Auf Pornoseite erschienen

06. Dezember 2018 07:53; Akt: 06.12.2018 08:51 Print

Frau verklagt Hilton wegen Nacktvideos aus Dusche

Nach ihrem Aufenthalt in einem Hotel im US-Bundesstaat New York tauchte eine Frau auf einer Pornowebseite auf – und wurde damit erpresst.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine Frau hat in den USA die Hotelkette Hilton auf 100 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt, weil sie mit einer versteckten Kamera beim Duschen gefilmt worden war. Das Nacktvideo erschien zudem auf Pornoseiten.

Die Frau wirft der Hotelkette in ihrer Klageschrift Nachlässigkeit vor und beklagt, sie habe «schwere und dauerhafte psychologische Verletzungen» davongetragen.

Frau erhielt bedrohliche Mails

Laut der 19-seitigen Klageschrift war die Frau im Juli 2015 Gast im Hampton Inn and Suites in Albany, der Hauptstadt des US-Bundesstaates New York. In dem zum Hilton-Konzern gehörenden Hotel wurde sie von einer heimlich angebrachten Kamera beim Duschen gefilmt.

Klar wurde der Frau das aber erst drei Jahre später: Im vergangenen September erhielt sie eine E-Mail mit dem Satz «Das bist du, richtig?» und einem Link zu einer Pornoseite, auf der das Nacktvideo aus der Dusche mit ihrem vollen Namen veröffentlicht war. Die Frau erhielt weitere bedrohliche E-Mails von dem unbekannten Absender, der sich selbst als «Perverser» bezeichnete.

Hilton-Gruppe reagiert

Das Video wurde dann auf weitere Pornoseiten hochgeladen. Ausserdem erhielten Kollegen, Freunde und frühere Schulfreunde eine Version des Videos in E-Mails, die von einem gefälschten Konto im Namen der Frau verschickt wurden. Dann verlangte der Unbekannte von der Frau Tausende von Dollar.

Laut der Klageschrift wurden auch andere Gäste desselben Zimmers des Hampton Inn gefilmt.
Der Mutterkonzern Hilton bezeichnete die Vorwürfe als «erschreckend». «Wir nehmen die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste äusserst ernst.»

Das Hampton Inn erklärte, das Hotel sei erst kürzlich umfassend renoviert worden. Dabei seien keine Kameras entdeckt worden. Zugleich sagte das Hotel zu, mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

(kat/sda)