Grapscher in Wien Nase gebrochen

09. April 2019 08:00; Akt: 10.04.2019 12:38 Print

Verfahren gegen Schweizerin eingestellt

Eine Frau (21) aus Genf schlug zu, als ein Mann sie in der Silvesternacht in Wien begrapschte, und wurde daraufhin angeklagt. Jetzt wurde die Anklage fallen gelassen.

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Ein 20-jähriger Afghane hat in der Silvesternacht mehreren Frauen am Wiener Rathausplatz an den Po gefasst. Als er dies bei einer 21 Jahre alten Frau aus Genf machte, wehrte sich die Schweizerin reflexartig und brach dem Mann mit einem Faustschlag das Nasenbein.

Der verletzte Grapscher wurde daraufhin von der Rettung in ein Krankenhaus gebracht und wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung angezeigt. Doch nicht nur ihm drohte eine Strafe, auch das Opfer wurde angezeigt.

«Gerechtfertigte Notwehr»

Gemäss der österreichischen Presseagentur APA wurde das Verfahren gegen die junge Frau nun aber eingestellt. Wie Judith Ziska, eine Sprecherin der Anklagebehörde, auf APA-Anfrage mitteilte, wurde ihr «gerechtfertigte Notwehr zugebilligt».

Die von der Schweizerin ausgeübte Gewalt sei legitim gewesen, weil sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft damit in angemessener Weise einen Angriff auf ihre sexuelle Integrität und Selbstbestimmung abwehren wollte.

Auch Verfahren gegen Täter wurde eingestellt

Weil die 21-jährige Genferin den Täter nicht mir Sicherheit wiedererkannt hatte, wurde gemäss APA auch das Verfahren gegen den jungen Afghanen eingestellt.

(rab)