Festtags-Horror

23. Dezember 2011 12:17; Akt: 23.12.2011 12:19 Print

Die zehn No-gos zum Weihnachtsfest

Weihnachten ist ein höchst emotionales Fest. Doch die besinnliche und glückliche Zeit kann schnell in einem Meer aus Tränen versinken, wenn gewisse Grundregeln missachtet werden.

Bud freut sich über seine Spielkonsole (Video: YouTube/cweems094)
Zum Thema
Fehler gesehen?

So wie im Video oben sollte es sein. Ein Vater (YouTube-User «cweems094») fuhr nach eigenen Angaben sechs Stunden, um eine Spielkonsole zu organisieren. «Das war es wert», kommentiert er die Reaktion seines Sohnes, als dieser echte Freude zeigt. Leider lauern an Weihnachten aber auch diverse Gefahren, welche das Fest so richtig vermiesen können. Hier die Top-10 der absoluten No-gos zum Weihnachtsfest.

10. Nicht nur die Kerzen anzünden

Ihr Advents-Kranz ist es bereits; in wenigen Wochen wird auch ihr Weihnachtsbaum so trocken sein wie der diesjährige November. Dann reicht ein Funke und die Wohnung steht innert Sekunden in Vollbrand. Die Grundregeln sind eigentlich bekannt: Kerzen nie unbeaufsichtigt abbrennen, einen Eimer Wasser bereitstellen und den Baum nicht erst im Sommer entsorgen.



(Video: YouTube)


9. Diät machen

Auf die Figur zu achten ist eine gute Sache. Fondue Chinoise mit Light-Saucen, Weight-Watcher-Guezli und Wasser statt Wein nehmen dem Fest allerdings jegliche Feierlichkeit. Der gute Geschmack kann allerdings auch in die gegenteilige Richtung strapaziert werden.



(Video: epicmealtime.com)


8. Abwesend sein, wenn die Kinder vor Freude weinen

Wenn Sie zu den Glücklichen zählen, die in ihrer Verwandtschaft dankbare Kinder haben, dann belohnen Sie sie mit ihren Wunschgeschenken – und sich selber mit ihren Reaktionen darauf. Dankbarkeit am Telefon ist einfach nicht dasselbe.



(Video: YouTube)


7. Stillosigkeit und Intoleranz

Auch wenn das Weihnachtsfest zur Konsumorgie verkommt, ist dies kein Grund, Stil und Würde komplett zu ignorieren. Elfen mit Hundeköpfen, die mit den Stimmen der Chipmunks «Jingle Bells» singen, müssen nicht sein. Andererseits ist ein bisschen Toleranz gegenüber Muttis Michael-Bublé-CD nicht falsch.



(Video: YouTube)


6. Die Altersempfehlung missachten

Alles zu seiner Zeit. Das gilt auch fürs Schenken. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.



(Video: YouTube)

5. Geschenke auf den letzten Drücker kaufen …

Die legendäre Schlacht um das Wunschgeschenk des Kindes wurde in «Versprochen ist versprochen» mit Arnold Schwarzenegger verfilmt. Die Story kommt nicht von ungefähr. Tumultartige Szenen in den Einkaufshäusern gehören trotz Internet-Shopping jedes Jahr zum Weihnachtsfest.



(Video: YouTube)



(Video: YouTube)


4. Zu viel Alkohol

Noch bringt in der Schweiz das Christkind die Geschenke. In den USA ist das der Job von «Santa» - und langsam drängt er auch auf den hiesigen Markt. Kinderarbeit hin oder her - wenigstens erscheint das Christkind nicht betrunken zur Arbeit.




3. Techno und Weihnachtslichter

Auffallen um jeden Preis. Beim Anblick dieser Bilder lassen vor allem die Stromkonzerne die Korken knallen. Ob die Nachbarn diese Freude teilen?


(Video: YouTube)


(Video: YouTube)

2. Krimskrams vom Autohersteller

Ein neues Auto kann durchaus ein tolles Geschenk sein. Verzichten Sie aber auf jeglichen Krimskrams, den Autohersteller noch so zum Verkauf anbieten. Damit ersparen sie der oder dem Beschenkten viel Gespött.


(Video: TopGear/YouTube)

1. Mit den Gefühlen der Kinder spielen

Um den Kreis zum Beginn der Story zu schliessen: Spielen Sie nicht mit den Gefühlen der Kinder. Irgendwann werden sie ihren letzten Willen erfüllen. Und vielleicht erinnern sie sich dann wieder an die Schachtel voll mit Winterkleidern, die eigentlich eine Spielkonsole versprach. In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!


(Video: YouTube)

(tog)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Skeptiker am 24.12.2011 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kehrseite von Weihnachten

    Wen der kommerzielle Rummel an Weihnachten stört, könnte ja etwas vorausdenken (normalerweise kommt das Christkind nicht überraschend) und sich das ganze Jahr über Gedanken machen, was er seinen Lieben schenken will, und es schon rechtzeitig besorgen. Dann spart man sich die Rumrennerei zu einer Zeit, in der alle anderen unterwegs sind. Freitags und Samstags in den Lebensmittelabteilungen hätte man auch meinen können, uns stehe eine Belagerung bevor. Diese Völlerei widert mich am meisten an.

  • Michael Palomino (*1964) am 23.12.2011 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Feuerpolizeilich

    Es ist ganz klar so, dass mehr als 3 Kerzen in einem Raum feuerpolizeilich eigentlich schon verboten sein sollten. Und brennende Kerzen an einem Baum sollten absolut verboten sein. Man kann ein Fest wirklich besser gestalten als mit so viel Feuergefahren. Aber jede Zivilisation macht sich ihre Gefahren selber.

    einklappen einklappen
  • Yves Gamper am 23.12.2011 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brandgefahr

    Wahnsinn wie schnell eine Wohnung Brennen kann

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steiner Rita am 26.12.2011 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Frohe Weihnachten - wie erbärmlich!

