Lauf der Natur

18. Februar 2011 20:59; Akt: 21.02.2011 10:57 Print

Elefant innert «Sekunden» aufgefressen

Ein ausgewachsener Elefant wiegt mehrere Tonnen. Doch wenn er in der Wildnis stirbt, verschlingen ihn Aasfresser innert kürzester Zeit und lassen nur einen Haufen Knochen zurück.

Was hier im Zeitraffer dargestellt ist, dauerte in Wirklichkeit sieben Tage. Dann waren vom Elephanten nur noch Knochen übrig. (Video: Channel 4)
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In einem Elefanten befinden sich schätzungsweise sechs Millionen Kalorien - genug, um einen Menschen über acht Jahre zu ernähren. Doch im Tsavo West National Park in Kenia brauchten wilde Tiere gerade einmal sieben Tage, um einen toten Dickhäuter in einen Haufen Knochen zu verwandeln, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin «New Scientist».

Die einzigartigen Aufnahmen stammen vom britischen Fernsehsender «Channel 4», der im Rahmen eines Dokumentarfilms untersuchte, was mit einem Elefanten passiert, wenn er in seiner natürlichen Umgebung stirbt. Die Forscher interessierte vor allem, welche Tierarten sich vom Kadaver ernähren. Auf den Aufnahmen fanden sie Geier, Hyänen, Leoparden und Insekten, die Tag und Nacht an den Überresten zehrten.

Für das Filmteam eröffnete sich diese aussergewöhnliche Möglichkeit, nachdem ein Tierarzt einen jungen Elefanten einschläfern musste, den Wilderer zuvor tödlich verwundet hatten. Um eine natürliche Tötung vorzutäuschen und damit Aasfresser zum Kadaver zu locken, verbreiteten sie Geräusche eines Löwens, der einen Elefanten angreift. Daraufhin zogen sie sich in einen getarnten Beobachtungspunkt zurück und filmten den natürlichen Lauf der Dinge.

Herausgekommen ist ein beindruckender Dokumentarfilm, «Der Elefant: Das Leben nach dem Tod».

(kri)