28. April 2005 16:29; Akt: 28.04.2005 16:29 Print

Filmpiraten drohen drei Jahre Knast

Wer in amerikanischen Kinos heimlich Filme per Videokamera aufnimmt, kann künftig mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden.

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Das geht aus dem neuen Familienunterhaltungs- und Copyrightgesetz hervor, das Präsident George W. Bush am Mittwoch unterzeichnete.

Gleichzeitig schützt das Gesetz Hersteller von Filtertechnologie für DVDs vor Klagen. Neue Filme, die in die US-Kinos kommen, tauchen oft gleichzeitig als Raubkopie im Internet. Meistens werden sie heimlich im Kino aufgenommen.

Hollywood hatte sich seit Jahren dafür eingesetzt, Filmpiraten härter zu bestrafen. Der Verband der Filmindustrie begrüsste das Gesetz.

Kein Filter-Verbot

Dagegen hatte die Industrie vergeblich gegen den Schutz der Filtertechnologie-Hersteller gekämpft. Unternehmen wie Clearplay aus Salt Lake City können DVD-Spieler so ausstatten, dass Zuschauer bestimmte Inhalte aus Filmen herausfiltern.

So können Eltern ihren Kindern grausame oder erotische Szenen oder besonders deftige Dialoge vorenthalten. Hollywood hatte dies vergeblich als Verletzung des Copyrights gerügt.

(sda)