    Wenn ich das Video "mit den Gefühlen der Kinder spielen" sehe und wie sich die "Teilnehmer" über die bodenlose Enttäuschung eines Kindes lustig machen, finde ich einfach nur erbärmlich!

  • Skeptiker am 24.12.2011 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kehrseite von Weihnachten

    Wen der kommerzielle Rummel an Weihnachten stört, könnte ja etwas vorausdenken (normalerweise kommt das Christkind nicht überraschend) und sich das ganze Jahr über Gedanken machen, was er seinen Lieben schenken will, und es schon rechtzeitig besorgen. Dann spart man sich die Rumrennerei zu einer Zeit, in der alle anderen unterwegs sind. Freitags und Samstags in den Lebensmittelabteilungen hätte man auch meinen können, uns stehe eine Belagerung bevor. Diese Völlerei widert mich am meisten an.

  • Frauchen am 23.12.2011 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt die Toleranz?

    Ich bin jetzt 22. Früher kam jährlich das Christkindli bei uns vorbeigeflattert. Und das, obwohl wir alle Atheisten sind. Einfach weil es schön war, mit der Familie zusammen zu sein und ein Ritual zu haben. Jede Religion feiert sein eigenes Fest und die Geburt des eigenen Gottes, wie kann man da behaupten, etwas sei das einzig Wahre? So unterschiedlich wie der Mensch ist, so unterschiedlich sind die Kulturen, der Glaube und die Gründe für ein Fest wie Weihnachten. Ich vermisse die Toleranz, von Gläubigen und Nichtgläubigen beiderseits. Hauptsache ist doch, man ist gesund und zufrieden.

    • Hans Huber am 24.12.2011 18:37 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      "Geburt des eigenen Gottes". Seit wann ist an Weihnachten Gott geboren??? hahaha ich würd nochmals lernen!

    • Chris K. am 25.12.2011 03:42 Report Diesen Beitrag melden

      Weihnachten ist nicht die Geburt Gottes

      Weihnachten ist allerdings viel älter als das Christentum. Das erkennt man auch daran, dass der geschmückte Weihnachtsbaum und andere Weihnachtstraditionen wenig mit der Bibel zu tun haben. Jeder soll feiern, wie er will. Für mich ist Weihnachten eine uralte Feier, um die öden erntelosen Wintermonate gut zu überstehen und der Baum eine Erinnerung, dass der Frühling wieder kommen wird. Sonst gebe ich Ihnen allerdings absolut recht.

    einklappen einklappen
  • Anton Spichtig am 23.12.2011 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Weihnacht

    Weihnacht ist ein traditionell christliches Fest, demnach ohne Christbaum und Kerzen, ohne Geschenke aus dem Einkaufszentrum und ohne Schnee, genau wie damals in Bethlehem. "Gläubige" die dieses Fest ohne Symbole nicht feiern können, sind unglaubwürdig.

    • B. Holzer am 23.12.2011 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Glaubwürdig

      Einmal jemand der mir aus dem Herzen spricht!

    • Weisser Wolf am 23.12.2011 22:21 Report Diesen Beitrag melden

      Die Tradition ist viel älter

      Weihnachten ist nicht nur christlich, sondern ist auf den Mithraskult zurück zu führen. Mithra ist am 24. Dezember von der jungfräulichen Erde geboren worden, und ist von Hirten gefunden worden. Das passierte 14 Jahrhunderte vor Christi Geburt.

    • Claus Winter am 25.12.2011 03:51 Report Diesen Beitrag melden

      @ Weisser Wolf

      Das ist nicht gesichert. Wahrscheinlich ist, dass verschiedene heidnische Feste zu einer Weihnacht zusammengefasst wurde, oder die Übernahme eines von Zahlreichen Wintersonnenwenden-bräuche ist. Tatsache ist allerdings, dass die Christen ihre Kirche auf heidnischen Kirchen bauten, ihre Symbolik u.a. von Ägyptern übernahmen und Ihre feste im Zuge der Missionierung an lokale Heidenbräuche anpasste. Sozusagen um die Heidnischen Ursprünge in Vergessenheit geraten zu lassen. Also die Götter stufenweise zu ersetzen.

    • Till Sitter am 26.12.2011 10:01 Report Diesen Beitrag melden

      Christlich

      Wahrlich eine christliche Aussage. Können Sie in das Herz anderer schauen ? Und entspricht es der Lehre jenes Mannes den Sie preisen, andere zu verurteilen und sie als unglaubwürdig darzustellen, wegen Äusserlichkeiten ?

    • Bernhard Keiser am 26.12.2011 17:18 Report Diesen Beitrag melden

      Herzen

      @Till Sitter: Herzen welche materiell orientiert sind (Geschenke), sind leicht zu durchschauen.

    einklappen einklappen
  • Christian Biber am 23.12.2011 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    Daneben

    Leben und Leben lassen! Mir ist egal wie jemand anderer Weihnacht feiert, oder es sein lässt. Ich persönlich bevorzuge den traditionellen Stil. Was aber für mich ein "No-go" ist, sind die sinnlosen Anglizismen welche sich in die Sprache hineingeschlichen haben. Frei nach dem Motto: Hast Du nicht gescheites zu sagen, sag es auf Englisch. If you Know wath i mean?`PS. Mir ist die Ironie meiner Worte durchaus bewusst!