Hängen geblieben

01. Oktober 2011 10:06; Akt: 03.10.2011 08:53 Print

Flugzeug rammt Riesenrad

Ein ultraleichtes Flugzeug hat nördlich von Sydney die Kurve nicht gekriegt und ist mit einem Riesenrad zusammengestossen. Mit unangenehmen Folgen für mehrere Personen.

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Beim Sturz eines Kleinflugzeugs in ein Riesenrad auf einem australischen Volksfest sind am Samstag alle Beteiligten mit dem Schrecken davon gekommen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, vier Menschen mussten jedoch über Stunden in luftiger Höhe ausharren, bis ein Kran zu ihrer Rettung vor Ort war. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, rammte das Ultraleichtflugzeug vom Typ Cheetah S200 das Fahrgeschäft im oberen Bereich, riss es jedoch nicht um.

Das Unglück ereignete sich am ersten Morgen eines dreitägigen Jahrmarkts in dem ostaustralischen Küstenort Old Bar, rund 350 Kilometer nördlich von Sydney. Ein neunjähriger Junge und ein 13-jähriges Mädchen hätten eineinhalb Stunden in einer Gondel des Riesenrads warten müssen, bis sie von den Rettungskräften geborgen werden konnten, hiess es in einer Stellungnahme der örtlichen Polizei.

Der 52-jährige Pilot des Flugzeugs und ein 32-jähriger Passagier harrten fast drei Stunden in dem Wrack in über zehn Meter Höhe aus. «Glücklicherweise wurden alle herunter geholt und wir konnten das hinter uns lassen», sagte Ben Shepherd von der örtlichen Feuerwehr.

Der Pilot erklärte, er habe das Riesenrad nicht gesehen. Plötzlich sei er von dem Gerät gestoppt worden. «Ich wusste einige Minuten lang überhaupt nicht, was passiert war und hoffte nur, dass niemand verletzt wurde», sagte der 52-Jährige.

«Es war ein riesiger Schock»

Augenzeugen sagten, wenige Minuten vor dem Aufprall sei das Riesenrad mit zahlreichen Kinder besetzt gewesen. Weil es nach Regen ausgesehen habe, hätten dann aber nur noch wenige an der nächsten Fahrt teilgenommen. «Es war ein riesiger Schock», berichtet ein Vater eines Jungen, der Sekunden vor dem Aufprall das Riesenrad verlassen hat, dem Sydney Morning Herald.

Laut dem Mann habe das Flugzeug «nicht richtig geklungen», als es sich näherte. Die genaue Ursache des Unfalls ist indes noch ungeklärt. Das Flugzeug bleibt im Übrigen noch für eine Weile auf dem Riesenrad sitzen. Die Rettungskräfte haben es bisher noch nicht geschafft, die Unglücksmaschine zu bergen.

(aeg/ap)