Kalifornien

16. Juli 2018 07:38; Akt: 16.07.2018 07:38 Print

Frau überlebt eine Woche lang in Autowrack

Sieben Tage lang suchte Familie Hernandez nach der 23-jährigen Angela. Dann entdeckten zwei Wanderer ihr Auto – am Grund einer 60 Meter hohen Klippe in Kalifornien.

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Die Überlebensgeschichte von Angela Hernandez begann am Donnerstag, den 5. Juli: Die 23-Jährige war mit ihrem SUV von Portland im US-Staat Oregon abgefahren, um Verwandte im 1500 Kilometer südlichen Lancaster in Kalifornien zu besuchen. Die Reise dorthin beträgt etwa 14 Stunden, darum entschied sich Hernandez, die Autofahrt in zwei Etappen zu machen.

Am späten Donnerstagabend schrieb die Frau ihrer Familie, sie plane eine Übernachtung in einer Raststätte bei Half Moon Bay. Dann am nächsten Morgen, kurz vor 8 Uhr, teilte sie ihnen mit, dass sie wieder losfahre und rund in sechs Stunden in Lancaster ankäme.

Eine Woche lang im Autowrack verbracht

Als sie aber am Abend noch nicht dort war, alarmierte ihre Familie die Polizei. Sie teilten den Beamten mit, dass Angela weder auf ihrem Handy noch auf Social Media erreichbar sei – und das sei komisch, denn sie sei eine «aktive Nutzerin sozialer Plattformen», sagte ihre Schwester Isabel der Polizei von Monterey County. Auch leide sie nicht an Depressionen, stellten die Angehörigen klar.


Tagelang suchten die Cops nach Hernandez, doch die 23-Jährige war nicht zu finden. Ihre Familie lancierte eine Online-Spende, um weitere Suchaktionen zu finanzieren.

Erst am letzten Freitag entdeckten zwei Wanderer Hernandez' weissen SUV am Grund einer 60 Meter hohen Steilklippe. Wie die lokale Zeitung «The Tribune» berichtet, konnten Notretter die Verunfallte kurz danach mithilfe von Seilen bergen.

Wegen Tier Kontrolle verloren

Wie die 23-Jährige den Behörden später erzählte, sei sie von der Küstenstrasse abgekommen, als sie einem Tier auswich, das vor ihr Auto gelaufen war. Dabei verlor sie die Kontrolle über das Fahrzeug und stürzte die Klippe hinab.

Sie verletzte sich an der Schulter und erlitt eine leichte Hirnerschütterung. Sie konnte aber gehen. Um nicht zu verdursten, entnahm Hernandez den Kühlerschlauch ihres Auto, um sauberes Wasser aus einem Bach zu saugen.

Die rund 3800 Dollar, die mittlerweile bei der Online-Petition zusammenkamen, wird die Familie nun nutzen, um Angela Hernandez ein neues Auto zu kaufen.

(kle)