Was für ein Wrack!

07. Mai 2012 18:13; Akt: 07.05.2012 18:13 Print

Die Tsunami-Harley ist schon unterwegs

Nach dem japanischen Tsunami trieb ein Motorrad über den Pazifik bis nach Kanada. Nun tritt es die Rückreise zu seinem Besitzer an. Neue Bilder zeigen die schweren Schäden an dem Chopper.

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Diese wurde nach dem Erdbeben vom 11. März 2011 in der japanischen Provinz Miyagi ins Meer gerissen und trieb rund 5000 Kilometer bis an die kanadische Küste. Dieses Bild ging um die Welt: Die japanische Harley , nachdem sie der Hobby-Treibgutsammler Peter Mark Mitte April 2012 in einem angespülten Lastwagencontainer entdeckt hatte. Neue Bilder zeigen die an der Maschine. war das Motorrad dem Salzwasser ausgesetzt. Die will die Maschine wieder instandsetzen ... ... und sie dann , zurückgeben. Dieser hatte bei der Katastrophe vom 11. März 2011 drei Familienangehörige verloren. Anfang Mai 2012 wurde die Harley von der kanadischen Insel Haida Gwaii transportiert. Hier wird sie für den Transport zurück nach Japan bereitgemacht. Von Langdon aus wird sie in die Hafenstadt Victoria gebracht ... ... und in Victoria wird sie verschifft werden. Entdeckt wurde die Harley auf der kanadischen Insel Haida Gwaii (A), danach wurde sie nach Langdon in der Nähe der Hafenstadt Victoria (B) transportiert. In Kürze tritt sie die Rückreise in die japanische Provinz Miyagi (C) an. So hat Peter Mark die Harley gefunden: Völlig verrostet in einem Lastwagencontainer. Hier ein Bild aus besseren Tagen: Die Harley, aufgenommen von seinem Besitzer Ikuo Yokoyama vor dem Tsunami in Japan. Die bisher angespülten Güter der Erdbebenkatastrophe in Japan waren nur die Vorhut. treiben noch im Meer Richtung Westen. Sie befinden sich innerhalb der schwarzen Linien. Im gepunkteten Bereich ist die höchste Konzentration. Das Treibgut wird im Herbst 2013 an der kanadischen und US-amerikanischen Küste ankommen.

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Mitte April machte der Hobby-Treibgutsammler Peter Mark auf der kanadischen Insel Haida Gwaii eine spektakuläre Entdeckung. In einem angespülten Lastwagen-Container fand er eine Harley Davidson Night Train mit japanischen Kennzeichen. Da das Nummernschild immer noch lesbar war, dauerte es nicht lange, bis die japanischen Behörden den Besitzer ausfindig gemacht hatten. Er heisst Ikuo Yokoyama und wohnt in der Provinz Miyagi.

Ein Jahr lang dem Salzwasser ausgesetzt

Der Lastwagen mit dem Motorrad wurde vom Tsunami am 11. März 2011 ins Meer gerissen. Danach trieb der Container mit dem Töff rund 5000 Kilometer von Japan und zur kanadischen Provinz British Columbia. Über ein Jahr lang war die Harley dem Salzwasser ausgesetzt. Neu veröffentlichte Bilder zeigen die massiven Rostschäden an der Maschine.

Unter all den Gegenständen, die nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami an der kanadischen und US-amerikanischen Westküste angespült wurden, war die Harley der bisher spektakulärste Fund. Ebenfalls Mitte April war in Alaska ein Fussball aufgetaucht, der dem 16-jährigen Misaki Murakami gehörte. Und Ende März trieb ein unbemannter japanischer Fischtrawler vor der westkanadischen Küste. Dieser wurde mittlerweile versenkt.

Im Herbst 2013 kommt die Trümmerwelle

Doch das Treibgut ist erst die Vorhut. Es wird vermutet, dass immer noch rund anderthalb Millionen Tonnen Material im Meer treiben. Vor allem Güter, die tief unter der Wasseroberfläche schwimmen, bewegen sich sehr langsam. Modellberechnungen der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) gehen davon aus, dass ein Trümmerfeld von über 4000 Kilometer Länge und 1000 Kilometer Breite unterwegs ist. Es dürfte im Herbst 2013 die kanadische Provinz British Columbia und die US-Staaten Oregon, Washington und Alaska erreichen.

Die Harley wurde mittlerweile von der Fundstelle auf der Insel Haida Gwaii nach Langdon transportiert. Hier wird sie für die Rückreise vorbereitet. Danach kommt sie in die nahegelegene Hafenstadt Victoria, von wo aus sie in den nächsten Tagen per Schiff zurück nach Japan gebracht wird.

Der japanische Ableger der Firma Harley Davidson will die Maschine laut dem Newsportal LFPress.com kostenlos wieder instandstellen, bevor sie dem Besitzer Ikuo Yokoyama zurückgegeben wird. Eine gute Nachricht und auch ein kleiner Trost für den Japaner, der in der Katastrophe drei Familienangehörige verloren hat.

(kmo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • baba am 07.05.2012 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    besser neu

    harley würde ihm lieber eine neue Maschine seiner Wahl schenken als das alte Ding wieder flott zu machen....

  • Vigi am 07.05.2012 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja was nun?

    Lag sie im Sand wie in dem einen Bild oder doch im Container wie auf dem anderen?

  • davit's son am 07.05.2012 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    strand? container?

    Wieso gibt es ein Bild wo sie am Strand halb eigegraben liegt wenn sie doch eigentlich in einem Lastwagencontainer gefunden wurde?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rölle am 08.05.2012 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Alteisen um die Welt

    Verstehe nicht ganz wieso man den schrott nicht in Kanada wegwerfen kann?

    • Barbara Trachsel am 09.05.2012 17:50 Report Diesen Beitrag melden

      Kohle winkt..

      Weil dann niemand Werbung damit machen könnte..

    einklappen einklappen
  • Wayne E Trigger am 08.05.2012 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn's ein Designer gemacht hätt' ...

    Sieht geil aus, ich will dieses Design auch! :)

  • Vigi am 07.05.2012 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja was nun?

    Lag sie im Sand wie in dem einen Bild oder doch im Container wie auf dem anderen?

  • koni tanner am 07.05.2012 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verfassung des Motorrades 

    das Rost beim Hinterrad sieht farblich sehr schöna aus. Allgemein der Töff ist in sehr guter Verfassung zu sehen

  • baba am 07.05.2012 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    besser neu

    harley würde ihm lieber eine neue Maschine seiner Wahl schenken als das alte Ding wieder flott zu machen....