaubt, nach Hause zu kehren.
18:30
0
Mittlerweile habe man die Familien sämtlicher Opfer informieren können, teilen die Walliser Behörden mit.
18:28
0
Unsere Korrespondentin von der Medienkonferenz im Tunnel meldet sich. Wesentlich Neues scheint noch nicht erzählt worden sein. Am Unglücksort haben viele Trauernde Blumen und Kerzen niedergelegt.
18:24
0
Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) nimmt die Baunormen, die für Ausstellbuchten in Tunnels gelten, unter die Lupe. Es hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich damit beschäftigt. Hinterfragt wird insbesondere, ob die Norm mit rechtwinkligen Mauern angepasst werden sollte.
18:08
0
Das Bundeshaus West und die Walliser Gemeinden setzen die Fahnen am Freitag auf Halbmast. Sie zeigen damit die tiefe Anteilnahme der Bundesbehörden und der Schweizer Bevölkerung. Belgien hat den Freitag im Gedenken an die Opfer zum nationalen Trauertag ausgerufen.

Die Schweizer Bevölkerung kann auf der Internetseite des Bundes ihre Anteilnahme ausdrücken. Sie ist eingeladen, Kondolenzschreiben zu platzieren: www.carunfall.admin.ch lautet die Adresse.
18:06
0
Rund 50 Journalisten aus aller Welt werden mit Bussen an die Unglücksstelle gefahren.
18:02
0
In diesen Augenblicken beginnt im Unglücks-Tunnel eine Medienkonferenz der Walliser Kantonspolizei.
17:46
0
Morgen Freitag um 11 Uhr steht Belgien still. «De Standaard» berichtet, dass Busse, Trams und U-Bahnen eine Minute lang anhalten werden. Auch Züge sollen nach Möglichkeit pünktlich um 11 Uhr einen kurzen Halt einlegen.
17:35
0
Das DVD-Gerücht hält sich weiter hartnäckig. Renato Kalbermatten, der Sprecher der Walliser Kantonspolizei, sagte zu «7sur7», dass auf den Videoaufzeichnungen aus dem Tunnel nicht ersichtlich sei, ob der Chauffeur während der Fahrt am DVD-Gerät hantierte.
17:33
0
Am Samstag steht mit Mailand-Sanremo das erste grosse Velorennen der Saison auf dem Programm. Als Zeichen der Anteilnahme werden dabei alle belgischen Fahrer mit einer schwarzen Armbinde an den Start gehen.
17:25
0
Gemäss der «Bild» ist der eine Chauffeur 52 Jahre alt, der andere 35. Beide seien internationale Fahrer und hätten kein Problem mit Alkohol. Wer von den beiden am Steuer sass, wisse das Unternehmen noch nicht.
17:19
0
Die beiden Chauffeure, die ebenfalls ums Leben kamen, sind nach Angaben ihrer Chefs routinierte Fahrer gewesen. Der eine arbeitete seit sieben Jahren für die Gesellschaft und war zuvor bereits für eine andere Busfirma tätig gewesen. Der zweite Fahrer arbeitete seit zwei Jahren für Top Tours und war zuvor für öffentliche Verkehrsbetriebe gefahren.
17:14
0
Laut dem «Nieuwsblad» verzichten die Fernsehsender RTBF und RTL darauf, morgen am Tag der nationalen Trauer in Belgien, Werbung auszustrahlen.
17:09
0
Weitere News zur Medienkonferenz des Bus-Unternehmens: Es sei wegen der Gestaltung des Bus-Inneren «unmöglich», dass die Kinder gesehen hätten, ob der Chauffeur zum Zeitpunkt des Unfalls eine DVD eingelegt habe, sagte Tom Coremans, Besitzer von Top Tours.
17:04
0
Auch der belgische Senat ist am Rande vom Unglück in Sierre betroffen. Laut «Le Soir» hat ein Übersetzer beim Unfall seine Tochter verloren. Und das Mädchen eines Angestellten im Parlaments-Restaurant liege noch im Koma.
16:48
0
An der erwähnten Medienkonferenz wurde ein weiteres Gerücht klar verneint. Beim Chauffeur handle es sich nicht um einen pensionierten Lastwagenfahrer.
16:44
0
Der Unglücks-Car sei in einem tadellosen Zustand gewesen. Das sagte der Chef der Firma Top Tours, Yves Mannaerts, an einer Medienkonferenz. Nach ersten Angaben soll zudem weder Alkohol im Spiel gewesen sein, noch ein gesundheitliches Problem des Chauffeurs.

