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19. November 2018 04:31; Akt: 19.11.2018 10:26 Print

Finnen machen sich über Trump lustig

In Finnland würden die Menschen Laub rechen, was zu weniger Waldbränden führe, sagte Trump - und wird damit zum Gespött auf Twitter.

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17 Tage nach dem Ausbruch melden die Behörden, dass das Feuer in Kalifornien unter Kontrolle ist. «Das sind wahre Action-Helden»: Der frühere kalifornische Gouverneur und Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger hat sich mit Leidtragenden und Helfern der verheerenden Waldbrände in Nordkalifornien getroffen. Busfahrer Kevin McKay rettete 22 Kinder und wird nun als Held gefeiert. US-Präsident Trump reiste am Samstag in die Zone des «Camp Fire» im Norden des US-Bundesstaats. (17. November 2018) Gemeinsam mit der Bürgermeisterin der am schlimmsten betroffenen Stadt Paradise, Jody Jones, machte er sich vor Ort ein Bild von der Lage. «Das ist sehr traurig», sagte Trump. Die Vorwürfe eines schlechten Forst-Managements wiederholte Trump. «Das hätte alles ganz anders laufen können», sagte er. Die Folgen der Katastrophen sind nun auch in San Francisco spürbar. Die Behörden warnten vor gefährlicher Rauchbelastung und schlechter Luftqualität. Nach den verheerenden Waldbränden in Kalifornien ist die Zahl der Vermissten auf über 1000 angestiegen. Mindestens 71 Menschen kamen ums Leben. (16. November 2018) Hunderte Vermisste: Retter suchen in den Trümmern von Paradise nach menschlichen Überresten. (15. November 2018) Laut PSRLA sind die Flammen auf der Aufnahme rund 900 Meter von der Stelle entfernt, an der sich 1959 ein verheerender Atom-Unfall ereignete. Zeigt Solidarität mit den Waldbrand-Betroffenen und bedankt sich beim Roten Kreuz: Sängerin Lady Gaga. Mit seiner Rolle im Film Hangover wurde Stanley zum Star. Im Gegensatz zum Film überlebte Stanley. Er hatte Glück, dass das Feuer sich nicht auf sein Gehege ausbreitete. Nur 15 Kilometer entfernt, steht die abgebrannte Gottschalk-Villa. Stanley posiert gerne mit seinen Fans. Nicht alle Tiere hatten so viel Glück wie die Giraffe. Man rechnet mit Tausenden Opfern. Shiloh (2) hat Verbrennungen im Gesicht erlitten. Noch werden über 200 Menschen vermisst: Ausgebranntes Auto in Kalifornien. (11. November 2018) Ein Flugzeug lässt Löschmittel über den Hügel von Malibu ab. Anne und Roger Bloxberg blicken auf den Waldbrand, der ihr Hab und Gut zerstört. (West Hills, 9. November 2018) Ein Satellitenbild zeigt das Ausmass des Feuers. Diese Hirschkuh hat überlebt. Wegen den starken Winden breitet sich das Feuer immer weiter aus. Hillary Johnson musste ihr Pferd Augie auf einem Parkplatz zurücklassen. Hier kann sie ihn endlich wieder in die Arme nehmen. Ein zerstörtes Haus in Malibu. In Paradise sind mehrere Personen im Feuer ums Leben gekommen. Die Feuerwehr versucht ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern. In den Trümmern wird nach Opfern gesucht. Araya Cipollini hat ihr Haus verloren. Mehrere tote Personen wurden in Fahrzeugen gefunden. Die Einsatzkräfte haben ein Herz für Tiere. Ein geretteter Esel wurde an ein Strassenschild gebunden. Die Feuerwehrleute in Kalifornien stehen im Dauereinsatz. Fast vollständig zerstört: Waldbrände haben die nordkalifornische Stadt Paradise in Schutt und Asche gelegt. (8. November 2018) Tausende Gebäude seien niedergebrannt, teilte Scott McLean von der kalifornischen Feuerwehr am Donnerstag mit. Wind, der für die schnelle Ausbreitung des Feuers sorgte, habe Paradise vernichtet. In der Gemeinde sind 27'000 Menschen zu Hause. Sie hatten die Stadt am Donnerstag verlassen müssen. Wie viele Einwohner bei dem Brand verletzt wurden und wie gross das Ausmass der Schäden war, konnten die Behörden zunächst nicht abschätzen. Die Stadt Paradise befindet sich rund 290 Kilometer nordöstlich von San Francisco. Nach Auskunft der Feuerbehörde ist das «Camp Fire» am Fusse des Sierra-Nevada-Gebirges in wenigen Stunden auf eine Fläche von über 70 Quadratkilometern angewachsen. Vize-Gouverneur Gavin Newsom hat für den Bezirk Butte County den Notstand erklärt, um auf diese Weise schnell Hilfe zu mobilisieren. Patienten eines Spitals in Paradise werden evakuiert.

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Die Zahl der Toten bei den verheerenden Waldbränden in Kalifornien liegt derzeit bei über 70, weit über 1000 Menschen werden noch vermisst. Am Wochenende besuchte auch Donald Trump die Brandgebiete und machte sich ein Bild von der Zerstörung. Der US-Präsident, der wiederholt die Forstwirtschaftsbehörden kritisierte, sagte auch, dass zu wenig Laub gerecht wurde.


