Teneriffa

17. April 2019 08:38; Akt: 17.04.2019 08:43 Print

Frau betäubt Tourist (27) mit K.-o.-Tropfen

Ein Ire, der in der Schweiz arbeitet, ist auf Teneriffa mit K.-o.-Tropfen besprüht worden. Danach führte ihn seine Angreiferin zu einem Bancomaten, wo sie seine Konten plünderte.

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Der 27-jährige David Nelson aus Irland will Touristen auf Teneriffa warnen. Im März war der junge Mann, der derzeit in der Schweiz arbeitet, mit Freunden auf der spanischen Ferieninsel. Am 23. März ging die Gruppe in Adeje in den Ausgang. Am Ende des Abends verlor Nelson seine Freunde jedoch aus den Augen. Er wollte sich deshalb ein Taxi besorgen, das ihn nach Hause bringt. Da wurde er von einer Frau angesprochen.

Die Unbekannte habe ihn verführen wollen, beschreibt er den Vorfall gegenüber Medien. Als er sie zurückwies, sprayte sie ihm eine Substanz ins Gesicht. «Später wurde ich von der Polizei darüber informiert, dass es sich um die Vergewaltigungsdroge Scopolamin handelte», sagt Nelson zum «Irish Independent».

«Die Droge verwandelt dich in einen Zombie.»

Was nach diesem Zwischenfall geschah, daran kann sich der 27-Jährige nur vage erinnern. «Mein Handy wurde mir abgenommen, meine Golduhr, ein Armband und 600 Euro aus meinem Portemonnaie. Dann wurde ich zu einem Bancomaten gebracht und die Frau hob von meinen irischen und Schweizer Bankkonten so viel wie möglich ab, bis die Auszahlung verweigert wurde. Die Droge verwandelt dich in einen Zombie.»

Die Frau soll zwischen 20 und 30 Jahren alt sein und lockiges Haar haben. Die Polizei habe Nelson erklärt, dass Touristen regelmässig mit Scopolamin überwältigt würden. Die Droge wird oft als Rauschgift und auch als Vergewaltigungsdroge missbraucht. Mit den geruchs- und geschmacklosen K.-o.-Tropfen werden Opfer willenlos gemacht und schliesslich ausgeraubt oder vergewaltigt. Weil sie schnell abgebaut wird, ist die Droge später im Körper kaum mehr nachzuweisen.

(vro)