Antifeministen

18. Januar 2011 23:10; Akt: 19.01.2011 11:30 Print

Fiese Attacke auf Frauenhäuser

von Désirée Pomper - Der Verein der Antifeministen will die anonymen Adressen aller Frauenhäuser im Internet veröffentlichen – und setzt so das Leben von Frauen und Kindern aufs Spiel.

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Die Interessengemeinschaft Antifeminismus IGAF bläst zu einem neuen Angriff: Sie droht damit, die geheimen Adressen aller 18 Frauenhäuser der Schweiz zu veröffentlichen – Foto inklusive. «Die Bevölkerung soll wissen, wo Männerhass geschürt wird und wo sich die Trainingslager zur Ruinierung der Männer befinden», schreiben der IGAF-Präsident Urs Bleiker und der umstrittene Ex-SVP-Politiker René Kuhn. In den Frauenhäusern würden meist Lügnerinnen aufgenommen, die dem Mann «eine frei erfundene kriminelle Tat» vorwürfen.

Eine Vertreterin der Dachorganisation der Frauenhäuser der Schweiz DAO ist entsetzt: «Die Aktion der Antife­ministen bedeutet für die Kinder und Frauen nicht nur psychischen Horror. Sie gefährden damit auch deren Leben.» Sollte eine solche Liste veröffentlicht werden, müsste das Sicherheitsdispositiv der Polizei sofort erhöht werden. Kuhn entgegnet: «Vielleicht könnte es unschuldige Frauen geben, die darunter etwas leiden würden.» Er glaube aber nicht, dass «Männer so krank sind und gewaltsam in die Frauenhäuser einbrechen».

Die Dachorganisation prüft jetzt rechtliche Schritte gegen die Antifeministen. Tatsächlich würden diese gegen das Datenschutzgesetz verstossen, sagt Eliane Schmid, Sprecherin des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB): «Für die Veröffentlichung der Frauenhausadressen gibt es keinen Rechtfertigungsgrund.» Die betroffenen Frauenhäuser könnten zivilrechtlich dagegen vorgehen, indem sie Anzeige erstatteten. Kuhn gelassen: «Von Feministinnen lassen wir uns nicht einschüchtern.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D.S. am 20.01.2011 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Herr Kuhn, weiter so!

    Ich hatte das Glück, dass ich bei Frauenhäusern nicht mitreden kann, aber ich will festhalten, dass der Psychoterror gegen Väter jeden Tag passiert. Beispiel: Statt "danke für die pünktlichen Alimente" von der Ex höre ich von den KINDERN, dass andere mit 2 Kindern mehr Alimente kriegen als wir mit 3. Herr Kuhn, danke dass sie uns helfen zu kämpfen.

  • rip am 19.01.2011 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Recht so.

    Mich stört an den Frauenhäusern das der Mann perse schlecht ist. Es heisst dort z.B. ich habe von Männern nur Gewalt erfahren, nicht XY hat mir das und das gemacht. Bei einem Beruflichen Besuch wahr ich geschockt wie man dort über Männer herzieht, mit Steuergeldern vor allem von Männern.

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  • Erfolgreicher Mann am 19.01.2011 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Fan der Antifeministen

    Ich finde den Verein der Antifeministen in der heutigen Zeit sinn- und wertvoll. Als Mann wird man heute wirklich in sehr vielen Dingen benachteiligt. (Scheidung, Frauenquote, Militär, AHV usw. usw.) Was der Verein hier macht finde ich sehr gut. Er provoziert und polarisiert hier klar, was ihn endlich eine gewisse Aufmerksamkeit gibt damit die Medien auch mal auf ihn aufmerksam werden und erkennen das heute Männer leider immer wie mehr zu Opfer werden und genötigt werden zu solchen Mitteln zu greifen. Persönlich denke ich es ist nur Strategie und die Veröffentlichung wird nicht stattfinden. ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 20.01.2011 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Tipp

    An alle Männer hassenden Frauen. Ich geb euch einen gratis Tipp: Heiratet nie, setzt nie Kinder in die Welt und pflegt keine Freundschaften zu Männer. So lebt ihr glücklich und zufrieden und wir Männer auch!

  • mojitooo am 20.01.2011 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Gehts noch???

    Keine Frau geht freiwillig ins Frauenhaus... Der Leidensdruck und die Angst um das nackte Leben ist dann ins unermessliche gestiegen, und oft nicht nur für die Frauen sondern auch für die Kinder. Im Krankenhaus können Sie dann die grün-und-blau geschlagenen Frauen besuchen, kommen Sie doch einen Tag mit mir mit!

  • D.S. am 20.01.2011 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Herr Kuhn, weiter so!

    Ich hatte das Glück, dass ich bei Frauenhäusern nicht mitreden kann, aber ich will festhalten, dass der Psychoterror gegen Väter jeden Tag passiert. Beispiel: Statt "danke für die pünktlichen Alimente" von der Ex höre ich von den KINDERN, dass andere mit 2 Kindern mehr Alimente kriegen als wir mit 3. Herr Kuhn, danke dass sie uns helfen zu kämpfen.

  • Manuela am 20.01.2011 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Zynismuss

    wenn ich hier z.T. die Kommentare lese frage ich mich,wie krank ist unsere Gesellschaft eigentlich. Der Frauenhass kann einem ja richtig Angst machen. War schon mal jemand in einem Frauenhaus? Ich betreue solche Frauen, und zu behaupten diese Frauen würden lügen und betrügen und es sei alles nur erfunden, ist eine Frechheit und Zynismus pur. Ich sehe täglich Frauen aufs übelste zusammengeschlagen, Kinder die sich unter den Betten verkriechen vor lauter Angst. Es gibt übrigens auch Männerhäuser und Schwarze Schafe gibt es überall. Das Traurige ist das wir solche Häuser übhaupt brauchen!

  • hm? am 20.01.2011 05:01 Report Diesen Beitrag melden

    frage

    wenn die adressen nicht bekannt sind, wie finden denn die schutzsuchenden frauen die frauenhäuser?

    • HansDampf am 20.01.2011 07:51 Report Diesen Beitrag melden

      Indem...

      ...sie sich an die beratenden Stellen wenden (Polizei, Frauenzentrale, Ehe-/Konfliktberatung, usw.)

    • ProMensch für Frau und Mann am 20.01.2011 09:59 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort

      Durch die Vermittlung von Ärzten, der Polizei, Frauenorganisationen und nur an Frauen/Kindern, denen Gewalt angetan wurde!

    • Sibylle Zemp am 20.01.2011 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      Per Telefon...

      ...wird ihnen die Adresse mitgeteilt...

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