Die Verantwortlichen von Top Tours wurden von Journalisten auch mit dem Gerücht konfrontiert, dass der Chauffeur abgelenkt war, weil er eine DVD wechselte. Klarheit darüber gebe es noch nicht, hiess es an der Medienkonferenz, das müssten nun die Untersuchungen zeigen. Bestätigt wurde, dass der Car mit einem DVD-Player ausgerüstet gewesen sei. In der Regel sei es die Aufgabe des Ersatzchauffeurs, diesen zu bedienen.
16:31
0
Der Zustand von drei Kindern im Universitätsspital Lausanne bleibt nach Klinikangaben kritisch. Eine Prognose sei unmöglich. Alle Eltern konnten ihre Kinder sehen.

Die 20 Kinder, die in verschiedenen Walliser Spitälern lagen, sind dagegen nicht mehr in Lebensgefahr. Auch dem ins Berner Inselspital eingelieferten Kind gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte eine Spitalsprecherin.
16:29
0
Belgien hat für morgen Freitag Staatstrauer ausgerufen. Um 11 Uhr soll das Land in einer Schweigeminute der 22 toten Kinder und sechs toten Erwachsenen gedenken.
15:43
0
Das Spital in Sion, in dem 14 verletzte Kinder versorgt werden, erlebt derzeit einen Medienandrang noch nicht gekannten Ausmasses. Zwei italienische Journalisten wollten sich Zugang zum Spital verschaffen, wurden jedoch vom privaten Sicherheitsdienst erwischt. Ihnen sollen die Ausweise abgenommen worden sein.

14:59
0
Entgegen den Aussagen des belgischen Premierministers Elio Di Rupo können die ersten Todesopfer doch nicht am Donnerstagabend heimgeflogen werden. Damit werden die Toten voraussichtlich am Freitag, dem nationalen Trauertag, repatriiert.
14:52
0
Die ersten Verletzten kehren nach Hause zurück: Von den 20 leicht- bis mittelschwer verletzten Kindern werden drei mit den Autos ihrer Familien heimfahren, drei weitere werden mit einem Linienflug noch am Donnerstagnachmittag nach Brüssel fliegen.

Die anderen Kinder würden per Sanitätsflugzeug in die Heimat geflogen, teilte die belgische Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx mit. Drei Schwerverletzte seien noch nicht transportfähig. Über den Transport eines vierten Schwerverletzten soll noch am Donnerstag entschieden werden.
14:31
0
Die ersten Toten sollen nun doch schon am Donnerstag nach Belgien überführt werden, sagte Verteidigungsminister Pieter De Crem. Eine «Herkules» Transportmaschine C-130 soll am späten Donnerstagnachmittag in Sitten landen und noch vor Mitternacht wieder in Brüssel zurück sein. Die weiteren Toten würden dann am Freitag repatriiert.
14:13
0
Belgien wird am Freitag offiziell um die 28 Todesopfer des Busunfalls im Wallis trauern. Dies teilte der belgische Premier Elio Di Rupo nach einer Kabinettssitzung in Brüssel mit.

Um 11.00 Uhr werde es am Freitag im ganzen Land eine Schweigeminute geben.
13:20
0
Laut Berichten überlebender Kinder wollte der Fahrer des verunglückten Reisecars eine DVD oder CD wechseln. «Der Fahrer wollte eine Kassette wechseln», sollen mehrere Kinder in den Spitälern ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal gesagt haben. Dies berichtet die «Aargauer Zeitung» und «Het Laatste Nieuws» in Belgien. Sekunden später sei es zu dem Unfall im Tunnel gekommen.
13:01
0
Papst Benedikt XVI. betet für die Opfer des Busunglücks im Wallis und trauert mit den Angehörigen. Benedikt sei auch den Verletzten, ihren Familien sowie den Bergungsmannschaften in Gedanken sehr nahe.

So heisst es in einem Beileidstelegramm, das im Namen des Papstes vom Vatikan an den Erzbischof von Brüssel, André Leonard, geschickt wurde. Benedikt bitte Gott um Hilfe und Trost in dieser Prüfung.
12:41
0
Keines der 24 Kinder, die am Dienstagabend bei einem Busunglück im Wallis verletzt wurden, konnte bis anhin das Spital verlassen. Dies bestätigte Florance Renggli, Kommunikationsleiterin beim Spital Wallis, am Donnerstag auf Anfrage.

