Indonesien

16. Juli 2018 18:16; Akt: 17.07.2018 09:28 Print

Dorfbewohner schlachten 292 Krokodile ab

In einem Dorf im indonesischen Teil Neuguineas wurde ein Mann von einem Krokodil getötet. Seine Angehörigen rächten sich grausam an den Artgenossen des Tieres.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Aus Rache für den Tod eines Nachbarn haben Dorfbewohner im indonesischen Teil der Insel Neuguinea fast 300 Krokodile abgeschlachtet. Der Mann war am Freitag von einem Krokodil getötet worden.

Nach seiner Beerdigung zog die Menschenmenge zur Farm, auf der die Tiere gezüchtet wurden. Dann brachten sie nach Angaben der örtlichen Behörden 292 Tiere um. In Westpapua – dem indonesischen Teil Neuguineas – stehen Krokodile unter Schutz.

Polizei konnte Massaker nicht stoppen

Das Online-Nachrichtenportal Detik berichtete, dass der getötete Mann nach seinem Vieh sehen wollte. Dann sei der 48-Jährige von einem Krokodil aus der nahegelegenen Farm angegriffen worden.

Bei der Beerdigung am Samstag seien dann die Emotionen hochgekocht. Mehrere Hundert Menschen seien zur Farm gezogen und hätten alle Tiere mit Messern, Hämmern und sonstigem Werkzeug abgeschlachtet. Die Polizei war angeblich nicht in der Lage, das Massaker zu stoppen.

Nach Angaben der Farmbetreiber beträgt der finanzielle Schaden umgerechnet mehr als 29'000 Franken. Die Krokodilfarm war seit 2013 mit offizieller Erlaubnis der Behörden in Betrieb.

(chi/sda)