Von Hunden angegriffen

29. Januar 2019 08:32; Akt: 29.01.2019 18:50 Print

Die einsamste Ente der Welt ist tot

Auf einer kleinen Insel mitten im Südpazifik lebte die Ente Trevor. Er war der Einzige seiner Art – und eine kleine Berühmtheit.

Einzige Ente auf der Insel: Enten gehören eigentlich gar nicht zur lokalen Fauna. Video: Tamedia/AFP
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Die «einsamste Ente der Welt» ist tot: die männliche Stockente namens Trevor, die ganz allein auf der kleinen Pazifikinsel Niue lebte, sei am Wochenende Opfer eines Hundeangriffs geworden, hiess es auf der Facebook-Seite der Insel.

Trevor war den Einheimischen ein Rätsel. In unseren Breitengraden kommen Stockenten häufig vor. Nicht so aber auf den isolierten Inseln des Südpazifiks. Auf Niue, die in der Nähe von Tonga und etwa 2400 Kilometer nördlich von Neuseeland liegt, gab es jedoch keine Enten. Bis im Januar 2018 Trevor auftauchte.

Eine Pfütze und drei Mitbewohner

Doch wie ist er dorthin gekommen? Aus Neuseeland oder Australien? Laut Experten ist die Distanz zu gross. Möglich ist etwa, dass Trevor als blinder Passagier auf einem Boot oder durch einen Sturm auf die Insel gekommen ist.

Viel Zeit, um sich einzuleben, brauchte die Ente nicht. Einheimische brachten ihr regelmässig Hafer, Mais oder Kohl. Schnell war Trevor bekannt wie ein bunter Hund und hatte auch bald eine eigene Facebook-Seite. Die Koralleninsel Niue besitzt keine natürlichen Teiche oder Feuchtgebiete.

Feuerwehrleute füllten eine Pfütze regelmässig mit Wasser auf, um für Trevor ein Zuhause zu schaffen. Dort lebte er in Harmonie mit drei Mitbewohnern: einem Huhn, einem Hahn und einer Wekaralle, einer einheimischen Vogelart.

Die einsamste Ente der Welt ist tot

Parlamentspräsident war Namenspatron

Zum Namenspatron der Ente wurde Neuseelands Parlamentspräsident Trevor Mallard. Mallard heisst auf Englisch Stockente. Auf Trevors Facebook-Seite sprach Mallard nun den Einwohnern von Niue im Namen aller neuseeländischen Abgeordneten sein Beileid zum Tod der «einsamsten Ente der Welt» aus.

Die Chefin der örtlichen Handelskammer, Rae Findlay, sprach von «traurigen Zeiten»: Trevor habe sowohl die 1600 Einwohner als auch die jährlich 9000 Inselbesucher «bezaubert», sagte sie dem australischen Sender ABC.

«Selbst der Hahn, die Hühner und die Wekaralle wirkten heute etwas verloren, als sie um die fast schon weggetrocknete Pfütze spazierten», fügte Findlay hinzu.

(kat/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • maa met huet am 29.01.2019 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    schade um das Tier

    Hunde? Wilde, oder hat sich der Besitzer der Tiere zu diesem Unglück gemeldet? Aber ja.......wen es so wäre, kennen wir die Antwort ja bereits.

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  • egal am 29.01.2019 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig aber wahr

    Hier würde so ein nicht heimisches Tier ganz offiziell getötet werden. Traurig aber wahr.

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  • kletterpunk am 29.01.2019 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade Shui den einsamem

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michelle am 29.01.2019 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jaja

    So ist die Natur. Aber wenn Menschen sowas tun, ist es egal, spass, zum schutz der Menschen oder was auch immer.

  • James am 29.01.2019 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sabberthölen grillen

    Flinte ist geladen, auf zur Hundejagd

    • Michelle am 29.01.2019 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @James

      Du trägst bestimmt Leder und isst Fleisch oder hast zu 100% irgendetwas tierisches im Auto, Velo usw. Benütze die Kugel also besser anders ;)

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  • Walter am 29.01.2019 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Die Ente war ja sowieso einsam.

  • Sabine am 29.01.2019 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oje

    Nicht nur Wölfe wie man immer sagt sonder auch Hunde können so brutal sein.Ich bin mir nicht sicher ob immer ein Wolf am Werk war wenn Schafe gerissen wurden;da

    • Jörg Frei am 29.01.2019 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sabine

      was heisst können? tiere kann man nicht kontrollieren punkt ist so!!!

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  • Heidi Heidnisch am 29.01.2019 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Robinson

    Wer wird wohl im 20 Minutes den Nachruf schreiben, wenn der letzte Mensch auf einer Insel ausstirbt?

    • Dani B. am 29.01.2019 18:51 Report Diesen Beitrag melden

      ganz klar

      Die Zeitungsente. --- Aber, liebe Heidi, leg den Stummel mal für ein paar Tage weg.

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