Alle 20 Kinder, die in einem Walliser Spital betreut werden, seien ausser Lebensgefahr, sagte Renggli. Viele hätten jedoch mehrere Knochenbrüche erlitten, deren Heilung Zeit brauche. «Wir gehen aber davon aus, dass einige Kinder bereits heute (Donnerstag) oder morgen das Spital verlassen können.»
12:05
0
Die Rückführung der Opfer wird doch nicht am Donnerstag stattfindet, meldet die belgische Zeitung «Nieuwsblad». Alle Beteiligten hoffen, dass die Formalitäten rechtzeitig erledigt werden können, damit die Flugzeuge mit den Opfern die Schweiz am Freitag Richtung Belgien verlassen können. Das Blatt bezieht sich auf Wilfried Herbrüggen, den Vorsitzenden des belgischen Verbands Freier Schulen (VOK).
11:59
0
Einige Familien haben sich am Donnerstagmorgen in den Unfalltunnel bei Siders begeben. Eine Gruppe von Angehörigen ging ihrerseits zur Kapelle, in der die toten Kinder aufgebahrt sind.

Die Eltern würden die ganze Zeit von der Polizei begleitet, sagte Vincent Favre, Mediensprecher der Walliser Kantonspolizei.
11:21
0
Der Zustand von drei verletzten Kindern, die ins Lausanner Universitätsspital (CHUV) gebracht wurden, ist weiterhin besorgniserregend. Zurzeit könne zum Gesundheitszustand der Kinder keine Prognosen abgeben werden, hiess es am Donnerstag seitens des CHUV.

Bessere Nachrichten kommen hingegen aus Bern: Laut Monika Kugemann, Mediensprecherin beim Inselspital, geht es dem Kind den Umständen entsprechend gut. Es befindet sich ausser Lebensgefahr.

Insgesamt waren beim Busunglück am Dienstagabend in der Nähe von Siders VS 22 Kinder und sechs Erwachsene getötet sowie 24 Kinder verletzt worden.
11:05
0
Die belgische Regierung befasst sich am Donnerstag mit der Organisation der Repatriierung der Opfer des Busunfalls mit 28 Toten. Die Todesopfer könnten nach Angaben des belgischen Premiers möglicherweise schon ab Donnerstagabend zurückgeschafft werden.

Mit dem Rücktransport der Leichen nach Belgien könne dann begonnen werden, sobald diese identifiziert und von den Schweizer Behörden frei gegeben worden seien. Die Regierung möchte die 22 toten Kinder und die 6 toten Erwachsenen möglichst in einer Aktion mit zwei «Herkules» Transportmaschinen C-130 repatriieren, sagte Verteidigungsminister Pieter De Crem.
10:52
0
Im Lauf des Tages können weitere verletzte Kinder aus dem Spital entlassen werden. Um 16 Uhr wollen die Walliser Spitäler genauer informieren.

Sechs der verletzten Kinder konnten bereits am Mittwochabend das Spital Visp verlassen. Sie hatten nur leichte Verletzungen erlitten.
10:25
0
Der belgische Premierminister Di Rupo kündigt einen Tag Staatstrauer an. Die genauen Modalitäten müssen noch festgelegt werden. Im belgischen Parlament wurde eine Kondolenzliste ausgelegt. Die Abgeordneten wollen heute während der Plenarsitzungen der Bus-Katastrophe gedenken.
10:04
0
«Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen weiter in alle Richtungen», teilt die Kantonspolizei Wallis auf Anfrage von 20 Minuten Online mit. Nach wie vor ist unklar, was den Unfall auf der A 9 bei Sierre ausgelöst hat.

Auch die angeordnete Autopsie der Leiche des Busfahrers würde noch Tage in Anspruch nehmen. Die Untersuchung soll klären, ob der Fahrer zum Unfallzeitpunkt gesundheitliche Probleme hatte.

