Brand in Burma

29. Dezember 2011 00:39; Akt: 29.12.2011 08:28 Print

Feuer fordert mindestens 17 Tote

Bei einem Grossbrand sind im burmesischen Rangun 17 Menschen ums Leben gekommen, es gab über 100 Verletzte. Durch den Brand kam es zu Explosionen, in denen Feuerwehrleute starben.

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Bei einem Feuer in einem Lagerhaus im burmesischen Rangun sind offiziellen Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Über 100 weitere seien verletzt worden. Sie seien in die Notaufnahme des allgemeinen Krankenhauses von Rangun gebracht worden, sagte eine Krankenschwester.

Der Brand brach im dem Transportministerium unterstellten Lagerhaus im Stadtteil Minglar Toungyo im Osten der Stadt aus. Das Feuer habe sich schnell auf weitere Wohngebäude ausgebreitet, von denen viele aus Holz erbaut waren, sagte ein Behördensprecher. Etwa 20 Minuten nach Eintreffen der ersten Rettungskräfte hätten sich drei schwere Explosionen ereignet. Sie waren noch in mehreren anderen Stadtteilen zu hören und rissen viele Menschen aus dem Schlaf.

Mehrere Häuser und ein Kloster eingestürzt

«Viele der Toten wurden von Trümmern der zerbrochenen Wände und von Steinen getroffen, die von der Explosion auf die Strasse geschleudert wurden», sagte Maung Win, ein 45 Jahre alter Anwohner der Nachrichtenagentur AP.

Die Explosionen brachten mehrere Gebäude zum Einsturz, darunter auch ein buddhistisches Kloster in der Nähe der Lagerhäuser im Osten der Stadt. Die Fenster der umliegenden Gebäude seien bei der Explosion zersprungen, berichteten Zeugen.

Den Angaben zufolge sind unter den Todesopfern auch mindestens fünf Feuerwehrleute. Sie wurden während der Löscharbeiten bei einer der Explosionen getötet.

Keine Anzeichen für einen Bombenanschlag

Auf dem betroffenen Gelände war ein viereinhalb Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von sechs Metern sichtbar. Schwarzer Rauch stieg am Donnerstagmorgen aus den Trümmern auf. Feuerwehrleute suchten weiter nach Opfern.

Die Ursache für die Explosion war unklar, es soll sich aber nicht um einen Bombenanschlag gehandelt haben, wie Offizielle verlauten liessen. Erst in der vergangenen Woche war eine Frau bei einer Explosion in der früheren burmesischen Hauptstadt getötet worden. In den vergangenen Jahren wurden in Burma immer wieder Anschläge verübt, für die die Regierung meist Rebellengruppen ethnischer Minderheiten verantwortlich machte.

(jam/sda/ap)