Gefährliche Selfies

18. April 2019 14:51; Akt: 18.04.2019 14:51 Print

Studentin stürzt für perfektes Foto von Fels

Eine Studentin posierte auf einer Reise zu den Ozarks für ein Foto, dann fiel sie 30 Meter in die Tiefe.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die 20-jährige Andrea Norton stürzte beim Hawksbill Crag im Ozark Nationalpark im US-Staat Arkansas 30 Meter in die Tiefe. Die Studentin der Umweltwissenschaften befand sich auf einem Ausflug mit ihrer Klasse, als sie sich für ein Foto etwas zu weit an den Abgrund wagte. 61 Nothelfer arbeiteten sich zu ihr vor; sie konnten aber nur noch ihre Leiche bergen.

Wie «CNN» berichtet, geschah der Unfall am Sonntagmorgen. Die Klasse der Briar Cliff University in Sioux City in Iowa war mit ihrem Professor unterwegs. Der Dozent soll die Wanderung zum beliebten Aussichtspunkt Hawksbill Crag seit 20 Jahren organisieren. Der Blick vom Fels über dem Abgrund und das bewaldete Tal ist beeindruckend.

Norton posierte laut Polizeibericht für ein Foto. Auf der Suche nach der perfekte Aufnahme ging sie noch einen Schritt weiter und verlor den Halt. «Es ist ein spektakulärer Ort, aber ein Stolpern oder ein Fehltritt können aus einem grossartigen Tag ganz schnell einen tragischen machen», sagt der Sheriff von Newton County, Glenn Wheeler.

Ihr Volleyball-Team findet keinen Trost: «Andrea war Nummer 22 auf dem Feld, die Nummer eins in unseren Herzen», schrieben die Spieler auf Twitter.


Laut einer Studie des All India Institute of Medical Sciences starben zwischen 2011 und 2017 weltweit 259 Menschen bei Selfies. Todesursache Nummer eins sind Verkehrsunfälle gefolgt von Stürzen aus der Höhe.

(kle)