Fotograf in Dubai

01. Januar 2016 13:37; Akt: 01.01.2016 16:38 Print

Er hängt am brennenden Hotel und filmt sich dabei

Er hätte das Silvesterfeuerwerk am Burj Khalifa fotografieren sollen. Stattdessen geriet er in den Brand im Address Downtown und überlebte spektakulär.

Salamat sa belt, cable wire, sa civil defense, mga kaibigan at sa Dios.

Posted by Dennis Borja Mallari on Freitag, 1. Januar 2016

Der Fotograf Dennis Mallari filmt, wie er an der Seite des brennenden Address Downtown Hotels in Dubai hängt. (Video: facebook.com/dennis.mallariphotographer)

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Am Silvesterabend stand in Dubai ein Luxushotel in Flammen: Für einen Fotografen im 48. Stock des «Address Downtown Hotel» war es der dramatischste Jahreswechsel seines Lebens. «Eine Stunde, dann war's das, dann bin ich tot», dachte der Reporter, als er in schwindelerregender Höhe an einem Seil von einem Balkon hängend ausharrte.

Salamat sa belt, cable wire, sa civil defense, mga kaibigan at sa Dios.

Posted by Dennis Borja Mallari on Freitag, 1. Januar 2016

Das Feuer in dem 63-stöckigen Wolkenkratzer hatte ihm den Fluchtweg abgeschnitten, als er Fotos vom Silvester-Feuerwerk über der imposanten Stadt des Emirats machen wollte. Geistesgegenwärtig befestigte er ein Seil einer Arbeitsbühne für Fensterputzer, die nahe seinem Zimmer vor der Fassade hing, an seinem Gürtel und seiner Ausrüstung, und wagte die halsbrecherische Aktion – während nur zehn Meter neben ihm das Feuer brannte und er ständig fürchtete zu ersticken.

Eine halbe Stunde über dem Abgrund

«Ich hatte Angst, dass ich durch den Rauch kollabieren würde», sagte der Mann. Über das Handy habe er seine Kollegen gebeten, die Rettungskräfte zu alarmieren. Mehr als eine halbe Stunde dauerte es, bis die Retter kamen. Als er Lichter sah und Schritte hörte, machte er sich durch Klopfzeichen bemerkbar. Diese Neujahrsnacht werde er nie vergessen. Er sei noch immer «voller Adrenalin», sagte der Mann nach seiner Rettung mit zittriger Stimme.

Insgesamt wurden bei dem Feuer, das in mehreren Etagen wütete, 16 Menschen verletzt. Das «Address Downtown Hotel» steht unweit des höchsten Wolkenkratzers der Welt, des Burj Khalifa.

(ofi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • clclcl am 01.01.2016 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Wahnsinnig. So viel Glück!

  • Trummler am 01.01.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Draufgänger

    Ja, der "tut was" für seinen Job. Ich bin aber wohl nicht der einzige, der sich fragt, was in ihm wohl vorgegangen war, oder? und ob er nicht irgendwie doch Angst verspürt hat oder seine Berufsfaszination zu einem "Kurzschluss" geführt und er seine "natürlichen Instinkte" vergessen hat?

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  • Brettel Architekten Cooperativ am 02.01.2016 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Brand - gefährlich?

    Warum werden in Dubai Wolkenkratzer aus brennbaren Baustoffen errichtet? Die Verkleidung sollte nur aus Glas oder Blech bzw. Stahl bestehen. Die Hitzeisolierung / Wärmedämmung kann auch aus brandsicheren Materialien z. B. aus Glasfaser sein.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Brettel Architekten Cooperativ am 02.01.2016 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Brand - gefährlich?

    Warum werden in Dubai Wolkenkratzer aus brennbaren Baustoffen errichtet? Die Verkleidung sollte nur aus Glas oder Blech bzw. Stahl bestehen. Die Hitzeisolierung / Wärmedämmung kann auch aus brandsicheren Materialien z. B. aus Glasfaser sein.

  • der Russe am 01.01.2016 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Komisch dass das Gebäudi nicht auch wie die WTC Türme zusammen krachte ;-)

    • Urs.li am 01.01.2016 18:36 Report Diesen Beitrag melden

      wiso interessant

      für die Statik des Gebäudes ist es ein riesen Unterschied ob es flächig auf ganzen Etagen brennt oder "nur" ein Brandsektor und anscheinend hat das Bauliche Brandkonzept funktioniert und schlimmeres verhindert. Dazu kommt noch dass es sich bei den WTC Türme um Stahlbau Konstruktionen gehandelt hat wogegen das Address eine Stahlbeton Konstruktion ist. Und zu guterletzt wurde das Gebäude auch nicht durch ein Linienflugzeug in der tragenden Struktur beschädigt.

    • Brave am 01.01.2016 19:57 Report Diesen Beitrag melden

      Mutiger Mann

      Dort wurden auch Bomben gezündet. Die Stahlkonstruktion hätte gehalten.

    • Urs.li am 01.01.2016 20:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Brave

      Dort, in den WTC Gebäuden wurde gar nix gezündet uns schon gar keine Bombe. Das brauchte mann auch garnicht. Stahlträger haben ab ca. 500°C nur noch etwa 50% der Tragfähigkeit, jedes Grad mehr schwächt die Träger, bis die Konstruktion schlieslich in sich zusammenbricht. Bei WTC 1 und 2 waren durch den Einschlag der Flugzeuge zusätzlich die tragenden Aussenwände aus VA2 Stahl Blech zerrissen und eingedrückt und das fast über die gesammte Gebäude Breite. Mangelnde, zerstörte Brandisollierung der Stahlwerkkonstruktion trug den Rest bei.

    • Urs.li am 01.01.2016 20:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Brave zum 2ten

      Und die anderen Gegäude wurden durch Trümmeer der beiden Türme und Flugzeuge beschädigt und oder haben lange gebrannt. Auch dort, nix von Bomben. Es brennen alljährlich Stahlbauhallen und bei fast allen verbiegen sich die Stütz und Dachträger bis die Halle einbricht und das lange bevor Stahl schmilzt. 1976 brannte die Stahlbauhalle der Vinora in Jona SG, ein Stützträger steht als Mahnmal immer noch vor dem Feuerwehr Depo in Rapperswil-Jona, das Brandgelände ist immer noch verseucht und zur versiegelung Abgedeckt.

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  • Lucky Luke am 01.01.2016 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Das wäre doch mal was für den nächsten Bachelor Challenge?

  • Trummler am 01.01.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Draufgänger

    Ja, der "tut was" für seinen Job. Ich bin aber wohl nicht der einzige, der sich fragt, was in ihm wohl vorgegangen war, oder? und ob er nicht irgendwie doch Angst verspürt hat oder seine Berufsfaszination zu einem "Kurzschluss" geführt und er seine "natürlichen Instinkte" vergessen hat?

    • facepalm am 01.01.2016 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      artikel gelesen? da steht ja eigentlich:

      - zu was in ihm vorgegangen war/natürlichen instinkten/berufsfaszination: "...Geistesgegenwärtig befestigte er ein Seil ... an seinem Gürtel und seiner Ausrüstung..." - ob er angst verspürt hat: "...Ich hatte Angst, dass ich durch den Rauch kollabieren würde." sämtliche fragen beantwortet. oder?

    • Rainer B. Trug am 01.01.2016 14:37 Report Diesen Beitrag melden

      Hirneinschalten

      Der Instinkt sagt entweder kämpfe oder fliehe. Er hat es wohl vorgezogen, für sein Leben zu kämpfen..

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  • clclcl am 01.01.2016 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    Wahnsinnig. So viel Glück!