Mitbegründer Chris Hughes

10. Mai 2019 11:00; Akt: 10.05.2019 11:00 Print

«Es ist Zeit, Facebook zu zerlegen»

Facebook sei zu gross und Zuckerberg zu mächtig. Ein Gründungsmitglied des Unternehmens spricht Klartext.

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Chris Hughes war von Anfang an dabei: Vor 15 Jahren gründete er zusammen mit Mark Zuckerberg das soziale Netzwerk Facebook. Ein paar Jahre später hat er das Unternehmen verlassen und behauptet, seine letzten Aktien bereits im Jahr 2012 verkauft zu habe. Nun meldet er sich in der «New York Times» mit einem klaren Statement zu Wort: «Es ist Zeit, Facebook zu zerlegen.»

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Er behauptet, das Unternehmen sei zu gross und Zuckerberg zu mächtig geworden. Schuld daran seien die Inkorporationen von Instagram und Whatsapp. Damit werde jeglicher Wettbewerb in der Branche erstickt. Hughes fordert daher, dass die Dienste wieder voneinander getrennt werden und der Staat Facebook in den nächsten Jahren Neuzukäufe verbietet.

«Es benötigt neue Internetregeln»

Laut Hughes kann Zuckerberg ausserdem vollkommen eigenständig über Facebook-Algorithmen entscheiden und somit beeinflussen, was Nutzer auf ihrem Feed zu sehen bekommen. Das sei äusserst problematisch.

Der Kommunikationsleiter von Facebook, Nick Clegg, reagiert auf die Anschuldigungen. Er sagt aus, dass man sich bewusst sei, dass der grosse Erfolg auch grosse Verantwortung bedeute. «Es kann allerdings nicht sein, dass ein erfolgreiches US-Geschäft aufgrund dieser Verantwortung zerschlagen wird.» Viele eher benötige es die Einführung neuer Internetregeln. Dem stimme auch Zuckerberg zu.

Der Facebook-Chef soll sich diese Woche mit Politikern treffen. Unter anderem steht eine Zusammenkunft mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron an.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • giorgio1954 am 10.05.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kontrolle

    Wo er Recht hat, hat er Recht. Facebook ist aber Teil des grossen Plans der grossen Brüder, um die Menschheit zu überwachen, kontrollieren und wo nötig zu steuern.

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  • Mr. Spock am 10.05.2019 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist alles nur so mächtig

    Wie wir es machen und wollen

  • Pierre am 10.05.2019 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Da wird der US-Geheimdienst wohl

    auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Er wird kaum eines seiner erfolgreichsten Projekte grundlos gefährden wollen ...... weiss der Chris Hughes dies denn nicht?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Neon am 11.05.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz vergessen

    bei diesen ganzen Berichten muss ich mich gleich mal bei Facebook einloggen..

  • Felix W am 11.05.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Stossend

    Es ist absolut stossend, dass Leute wie Herr Zuckerberg derart mächtig geworden sind, dass sie den Staaten ihre Sicht und das Mass der Verantwortung, das sie selber tragen wollen, selber definieren und dabei noch Gehör finden und von einzelnen Staatschefs sogar höchst persönlich empfangen werden. Dieses Treffen mit Macron wird zur gleichen Posse verkommen, wie der Auftritt Zs vor dem Kongress und in der EU.

  • Sara Long am 11.05.2019 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    in Wirklichkeit braucht das niemand!

    Ich hatte, habe & werde nie ein Insta, Facebook, Twitter Account Anlegen: Ist doch nur alles Kontrolle und oberflächlich!!! Eigentlich braucht das niemand aber wir leben in einem Zeitalter der Virtuellen sucht!!!!

  • welch Widerspruch am 10.05.2019 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei jedem Bericht

    Hier liest man viele Kommentare, die auch Whatsapp verteufeln. Gleichzeitig wirbt dieses Blatt seit Wochen für Whatsapp in eigener Sache.

  • Musketier555 am 10.05.2019 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaufen Verkaufen

    Benutze Facebook eigentlich nur noch als Kauf und Verkaufsportal.