09:52
0
Die ersten Angehörigen konnten offenbar ihre toten Kinder in der Leichenhalle sehen. Sie sollen diese bereits wieder verlassen haben.
09:37
0
Die Leichen der beim Unfall getöteten Kinder wurden gestern und heute in das Centre funéraire von Sion gebracht. Dieses befindet sich rund drei Kilometer vom «Hotel des Vignes» entfernt.
09:18
0
Vor dem «Hotel des Vignes» in Uvrier bei Sion ist ein Bus vorgefahren. Die Eltern der verunglückten Kinder haben dort die Nacht verbracht. Nach unbestätigten Meldungen, sollen die Eltern in dem Bus zu ihren verstorbenen Kinder gebracht werden.
08:23
0
Paul Bulcke, der belgische Geschäftsführer von Nestlé, hat die Nachricht vom Unglück mit grosser Bestürzung aufgenommen. «Als Belgier, der in der Schweiz lebt, berührt mich das Drama besonders, vor allem, da so viele Kinder unter den Opfern sind», sagte er der belgischen Zeitung «DeMorgen».
07:28
0
Der belgische Verteidigungsminister Pieter De Crem hat angekündigt, dass zwei Flugzeuge für die Rückführung der Todesopfer bereit stehen. Laut ihm wird Rückführung der Leichen noch am Donnerstag beginnen.
06:46
0
Für die Familien der Opfer war die vergangene Nacht wohl die schwerste ihres Lebens. Belgische Medien berichten von den menschlichen Schicksalen der Car-Tragödie. Während die Trauer bei den Eltern und Angehörigen der verstorbenen Kinder gross ist, ist die Erleichterung bei den Familien der Überlebenden immens.

Die überlebenden Kinder sind derweil in unterschiedlichem Zustand, wie nieuwsblad schreibt. Während die einen von den schrecklichen Ereignissen erzählen und über den Tod ihrer Freunde trauern würden, stünden andere immer noch unter Schock.
04:35
0
Ein Artikel des Korrespondenten der französischen Tageszeitung «Le Monde» sorgt in Belgien für Empörung: Der Autor zieht in seinem Text einen Vergleich zum Fall des belgischen Mörders und Kinderschänders Marc Dutroux. Seit dieser Affäre - und seit den Enthüllungen rund um pädophile Priester - sei man in Belgien besonders betroffen, sobald es um Kinder gehe. Lesen Sie hier den französischen Artikel im Wortlaut.
05:15
0
Der tragische Busunfall im Wallis ist in den Schweizer Tageszeitungen natürlich das grosse Thema: 20 Minuten titelt «Belgien weint um seine toten Kinder», der Tages-Anzeiger zitiert auf der Frontseite Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf («Wenn man ein Kind verliert, gibt es keine Worte») und die Headline der Aargauer Zeitung heisst «Das zertrümmerte Glück». Die NZZ spricht gewohnt nüchtern von der «Erschütterung über die Tragödie im Wallis», der «Blick» seinerseits hält die Frontseite ganz in Schwarz-Weiss und fragt in Form eines Kreuzes «Warum?».
Fehler gesehen?

Nach dem Busunglück bei Sierre VS mit 28 Toten hat Belgien für den Freitag Staatstrauer ausgerufen. Um 11 Uhr soll das Land in einer Schweigeminute der 22 toten Kinder und sechs toten Erwachsenen gedenken. Ihre Särge werden am Freitag in die Heimat geflogen.

Alle Opfer konnten bis am Donnerstagabend formell identifiziert werden. Spezialisten aus der Schweiz und Belgien hatten ohne Unterbruch daran gearbeitet, die Identifizierung der getöteten Kinder möglichst schnell abzuschliessen. Dies sagte die Walliser Polizei am Donnerstagabend vor rund 140 Journalisten an einer Medienkonferenz im Unfalltunnel.

Drei Kinder in kritischem Zustand

Belgien bot drei Flugzeuge auf, die noch am Donnerstagabend in Sion landen. Sie sollen die ersten Todesopfer des Busunglücks am Freitag nach Belgien zurückfliegen. Der zuständige Staatsanwalt wird die Leichen so schnell als möglich frei geben. Am Donnerstagabend durften die Maschinen wegen der Dunkelheit nicht mehr starten.

Drei der insgesamt 24 verletzten Kinder befinden sich zurzeit immer noch in einem kritischen Zustand. Sie werden im Lausanner Universitätsspital behandelt.

Acht Kinder konnten bereits am Donnerstag das Spital verlassen. Es handelt sich dabei um sechs Kinder aus dem Spital Visp und zwei aus Sion. Bevor sie jedoch am Donnerstag zurück in ihre Heimat flogen, wollten sie ihre verletzten Kameraden im Spital Sion besuchen.

Laut Florence Renggli, Mediensprecherin vom Spital Wallis, wurden über 50 Operationen an 16 Kindern durchgeführt. Insgesamt waren für die Betreuung der Kinder in den Spitälern im Wallis rund 150 Personen aufgeboten worden.

