11. April 2005 13:47; Akt: 11.04.2005 13:52 Print

Fingerfund in Chili-Gericht bleibt mysteriös

Die Frau, die beim Verspeisen eines Chili-Gerichts in einem kalifornischen Schnellrestaurant auf einen menschlichen Finger gebissen haben will, hat in den vergangenen Jahren bereits ein halbes Dutzend Prozesse geführt.

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Gerichtsunterlagen zufolge verklagte sie 1998 einen Exchef wegen sexueller Belästigung, 2000 klagte sie gegen ein Autohaus, weil sich ein Rad von ihrem Wagen gelöst habe. Diese Klage wurde abgewiesen, nachdem die 39-Jährige ihren Anwalt gefeuert hatte. Dessen Angaben zufolge wurde er von ihr bedroht.

Auch gegen ein weiteres Schnellrestaurant ging die Frau bereits juristisch vor. Wie sie selbst am Freitag einräumte, erhielt ihre Familie von einer Imbisskette in Las Vegas Geld für ärztliche Behandlungskosten, nachdem ihre Tochter nach einem Essen dort erkrankt war.

Das Betrugsdezernat in Las Vegas und die Polizei in San Jose ermitteln, wie der Finger in die Chili-Schale gelangte. Am Mittwoch wurde die Wohnung der 39-Jährigen durchsucht. Eigenen Angaben zufolge hat sie das betroffene Unternehmen Wendy's nach dem Vorfall am 22. März bislang nicht verklagt. Ob sie juristische Schritte gegen den Pächter einleitete, war zunächst nicht bekannt. Wendy's hat versichert, dass der Finger nicht über die Zutaten in das Essen gelangt sein könne. Am Donnerstag setzte Wendy's eine Belohnung von 50.000 Dollar (39.000 Euro) für Hinweise aus.

(ap)