Arizona

13. Juni 2011 13:39; Akt: 13.06.2011 13:52 Print

Erste Erfolge im Kampf gegen Waldbrand

Die gewaltigen Buschfeuer im US-Staat Arizona halten weiter an. Immerhin erzielte die Feuerwehr erste Erfolge. Evakuierte Menschen konnten wieder nach Hause zurück.

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Die Feuerwehr im US-Staat Arizona hat bei ihrem Kampf gegen seit Tagen anhaltenden riesigen Buschfeuern Fortschritte erzielt.
Mit behördlicher Erlaubnis durften rund 7000 Bewohner der von den Feuern bedrohten Städte Springerville und Eagar wieder nach Hause zurückkehren.

Feuerwehrteams blieben vor Ort in Bereitschaft für den Fall weiterer Feuerausbrüche. Für die zurückkehrenden Bewohner stelle der Waldbrand «allerdings keine Gefahr mehr dar», erklärte Sheriff Webb Hogle. Für ältere und gesundheitlich angeschlagene Bürger sowie Kleinkinder gelten jedoch weiterhin offizielle Warnungen, sich von Rauch fernzuhalten.

Hoffnungsschimmer

Am Sonntag äusserten sich die Feuerwehrleute trotz erstarkender Winde und einer bisherigen Eindämmung von nur sechs Prozent der Feuer optimistisch. Bei der Bekämpfung des 1795 Quadratkilometer grossen Flammeninfernos entlang der Grenze zu New Mexico sei Boden gut gemacht worden, hiess es.

«Wir bleiben weiter dran», erklärte der Einsatzleiter Jerome Macdonald. «Wenn man bedenkt, was wir vor nur zwei Tagen zu bewältigen hatten, sind wir nun viel zuversichtlicher», sagte er. «Wir stehen vor einer Wende.»

Behörden warnen

Wegen der hohen Rauchkonzentration durch den gewaltigen Waldbrand im US-Staat Arizona haben die Behörden mittlerweile auch die Anwohner im benachbarten New Mexico vor Gesundheitsgefahren gewarnt.

So lag die Zahl der winzigen Russpartikel im Osten Arizonas am Samstag fast 20 Mal über dem empfohlenen Grenzwert. Zwar waren die Werte im Vergleich zum Vortag deutlich gesunken, die Experten konnten aber nicht ausschliessen, dass sich die Lage noch einmal verschlechtert.

Die einmal in die Lunge eingeatmeten winzigen Partikel könnten sowohl zu einer kurzfristigen, wie auch zu einer langfristigen Gefahr für die Gesundheit werden, sagte Mark Shaffer von der Umweltschutzbehörde Arizonas.

Riesige Zerstörung

Seit seinem Ausbruch am 29. Mai hat der Brand mehr als 1895 Quadratkilometer Wald vernichtet - fast 300 Quadratkilometer allein an einem Tag. 491 Gebäude wurden zerstört. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Das Feuer ist bereits jetzt das zweitgrösste in der Geschichte des Staates und könnte das Rodeo-Chediski-Feuer von 2002 noch übertreffen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mark Thompson am 13.06.2011 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Brandstifter lebenslänglich wegsperren!

    Feuer In Arizona und in anderen Staaten der USA gehören zu der Natur und sind nicht nur schädlich. Schädlich hingegen ist die Brandstiftung und Unachtsamkeit von den Leuten. Leider sind die Feuer dieses Mal von Brandstiftern gelegt worden. Für solche Leute hilft nur lebenslängliches Wegsperren!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mark Thompson am 13.06.2011 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Brandstifter lebenslänglich wegsperren!

    Feuer In Arizona und in anderen Staaten der USA gehören zu der Natur und sind nicht nur schädlich. Schädlich hingegen ist die Brandstiftung und Unachtsamkeit von den Leuten. Leider sind die Feuer dieses Mal von Brandstiftern gelegt worden. Für solche Leute hilft nur lebenslängliches Wegsperren!

    • Andre Müller am 13.06.2011 18:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Mark

      Und Sie glauben wirklich das es Brandstifter waren?

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