New Jersey

30. März 2011 21:49; Akt: 31.03.2011 11:12 Print

Drogen-Malbücher abgefangen

Drogen schmuggeln ist alles andere als ein Kinderspiel. Dies bewiesen US-Knastis auf anschauliche Art und Weise.

Fehler gesehen?

Wie kommen wir zu Drogen? Um diese Frage drehten sich jeweils die Gespräche von Zachary Hirsch, Charles Markham und Paul Scipione im Hof des Gefängnisses von Cape May im US-Bundesstaat New Jersey. Das Trio sitzt dort wegen verschiedener Delikte ein. Dann die zündende Idee: Die Drogen sollten in Kindermal­büchern in den Knast gelangen. Ausgemalt würden sie mit einer kolorierten Paste aus Suboxone. Diese Substanz wird oft bei der Behandlung von Heroinsüchtigen verwendet und gilt als gefährlich.

Gedacht, umgesetzt und von den Komplizen ausserhalb der Gefängnismauern in einem Päckli an die Knastis geschickt. Und da waren die Absenderinnen kreativ. Sie schrieben mit nachgemachter Kinderschrift «Für den lieben Papi». Dumm nur, dass die Sache aus der Sicht der Behörden rechtzeitig bekannt wurde. Irgendjemand muss Hirsch, Markham und Scipione verpfiffen haben. Die Drogengemälde wurden jedenfalls abgefangen und Markhams Mutter eingebuchtet. Die zweite Komplizin ist untergetaucht.

Im Gefängnis von Cape May ist man Stolz auf die Vereitelung des Schmuggels. Sheriff Gray Schaffer: «Ich mache diesen Job jetzt schon bald seit 38 Jahren – so ­etwas habe ich aber noch nie erlebt.»