Eltern haben Kinder identifiziert

Einige Angehörige der Unfallopfer besuchten am Donnerstagmorgen den Unfalltunnel bei Sierre. Dort legten sie Blumen und Botschaften nieder. Von einer Autobahnbrücke aus filmten sie TV-Teams dabei. Zudem wurden die Familien in die Kapelle des Zentralfriedhofs in Sion geführt, in der die toten Kinder aufgebahrt sind. Die Mütter und Väter mussten ihre Kinder identifizieren.

Sie wurden die ganze Zeit von Polizisten abgeschirmt, wie ein Polizeisprecher sagte. Beim Verlassen des Hotels hielten einige Eltern Blumen und Botschaften in den Händen.

Bereits einen Tag zuvor hatten Bundespräsidentin Eveline Widmer- Schlumpf und der belgische Premierminister Elio Di Rupo einen Kranz niedergelegt.

Staatstrauer in Belgien

In Belgien rief Premier Elio Di Rupo für den Freitag Staatstrauer aus, wie er nach einer Kabinettssitzung in Brüssel mitteilte. Um 11 Uhr soll es im ganzen Land eine Schweigeminute geben. Auf dem Bundeshaus West in Bern und in den Walliser Gemeinden wehen die Flaggen auf Halbmast. Di Rupo verlangte von den Medien, die Privatsphäre der Opfer und der Angehörigen zu respektieren.

Die Walliser Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten wies Vorwürfe aus Belgien wegen der späten Benachrichtigung zurück. Die Rettung der Verletzten habe Vorrang gehabt. Zudem habe es Probleme mit der Passagierliste gegeben. Es sei nur eine Liste für alle drei Busse mit den heimreisenden Schulkindern an Bord vorhanden gewesen.

Papst Benedikt XVI. hielt in einem Beileidstelegramm an die belgische Regierung fest, er trauere mit den Hinterbliebenen und bete für sie und die Opfer. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettern.

DVD-Wechsel dementiert

Das Rätselraten um die Unfallursache hielt am Donnerstag an. Von offizieller Seite wurden keinerlei Erkenntnisse bekannt, die Ermittlungen liefen auf Hochtouren.

Medienberichte, wonach der Chauffeur eine DVD gewechselt haben soll, wurden von der belgischen Busvereinigung FBAA und der Unglücksbusbesitzerin Toptours zurückgewiesen. Die höher sitzenden Passagiere hätten keine Sicht auf den Fahrer. Die Walliser Kantonspolizei wies die Meldungen als Spekulation zurück.

Die Behörden gehen bislang von drei Thesen aus: technische Panne, menschliches Versagen oder ein akutes Gesundheitsproblem des Fahrers. Die genaue technische Untersuchung des Buswracks beginnt am Freitag.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) nimmt zudem die Tunnel- Baunormen unter die Lupe, wie ein Sprecher auf Anfrage der SDA sagte. Bereits am Donnerstag ist eine Arbeitsgruppe aus internen und externen Experten zur ersten Sitzung zusammengetreten. In die Kritik geraten sind die rechtwinkligen Mauern der Nothaltebuchten.

Heimfahrt in den Tod

Bei dem tragischen Busunfall prallte ein Reisecar am Dienstagabend um 21.15 Uhr in in einem Tunnel der A9 bei Sierre in eine Nothaltebucht. 28 Personen wurden getötet und 24 verletzt.

Unter den Toten sind 22 Schülerinnen und Schüler zweier Schulen in den belgischen Städten Lommel und Heverlee sowie alle 6 Erwachsenen an Bord. Die 12-jährigen Kinder waren auf der Rückfahrt aus den Skiferien im Wallis.

Am Mittwochnachmittag waren 116 Angehörige sowie Psychologen und ein Team mit Spezialisten für die Identifizierung der Opfer in die Schweiz geflogen. Auch Vertreter der belgischen Regierung trafen später in Sion ein. Während die Familien noch vor Ort blieben, reisten die Regierungsvertreter noch in der Nacht wieder nach Brüssel.

