Brand in Österreich

20. Juli 2018 10:38; Akt: 20.07.2018 10:38 Print

Feuerwehr kämpft gegen explodierende Munition

In Kapfenberg stand seit kurz nach Mitternacht ein unbewohntes Haus in Vollbrand. Immer wieder kam es zu grösseren Explosionen.

Dieses Video entstand im Rahmen einer Content-Kooperation mit Pro7/Sat1.

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Rund 100 Einsatzkräfte von Polizei, Rettung, Notarzt, Feuerwehr sowie Gas- und Elektroversorungsunternehmen wurden in der Nacht auf Freitag zu einem Brand im österreichischen Kapfenberg gerufen.

Ein Haus im Ortsteil Winkl, das gemäss der Feuerwehr Kapfenberg normalerweise leer steht, geriet in Vollbrand. Immer wieder erschütterten Explosionen das Gebäude. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da die Feuerwehr nicht in das Innere des Hauses vordringen konnte.

Granate aus Zweitem Weltkrieg

Laut Polizei waren Müllansammlungen im Haus die Ursache für die Detonationen. Wie die «Kleine Zeitung» (Bezahlartikel) berichtet, soll darin Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert worden sein.

«Bei einer weiteren Explosion während der Löscharbeiten wurde eine Granate aus dem Weltkrieg in Richtung Einsatzkräfte geschleudert», meldete die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute hätten sich wegen akuter Explosionsgefahr von dem Gebäude zurückgezogen, die aufgestellten Wasserwerfer hätten unbemannt weiterlöschen müssen.

Feuerwehr kämpft gegen explodierende Munition

Entschärfungsteam der Polizei

Die nahe Rüstungsfabrik der Firma Böhler war gegen Kriegsende mehrfach das Ziel alliierter Bombenangriffe.

Kurz vor 10 Uhr konnten die Einsatzkräfte endlich aufatmen. Die steirische Polizei vermeldete via Twitter «Brand aus». «Nun beginnen unsere Ermittler mit der Arbeit», so die Landespolizeidirektion. Das Entschärfungsteam der Polizei hatte ebenfalls Stellung vor Ort bezogen. «Wir werden das Haus in den kommenden Tagen Stück für Stück abarbeiten», zitiert die «Kleine Zeitung».



Derzeit sind keine verletzten Personen bekannt, zwei ältere Menschen mussten aus dem Nachbarhaus evakuiert werden. Der Sachschaden ist enorm.

(red)