«Mr. Handcuffs»

03. Juli 2014 14:31; Akt: 03.07.2014 14:32 Print

Er tötete seine Sklavinnen beim Sadomaso-Sex

Im US-Staat Wisconsin tauchten vor einigen Wochen zwei Koffer mit Frauenleichen auf. Wenig später wird ein ehemaliger Polizist mit eine Vorliebe für Sadomaso-Sex verhaftet.

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Im Sadomaso-Milieu war Steven Zelich aus West Allis, Wisconsin, als «Mr. Handcuffs» («Herr Handschellen») bekannt. Auf diversen Kontaktportalen suchte er nach «Sex-Sklavinnen für Verknechtung, Hörigkeit, Gefangenschaft und Animalisierung». Die Kandidatinnen sollten «idealerweise für eine Käfig-Situation» offen sein.

Anfang Juni entdeckten Bauarbeiter hinter dem Gebüsch einer Autobahn bei Town of Geneva zwei Koffer mit Frauenleichen. Die Körper waren nackt, eine der Frauen hatte eine Schlinge um den Hals und einen Gummiball im Mund.

Die Ermittler konnten anhand eines zahnmedizinischen Abgleichs die Identität der beiden Opfer klären: Die 21-jährige Jenny Gamez aus Cottage Grove, Oregon, war im Jahr 2012 verschwunden. Die 37-jährige Laura Simonson aus Farmington, Minnesota, war seit dem 23. November 2013 nicht mehr lebend gesehen worden.

Keine Beweise für Mordanklage

Die Ermittlungen führten rasch zu Zelich. Der Ex-Polizist hatte Gamez und Simonson über eine Sadomaso-Website kennen gelernt. Augenzeugen hatten zudem gesehen, wie Simonson mit Zelich in ein Hotel gegangen war. Am Tag danach sei er jedoch allein aus dem Zimmer gekommen.

Vergangenen Freitag wurde der 52-Jährige festgenommen. Zelich wurde zunächst beschuldigt, die Leichen der Frauen in den Koffern versteckt zu haben. Der Polizei fehlten jedoch die Beweise, um ihn wegen Mordes anzuklagen.

Opfer waren leichte Beute

Das war nicht mehr nötig: Kurz nach seiner Festnahme gestand der Mann, die Frauen umgebracht zu haben. Wie «The Journal Sentinel» schreibt, habe Zelich der Polizei erzählt, dass Pannen beim Sadomaso-Sex zum Tod der Frauen geführt habe. Der Sex sei einvernehmlich gewesen, betonte er jedoch. Er habe die Leichen zunächst in seiner Wohung und später in seinem Auto gelagert. Schliesslich habe er die Koffer entsorgt.

Sowohl Gamez wie auch Simonson waren leichte Beute für Zelich. Die junge Jenny Gamez war bei Pflegefamilien aufgewachsen. Erst kürzlich hatte sie nach einer tiefen Lebenskrise ins Leben zurückgefunden und machte Pläne für ihre Zukunft. Laura Simonson hatte kein einfaches Leben. Die siebenfache Mutter hatte psychische Probleme. Eine ihrer Töchter hatte sie kurz nach ihrem Verschwinden als vermisst gemeldet.

(kle)