Erdbeben auf Lombok

29. Juli 2018 03:25; Akt: 29.07.2018 10:26 Print

«Leute rannten aus den Zimmern, Panik brach aus»

Auf der Insel Lombok in Indonesien hat sich ein starkes Erdbeben ereignet. Auch Leser auf Bali haben es gespürt.

Einwohner flüchten vor einem Nachbeben auf der indonesischen Insel Lombok. (Video: Tamedia/Storyful)
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Bei dem Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sind am Sonntag nach neuen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Etwa 40 weitere Personen wurden verletzt, wie die indonesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Mehrere Tote bei Erdbeben in Indonesien

Da noch nicht alle Informationen vorlägen, werde die Opferzahl voraussichtlich weiter steigen, hiess es. Mehrere Menschen starben in den Trümmern ihrer Häuser. «Es war ein sehr starkes Beben», sagte Gouverneur Zainul Majdi.


Dutzende von Häusern wurden bei dem Beben entweder zerstört oder schwer beschädigt, sagte Sutopo Nugroho, Sprecher der nationalen Zivilschutzbehörde. Gegenwärtig werde noch die Lage vor Ort sondiert. «Unser Hauptaugenmerk ist jetzt, den Opfern zu helfen und Leben zu retten.»

Ob auch Touristen unter den Todesopfern sind, ist unklar. Mindestens zwei Feriengäste aus Spanien wurden nach einem Erdrutsch verletzt. «Während dem Erdbeben fielen Steine ​​auf sie», sagte Karyadi, der wie viele Indonesier nur einen Familiennamen hat wie viele Indonesier.

Ein Leser-Reporterin meldet sich aus Kuta im Süden von Lombok. «Das Erdbeben hat uns sehr unsanft aus dem Schlaf geweckt», schriebt sie per Whatsapp. «Die Leute rannten aus den Zimmern, leichte Panik brach aus.» Inzwischen habe sich die Lage aber wieder entspannt.

Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben des nationale Geophysikalischen Instituts etwa 47 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Mataram in einer Tiefe von 24 Kilometern. Zuvor hatte die US-Erdbebenwarte USGS eine Tiefe von gut sieben Kilometern angegeben.

Touristen auf Bali aufgeschreckt

Lombok liegt östlich von Bali. Das Beben war auch auf der bei Urlaubern beliebten Insel zu spüren. «Das Erdbeben hat uns aus dem Schlaf geweckt», schreibt Leserin Manuelle. Kurz darauf habe sie ein Nachbeben gespürt. «Das war aber keineswegs so beängstigend, wie das erste Beben.»

Wie Nachrichtenagenturen melden, verliessen viele Touristen fluchtartig ihre Hotelzimmer und brachten sich in Sicherheit.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stossen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort daher besonders häufig. Erst im Januar waren bei einem Beben der Stärke 6,0 auf der indonesischen Insel Java mehrere Menschen schwer verletzt und dutzende Häuser beschädigt worden.

(chk/sda)