«Man muss sich um die Böden kümmern, die Waldböden. Sehr wichtig. Wann man sich andere Länder anschaut, was sie anders machen, dann sieht das gleich ganz anders aus», so der Trump. Als Beispiel nannte er dabei Finnland, mit dessen Präsidenten er gesprochen habe. Trump: «Er nannte sein Land eine Waldnation und man investiert dort eine Menge Zeit in Rechen und Säubern und andere Dinge und man hat dort keine Probleme.»

Eine Steilvorlage für viele Finnen, die sich daraufhin auf Twitter über den US-Präsidenten lustig machten. Einer schrieb auf Twitter: «Stimmt, nach unserem Schul-Abschluss müssen wir alle erstmal sechs Monate Laub rechen.»

Eine andere Userin meinte zu einem Bild: «Ein ganz normaler Tag im finnischen Wald.» Versehen ist der Tweet mit #RakingAmericaGreatAgain in Anlehnung an Trumps Wahlkampfspruch «Make America Great Again».




Von #RakeNews sprach dieser Nutzer:



Diese Userin gönnte sich nach der Rechen-Arbeit eine Pause:


Mittlerweile hat sich auch der finnische Präsident Sauli Niinistö in der Angelegenheit zu Wort gemeldet. Gegenüber der Zeitung Ilta-Sanomat gab er zu Protokoll, dass er nie mit Donald Trump über Rechen gesprochen habe. Man habe bei dem kurzen Treffen in Paris vergangene Woche zwar auch die Waldbrände in Kalifornien thematisiert, doch habe er gegenüber dem amerikanischen Präsidenten keine konkreten finnischen Strategien zur Feuer-Prävention geäussert. Niiniströ hatte lediglich gesagt: «Wir tragen Sorge zu unseren Wäldern.»

(roy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Moni I am 19.11.2018 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trampel

    Die Finnen haben einen super Humor

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  • Peter M am 19.11.2018 06:40 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mal so zur Info

    In den USA kennt man eben keine Waldschutzabstandzonen wie in vielen anderen Ländern. Dort wird prkatisch IM Wald gebaut. Viele Häuser stehen in unmittelbarer Nähe zum Wald. Auch Bauabstände zwischen den Häusern ist nicht eindeutig geregelt und entspricht keinerweise dem Sicherheitsabstand in Europa. Unterm Strich: der Ami ist zum grössten Teil selbst schuld, dass sämtliche Hütten abfackeln.

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  • Willy D. am 19.11.2018 05:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist eine der Ursachen der Waldbrände?

    Das hier ist zwar alles lustig gemeint aber einen wichtigen Punkt habe ich im Zusammenhang mit diesen Waldbränden noch nirgends gelesen. Vor einigen Jahren habe ich Kalifornien mit einem Mietwagen bereist. Dabei ist mir an verschiedenen Orten immer wieder aufgefallen, dass ganze Siedlungen (Dörfer) in Wälder hinein gebaut wurden! Das mag zwar in heissen Sommern angenehm sein, bezüglich Waldbrandgefahr aber sicher keine gute Idee. Auf den Bildern sieht man was ich damit meine.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Geldgeiler am 19.11.2018 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wird teuer

    Hmm ich würde den Wald auf 500 Millionen Dollar verklagen, denn wegen ihm konnte es zu der Katastrophe kommen. Oder hat schon jemals einer von euch von einem Waldbrand in der Sahara gehört.

  • Pauline Jg 36 am 19.11.2018 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Feuer

    Dieser Herr sollte mal in die Stiefel der Forstarbeiter oder der Feuerwehrmänner steigen und Hand anlegen. Ich war beim grossen Feuer im Yellowstone NP dabei, ich habe die Feuerwehrmänner bei der Arbeit gesehen und dafür bewundert. Es ist gefährlich und braucht sehr viel Mut um dort zu arbeiten. Grosse Reden halten ist sehr leicht und dabei immer allen andern die Schuld zuschieben.

  • Markus am 19.11.2018 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Bäume alle heil?

    Kann mir einmal jemand erklären, weshalb auf allen Fotos die Häuser und Autos total vernichtet wurden, aber alle Bäume auf den Fotos frohlockend und saftig aussehen? Finde nur ich das komisch?

  • Jerome am 19.11.2018 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Propaganda

    Trump hat wiedereinmal einfach nur recht, fertig!

  • Thunder83 am 19.11.2018 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Mein Beileid an die Betroffenen. - Tja die Intelligenz des Präsidenten lässt grüssen... eigentlich sollte er jede Aussage die er machen möchte, vorher überprüfen lassen.

    • Ithilwen am 19.11.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

      Verblödung

      Trump ist die Verkörperung der allgemeinen Verblödung der Menschheit. Und ich spreche damit von allen Menschen. Wir europäer sind ja nicht unbedingt besser (Siehe solche die aus Langeweile und Dummehit andere auf die Geleise schubsen)

    • Bettina am 19.11.2018 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thunder83

      Von wem denn? Schliesslich ist Trump der gescheiteste Ami. Schliesslich ist er deren Präsident.

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