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12. Juli 2014 00:26; Akt: 12.07.2014 00:26 Print

Dieser Pianist lässt sich einfliegen

Der Pianist Stefan Aaron hat einen sieben Meter langen Alu-Teppich bauen lassen, um unter einem Helikopter hängend sein nächstes Konzert zu spielen.

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Das nächste Konzert des deutschen Pianisten Stefan Aaron wird mit Sicherheit ein ungewöhnliches: Am Montag, dem 21. Juli, wird Aaron auf einem fliegenden Teppich in den Münchner Flughafen einschweben. Der Musiker sitzt dann samt Instrument auf einer Aluminium-Konstruktion, die mit mehreren 40 Meter langen Seilen an einem Helikopter hängt.

Das originelle Szenario soll dicht am Besucherhügel des Münchner Flughafens vorbeischweben, um danach auf dem Vorfeld West zu landen. Dort soll das Konzert schliesslich stattfinden.

Das Konzert ist das vierte seiner «Orange Piano Tour». Für jedes Konzert sucht sich der Pianist einen weiteren gewagten Schauplatz aus: So spielte er bereits in 4206 Metern Höhe auf dem Alphubel in Saas-Fee, auf der chinesischen Mauer und auf einer Felsplattform in Norwegen.

Es geht um die Musik und nicht um den Stunt

Wie es zum Teppich-Projekt kam, erklärt Aaron in einem Interview mit «Spiegel Online». «Ich bin mit einer Zeichnung zu einem Schlosser gegangen und habe gefragt, ob er mir so etwas bauen kann», sagt er. Der Handwerker baute daraufhin eine 270 Kilo schwere, sieben Meter lange und drei Meter breite Alu-Plattform, die an einen Teppich aus Tausendundeiner Nacht erinnert.

Angst hat der offenbar schwindelfreie Aaron nicht. «Das Piano ist festgeschraubt, mein Sitz auch. Und dann bin ich noch angeschnallt, mit Gurten, wie sie auch Fallschirmspringer benutzen.» So spektakulär die Show auch sein mag, eines steht für Aaron im Mittelpunkt: «Die Musik, nicht nur der Stunt.»

(kle)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vorname / Name am 12.07.2014 06:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hubschrauberlärm

    Fragt sich ob man da noch was hören kann, bzw. das Konzert geniessen.

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  • Ein Musiker am 12.07.2014 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufmerksamkeitserreger

    Nun, es gibt auch so ähnliche Unternehmungen die Sinn machen, wie zB. alte Musik in Burgen und Kathedralen zu spielen, wo sie so tönt wie zur der Zeit als sie komponiert wurde. Hier geht es aber nur um das Spektakel, nicht um die Musik, ausserdem sind solche Performances längst nichts mehr Neues.

  • Anna am 12.07.2014 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm...

    Ist bestimmt schön... Da kommt mir Reinhard May in den Sinn: .... mit dem Summen der Motoren! Das müsste Rotoren heissen. Dazu noch die Brise! Ich bin sicher, ein unvergessliches Erlebniss! :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Karajan am 14.07.2014 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfug zulasten der Kunst

    Verwechselt hier nicht jemand seine Profilneurose mit Auftritt? Und den "Wohlklang" eines Helikopters mit Musik?

  • Nancy am 13.07.2014 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Titel!

    Dort heisst es, " ....schwebend das Konzert spielen" und im text heisst es, mit Heli einfliegen und dann spielen... Klavierkonzert draussen geht eh nicht ohne Lautsprecher. Spielt der Pianist so schlecht, dass er so Aufmerksamkeit braucht

  • This am 13.07.2014 02:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gestimmt

    Bestimmt live gespielt und das klavier ost 100% (nicht) stimmrein nach den umzügen

  • kurt am 12.07.2014 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    CO2 Bilanz jagt PR Fiasko

    wie schlimm muss es um die klassische musik bestellt sein das man solche ein PR fiasko anrichten muss? nicht nur das diese aktion soviel schadstoffe in die luft blässt das einem der sinn ganz vernebelt wird, auch der lärm und die tatsache das die zuhörer dann sicher etwas vom band vorgespielt bekommen macht einen nachdenklich. aber was sag ich, in einer degenerierenden gesellschaft in denen smartphone-zombie die weltherrschaft an sich gerissen haben und glauben steven s. habe einen dino erschossen muss wohl auch noch das sein.

    • Silvia Belp am 12.07.2014 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      Spinnerei

      Kein Wunder, dass das Wetter spinnt, die Menschen machen das schon längst vor.

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  • Anna am 12.07.2014 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm...

    Ist bestimmt schön... Da kommt mir Reinhard May in den Sinn: .... mit dem Summen der Motoren! Das müsste Rotoren heissen. Dazu noch die Brise! Ich bin sicher, ein unvergessliches Erlebniss! :-)

    • Reinhard May am 12.07.2014 21:35 Report Diesen Beitrag melden

      Über den Wolken, muss die Freiheit

      wohl grenzenlos sein!

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