Australischer Hochschuldozent

09. März 2017 20:59; Akt: 09.03.2017 20:59 Print

Falscher Justin Bieber lockt Kinder in Porno-Falle

Ein Australier gab sich jahrelang als Justin Bieber aus, um Kinder dazu zu bringen, nackt für ihn zu posieren. Insgesamt geht es um 931 Fälle von Kindesmissbrauch.

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Ein Hochschuldozent aus Brisbane in Australien soll sich auf Facebook und Skype jahrelang als Popstar Justin Bieber ausgegeben haben, um von Kindern und Jugendlichen freizügige Bilder zu ergattern. Mit seiner perfiden Masche gelang es Gordon C. (42), Kinder dazu zu bringen, ihm einschlägige Fotos zuzuschicken oder auch für ihn zu posieren.

Der Mann, der an der Queensland University of Technology in Brisbane an der australischen Ostküste Rechtswissenschaft unterrichtet hatte, war nach Angaben des «Telegraph» bereits im November festgenommen worden.

Bei der Durchsuchung seines Computers wurde weiteres belastendes Material sichergestellt. Die Anklage wurde um 931 weitere Fälle erweitert. Ihm wird Besitz kinderpornografischen Materials zur Last gelegt.

Opfer aus den USA und Deutschland

Nach Angaben der Ermittler missbrauchte der falsche Justin Bieber mindestens 157 Kinder, sowohl Mädchen als auch Buben. Offenbar war der Mann bereits seit mindestens 2007 im Internet zugange.

Auf seine Spur kamen die Ermittler durch Hinweise aus den USA und Deutschland. Der Polizei zufolge stammten mehr als 50 Kinder aus den USA und sechs aus Australien. Sie machte keine Angaben dazu, woher die anderen Kinder kamen.

Polizeisprecher Jon Rouse mahnte Kinder und Eltern, vorsichtiger zu sein. «Die Tatsache, dass so viele Kinder geglaubt haben, dass sie tatsächlich mit einem Star sprechen, zeigt, dass wir noch einmal darüber nachdenken müssen, wie unsere Gesellschaft Kinder zu Online-Sicherheit erzieht.»

(kle/sda)