Zu Ehren Mahatma Gandhis

30. Januar 2010 11:07; Akt: 30.01.2010 11:20 Print

Freundin behielt Asche als Souvenir

Auf den Tag genau 62 Jahre nach seiner Ermordung sind Teile der Asche des legendären indischen Freiheitskämpfers Mahatma Gandhi vor Südafrika ins Meer gestreut worden. Gandhis Enkelin Ela sprach nach der Feierlichkeit von einer «schönen Zeremonie».

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Ein Urenkel verstreut Mahatma Gandhis Asche im Meer. (Bild: AFP)

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Rund 200 Menschen hatten sich vor Sonnenaufgang an der Küste bei Durban versammelt. Nachdem ein Urenkel Gandhis die Asche in die Wellen des Indischen Ozeans gestreut hatte, warfen die Trauergäste zum Abschied Blumen ins Meer.

Eine Freundin der Familie hatte ohne Wissen von Gandhis Angehörigen einen kleinen Teil der Asche als Erinnerung aufbewahrt. Dabei habe sie sich offenbar nicht klar gemacht, dass die Asche gemäss hinduistischem Ritus verstreut werden müsse, sagte Ela Gandhi.

Mahatma Gandhi hatte in den 40er Jahren eine gewaltlose Kampagne gegen die britische Kolonialherrschaft angeführt, die 1947 zur Unabhängigkeit Indiens führte. In Südafrika verbrachte er mehr als 20 Jahre seines Leben. Am 30. Januar 1948 wurde er beim Gebet in Neu Delhi von einem Hindu-Fanatiker erschossen.

Nach seiner Einäscherung wurde seine Asche in vielen Urnen zu Trauerfeiern ins ganze Land und sogar in andere Erdteile verschickt. Die bisher letzte Trauerfeier hatte vor zwei Jahren in Mumbai (Mumbai) stattgefunden, nachdem auch dort Teile der Asche bei einem verstorbenen Freund gefunden wurden.

(sda)