Wegen Unterschlagung

24. Juni 2011 22:53; Akt: 24.06.2011 22:58 Print

Ex-Medienmagnat Black wieder ins Gefängnis

Der wegen Betrugs verurteilte britische Medienmagnat Conrad Black muss zurück ins Gefängnis. Ein US-Gericht in Chicago entschied, dass Black eine Reststrafe von 13 Monaten absitzen müsse.

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Der britische Medienmagnat Conrad Black muss wieder ins Gefängnis. (Bild: Reuters)

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Der gebürtige Kanadier mit britischer Staatsbürgerschaft war im Juli 2007 zu ursprünglich sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er gemeinsam mit drei Mittätern gut 60 Mio. Dollar zu Lasten der Aktionäre des Konzerns Hollinger International unterschlagen haben soll. Gegen das Urteil hatte sich Black zur Wehr gesetzt.

Der Oberste US-Gerichtshofs stellte im Juni 2010 schliesslich fest, dass im Prozess gegen Black ein Gesetz zur Verfolgung von Firmenchefs, die Aktionäre hintergehen, zu weit ausgelegt worden war. Der frühere Konzernmanager kam daraufhin gegen eine Kaution von 2 Mio.Dollar auf freien Fuss, während die Justiz seinen Fall erneut verhandelte.

Nun verurteilte das Chicagoer Gericht den 66-Jährigen auf der Grundlage abgespeckter Vorwürfe zu 42 Monaten Haft. Abzüglich der 29 Monate, die Black bereits im Gefängnis verbrachte, bleibt eine Reststrafe von 13 Monaten.

Black war zeitweise der drittgrösste Zeitungsherausgeber der Welt. Zu seinem Imperium gehörten Zeitungen wie der Londoner «Daily Telegraph», die kanadische «National Post», die «Jerusalem Post» und die «Chicago Sun-Times». Der Medienmagnat umgab sich gern mit Politikern und Stars und pflegte einen aufwändigen Lebensstil.

(sda)