Vulkankette Caulle

17. Juni 2011 08:52; Akt: 17.06.2011 09:30 Print

Ein Bad im Aschesee

Eine 30 Zentimeter dicke Ascheschicht erschwert derzeit den Menschen in Patagonien den Alltag. Besonders beeindruckend ist dabei der graue Belag auf dem argentinischen See Nahuel Huapi.

Ein Taucherlebnis der anderen Art. (Quelle: YouTube)
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Patagonien versinkt geradezu im Aschestaub. Über die Landschaft Argentiniens hat sich ein dünner Film gelegt – auch auf dem See Nahuel Huapi. Das grau-flockige Naturschauspiel weckt die Experimentierfreude der Anwohner.

So haben argentinische Taucher ein spektakuläres Video veröffentlicht. Es zeigt, wie ein Mann durch die schwer wabernde Aschemasse im Nahuel Huapi watet. Er wagt sich vorsichtig etwas weiter in den See hinein. Seine Kollegen warnen: «Pass auf, das ist wie Treibsand.» Plötzlich taucht der Mann unter – und verschwindet ganz.

Was auf dem Video wie Sand aussieht, ist in Wirklichkeit Vulkanasche der chilenischen Vulkankette Caulle, die am 4. Juni ausgebrochen ist und mit ihrer Asche seither für grosse Beeinträchtigungen im benachbarten Argentinien sorgt. Eine bis zu 30 Zentimeter hohe Ascheschicht fiel in einem Umkreis von 40 Kilometern, vor allem in den argentinischen Städten Bariloche und Villa La Angostura. Zudem lähmte die Asche den Flugverkehr bis nach Australien. Geologen der chilenischen Regierung rechnen weiterhin mit verstärkten Ausbrüchen des Cordon Caulle.

Der Taucher erfüllt übrigens keinen Auftrag und sucht nicht etwa nach versenkten Fahrrädern – es geht ihm schlicht um das Erlebnis, in einem Meer aus Asche zu tauchen.

Hier liegt der Nahuel Huapi


(kle)