Augenoperation

28. Juni 2011 23:12; Akt: 28.06.2011 23:32 Print

Experten warnen vor Implantat

Eine neue Augenfarbe gefällig? Eine höchst umstrittene Schönheitsoperation findet ihren Weg in die Schweiz.

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Für 10 000 Franken pro Auge kann man seine Augenfarbe ändern lassen – laut Experten ist diese Operation aber äusserst riskant.

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In einer Augenklinik im Kanton Genf kann man sich nun in 30 Minuten eine neue Augenfarbe verpassen lassen. Der Patient muss nur zwischen den Farben Dunkelblau, Hellblau und Grün wählen, dann wird in einer Operation ein Implantat an der Iris des Auges festgemacht. Der Kostenpunkt: 10 000 Franken pro Auge.

Das Angebot mag für einige verlockend sein, doch sind die Risiken derart hoch, dass jetzt die Behörden aktiv werden: «Wir fordern von der Klinik genaue Auskünfte über die OP und haben die Angelegenheit bis auf Bundesebene gehoben», so der Genfer Kantonsarzt Jacques-André Romand am Westschweizer Radio. Die möglichen Folgen des Eingriffs reichen von chronischen Entzündungen über Katarakte bis hin zum Verlust des Augenlichts. Anderswo, etwa in Frankreich, ist er bereits verboten.

Für Tarek Shaarawy, Augenarzt am Genfer Universitätsspital, ist klar: «Ich verstehe nicht, wie jemand aus rein kosmetischen Gründen eine so riskante Operation durchführen kann.»

(amr/20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 29.06.2011 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Berufsehtik ade !

    Geld stinkt nicht Herr Dr. Tarek Shaarawy das ist das Problem !

  • Peter Meier am 29.06.2011 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    für das Portemonnaie der Ärzte

    Da das Krankenkassenprämien verteuern könnte, muss das sofort verboten werden. Unnütze Operationen sind auf jeden Fall ein Fehler. Für die Patienten - nicht für das Portemonnaie der Ärzte. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

  • Christian Fuhrer am 29.06.2011 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative

    Alternativ kann man auch auf farbige Linsen ausweichen... ist sowieso günstiger und risikoärmer....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fairtrade am 03.07.2011 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Mir wird übel..

    Mir wird's übel, wenn ich lesen muss, wie die IV Leistungen der Spitex für die Pflege von schwerbehinderten Kinder streicht, aber die KK's kommen dann für Folgeschäden solch abartiger Beauty-OP's auf. Kränker gehts nimmer!

  • Peter Meier am 29.06.2011 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    für das Portemonnaie der Ärzte

    Da das Krankenkassenprämien verteuern könnte, muss das sofort verboten werden. Unnütze Operationen sind auf jeden Fall ein Fehler. Für die Patienten - nicht für das Portemonnaie der Ärzte. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

  • Momo am 29.06.2011 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist etwa genauso dämlich

    wie das sog. Augentattoo. Wer sich sowas machen lässt (Implantat oder Tattoo) ist selber schuld, wenn er nachher Probleme hat. Und dann rennt man zum Arzt und die KK muss bezahlen - gaeht's noch?

  • Hans am 29.06.2011 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Berufsehtik ade !

    Geld stinkt nicht Herr Dr. Tarek Shaarawy das ist das Problem !

  • Christian Fuhrer am 29.06.2011 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative

    Alternativ kann man auch auf farbige Linsen ausweichen... ist sowieso günstiger und risikoärmer....