«Mars500»

15. Februar 2011 14:08; Akt: 15.02.2011 14:59 Print

Ein weiterer Schritt für die Menschheit

Die Crew des «Mars500»-Experimentes ist nach 250 Tagen ihres virtuellen Raumfluges auf dem roten Planeten gelandet und hat ihn erstmals erkundet.

(Video: YouTube/RT)
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Nachdem drei Astronauten am Samstag mit einer Landekapsel auf der simulierten Marsoberfläche gelandet sind, haben der Russe Alexandr Smoleevskiy und der Italiener Diego Urbina den ersten Ausflug auf dem roten Planeten gewagt. «Europa hat während Jahrhunderten die Erde erforscht, angeführt von Menschen wie Columbus und Magellan», meinte Diego Urbina zu Beginn seines Spaziergangs auf dem Mars. Für den ersten Forschungsrundgang auf dem zehn mal sechs Meter grossen Grundstück wurden ihnen noch keine allzu schwierigen Aufgaben gestellt. Sie mussten lediglich ihre Fahnen aufstellen, ein paar Erdproben von dem nachgestellten Mars entnehmen und schliesslich noch das Magnetfeld messen. Für diese Mission benötigten sie eine Stunde und zwölf Minuten.

Weitere Ausflüge geplant

Der nächste Ausgang auf dem roten Planeten ist am 18. Februar geplant. Der Chinese Wang Yue wird dann mit Alexandr Smoleevskiy aus der Landekapsel treten. An der letzten Mission, am 22. Februar, werden wieder Smoleevskiy und Urbina unterwegs sein. Die drei Astronauten leben während der ganzen Zeit, das heisst 16 Tage lang, in der kleinen Landekapsel, die gerade mal 6,3 mal 6,17 Meter misst. Viel Bewegung dürften sie während der Zeit kaum haben.

Das Schwierigste steht noch bevor

Den psychologisch schwierigsten und zugleich auch interessantesten Teil des Experimentes werden die insgesamt sechs Astronauten noch zu überwinden haben: Nachdem es am 1. März wieder zur Erde zurück geht und die Vorfreude auf den Mars entschwunden ist, muss die Mannschaft eine eintönige «interplanetarische Vergnügungsreise» auf sich nehmen, ohne einen Höhepunkt – wie die Landung auf dem roten Planeten – vor Augen zu haben. Ihre achtmonatige Reise zurück nach Hause müssen sie wohl mit viel Spielen, Twittern oder sonstigen Ablenkungen überbrücken.

(mgi)