Weltpremiere

18. Januar 2018 15:47; Akt: 18.01.2018 15:52 Print

Hier rettet eine Drohne zwei Teenager in Seenot

Erst gerade in Betrieb genommen – und gleich brilliert: Mithilfe einer Drohne konnten zwei auf dem Meer treibende Jugendliche gerettet werden.

Praktisch: Die in die Drohne eingebaute Kamera hat den ersten lebensrettenden Einsatz von «Little Ripper» aufgezeichnet.
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Vor der Ostküste Australiens, bei Lennox Head, sind ein 15- und ein 17-Jähriger fast einen Kilometer aufs offene Meer hinausgetrieben worden. Wegen hoher Wellen und der starken Strömung schafften sie es nicht mehr aus eigener Kraft an den Strand zurück.

Strandgänger alarmierten den Rettungsdienst. Als der Alarm einging, waren Rettungsschwimmer gerade dabei, sich mit der Drohne «Little Ripper» bekannt zu machen. Diese war im Rahmen eines Hai-Abwehr-Projekts des Bundesstaates New South Wales erst gerade in Betrieb genommen worden.

Schwimmhilfe abgeworfen

Jai Sheridan, Leiter der dortigen Rettungsschwimmer und «Rettungsschwimmer des Jahres 2017» von New South Wales, habe sofort reagiert und die Drohne «innert Minuten» zu ihrem ersten Einsatz gesteuert.

Über den Schwimmern warf sie dann eine aufblasbare Schwimmhilfe ab, an die sich die erschöpften Jugendlichen klammern und wieder ans Ufer zurückpaddeln konnten.

Dreimal länger ohne Drohne

«Sie sind erschöpft, aber wohlauf», sagte ein Sprecher der Rettungsdienste. «Sie haben dank der Drohne überlebt. Wegen der rauen See wäre kaum ein Boot zu ihnen durchgekommen.» Ohne die Drohne hätte es bei diesen Bedingungen leicht dreimal so lange gedauert, bis man die beiden Teenager hätte erreichen können.

«‹Little Ripper› hat sich heute grossartig bewährt», so Rettungsschwimmer Sheridan. Die Drohne sei ein erstaunlich effizientes Gerät, und es mache «grosses Vergnügen, sie zu fliegen».

Nach Angaben der australischen Behörden war es weltweit das erste Mal, dass Schwimmer auf diese Art und Weise gerettet werden konnten.

(gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bienenmensch am 18.01.2018 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr schön was Positives über Drohnen

    Sehr schön mal etwas positives von dem Drohnen bzw copter zu lesen

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  • Stefan M. am 18.01.2018 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    da stimmt was nicht

    "fast einen Kilometer aufs offene Meer"? Für mich sieht das wie 50 Meter aus?! Aber super Idee mit der Drohne - kann viele Leben retten.

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  • Der Hobby-Philosoph am 18.01.2018 16:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dinge sind neutral

    Drohnen wie auch alle anderen Dinge z.B. Sackmesser, Internet, TV können "positiv" oder "negativ" gebraucht werden. Der Mensch entscheidet, wozu er ein bestimmtes Ding einsetzt. Ein Ding ist per se moralisch und ethisch neutral.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mas am 19.01.2018 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fake

    Scheint mir inszeniert. Die personen sind ja zudem auch sehr nah am strand. Aufs offene meer hinausgetrieben sieht anders aus. Aber toll wenns hilft.

  • Phil Krill am 19.01.2018 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... misslungen

    ... das sieht eher nach einer Übung aus. Die Drohne weiss schon genau in welcher Entfernung zum Strand die " zu Rettenden" sind. Der eine im Neopren-Anzug weiss schon, dass eine Schwimmhilfe abgeworfen wird. Er ist auch der aktivere Part in diesem Video. Und von erschöpft sehen die Bewegungen bei beiden nicht aus. Sollte die Distanz zum Strand 1 km sein, dann stehen dahinter riiiiesen Bäume. Die Grund-Idee und dass es machbar ist mit einer Drohne Leben zu retten ist natürlich sensationell. Nur der Versuch es hier alls "zum ersten Mal" zu verkaufen ist irgendwie misslungen ...

  • Australopithecus am 18.01.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt

    Ziemlich guter Wurf. Und mal keine Haie im Wasser.

  • Böse Zunge am 18.01.2018 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Ein solches System könnte man ja auch in der Schweiz installieren. So könnte man z.B. auch Seen und Flüsse welche nicht über eine Wasserrettung verfügen damit ausrüsten und anschliessend die Drohen von der Notrufzentrale aus steuern...

  • SD1980 am 18.01.2018 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer kann mir antworten?

    Bin kein Drohnenspezialist. Sind 1km Reichweite Sich Standard? Oder mussten sie doch mit einem Boot der Drohne folgen?

    • Nick am 18.01.2018 22:53 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Problem

      Schon mittelgroße Drohnen (ich nutze eine DJI Mavic Pro) können problemlos so weit fliegen und die Fernsteuerung reicht auch noch weiter.

    • Henä am 19.01.2018 06:16 Report Diesen Beitrag melden

      2.5 kM

      Meine Drohne hat eine Reichweite von 2500 Meter. Diese Weite kann nur mit FPV (Brille oder Bildschirm)geflogen werden, da du die Drohne nicht mehr von Auge sehen würdest. Ist in der Schweiz grundsätzlich ohne entsprechende Bewilligung verboten. Das ist auch gut so, weil es bedarf grosser Übung.

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