(fum/aeg/sek/rme/sda)


Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich bin auch Rettungssanitäter und war beim Crossairabsturz von Bassersdorf im Einsatz. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was die Retter mitansehen musste. Die schrecklichen Bilder werden einem ein Leben lang in Erinnerung behalten. Ich wünsche den Hinterbliebenen, den Verletzten und den Rettern viel Kraft. Sprechen kann helfen, aber es heilt nie das was man sah und geschah. – Andreas

Als Mutter zweier Kleinkinder bin ich zutiefst schockiert und unendlich traurig :(. Mir fehlen die Worte, zu schlimm und unfassbar ist dieser tragische Unfall. Ich will keine Schuldigen suchen, sondern mein Mitgefühl ausdrücken. Es gibt nichts Schlimmeres als sein(e) Kind(er) zu verlieren :(! Meine Gedanken sind bei den Eltern, Geschwistern und Freunde der Opfer, bei den Überlebenden, den Zeugen und den Helfern/Rettern. Ihnen allen wünsche ich viel Kraft in dieser traurigen, schwergen Zeit. Mit stillem Gruss – Andrea Mordasini, Bern

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft! Und an all die Menschen, die sich über Kleinigkeiten beschweren und ärgern: Denkt mal darüber nach, wie gut es und doch eigentlich geht! – Laura

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nadja S. am 16.03.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    28 Opfer

    Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin bis heute noch schockiert, was in diesem Tunnel geschehen ist und mir läuft es bei jedem Gedanken daran kalt den Rücken hinunter, aber es wird hauptsächlich (zumindest alle Artikel die ich bis jetzt gelesen habe) über die 22 Kinder berichtet. Was ist aber mit den 6 Erwachsenen? Nicht falsch verstehen, dass so junge Kinder ihr Leben verloren haben kann man in Worte nicht fassen, aber die Erwachsenen haben auch Familie und Angehörige. Die bitte nicht vergessen..

  • Andi am 15.03.2012 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht wirklich angenehm

    Als Vater möchte ich sagen: Das schlimmste an der ganzen Sache ist, wenn man an den Spielsachen der Kinder vorbeiläuft und man sieht noch das Fahrrad, die Kleider und all die anderen Sachen, das zieht einen so runter....

  • Christian Lötscher am 14.03.2012 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid

    Unfassbar!! Eine Tragödie.. Mein Beileid!. Diese Nischen sind Todesfallen, weil das Fahrzeug durch den meistens vorhandenen 90 Grad Winkel dort frontal zum Stillstand gelangen. Es gab schon mehrere Unfälle in der Schweiz. In meinen Augen küssten diese Konstruktionen verändert werden. Warum müssen wir so eine Erfahrung machen? Was ist da passiert? Nochmals mein Mitgefühl für alle! cl

Die neusten Leser-Kommentare

  • Timo am 16.03.2012 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Tunnel-Fahrspuren sind alle viel zu Eng

    Ferner sollten auch die erhöhten Seiten-Abschlussränder verschwinden.

  • Brigitte Muster am 16.03.2012 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Wallis

    Diese Tragödie ist einfach nur schrecklich und lässt einen kaum mehr los. Ich bin voller Bewunderung für alle involvierten Walliser, seien es Retter, Behörden oder einfach nur die ganz normale Bevölkerung, die irgendwie und irgendwo geholfen haben. Was das Wallis hier geleistet hat ist beispiellos und erfordert den allerhöchsten Respekt. Die Effizienz, mit der gearbeitet wurde ist beachtlich und die Diskretion, mit der die Angehörigen bedacht wurden habe ich noch nirgends erlebt. So traurig die Aufgabe auch war, es ist gelungen, innerhalb von nur 2 Tagen alle Opfer zu identifizieren. Chapeau.

  • Haati am 16.03.2012 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Das tut mir so Leid

    Das ist so schlimm, mir kommen schon die Tränen .. Für die Eltern war das bestimmt das schlimmste in ihrem Leben..

  • Andrea S. am 16.03.2012 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schwere Zeiten!

    Es ist schon tragisch: da befindet man sich auf einer Reise, freut sich auf das Wiedersehen mit Familie und Freunden und der gewohnten Umgebung, und dann wacht man in einem Spital wieder auf - mit schwersten Verletzungen... Wenn man sich das so vorstellt.

  • Fruchtjoghurt am 16.03.2012 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Ich wünsche allen Beteiligten (Familie, Freunde, Angehörige, etc.) viel Kraft um das ganze zu verarbeiten!! Das sind schreckliche Bilder und es erschüttert mich jedes mal, wenn ich daran denke oder einen Artikel lese. Und noch ein grosses Lob an die Rettungskräfte, welche alles gegeben haben. Es muss schwer sein, wenn Kinder vor deinen Augen sterben und du auch als Rettungssanitäter nichts dagegen machen kannst.