ProSieben-Mitarbeiter

08. Juli 2014 17:28; Akt: 08.07.2014 19:31 Print

Früher Feierabend wegen Fliegerbombe

Bauarbeiter entdeckten in der Nähe der ProSieben-Studios eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der TV-Sender schickte seine Mitarbeiter «kontrolliert in den Feierabend».

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Chaos beim TV-Sender ProSieben: Im Gewerbegebiet in Unterföhring bei München wurde am Dienstag eine Bombe entdeckt. Die Fliegerbombe sei auf einem unbebauten Gelände gefunden worden, in unmittelbarer Nähe des Fernsehsenders, schreibt Merkur Online.

Die ProSieben-Mitarbeiter, die nicht für die laufende Produktion benötigt werden, wurden «kontrolliert in den Feierabend» geschickt, heisst es. «In Absprache mit der Einsatzleitung vor Ort haben wir unseren Mitarbeitern empfohlen, das Büro heute früher zu verlassen, da gegen Abend Strassen gesperrt sein werden und mit Staus zu rechnen ist», erklärte Pressesprecherin Stefanie Prinz. Die Berichterstattung werde jedoch weiterhin normal erfolgen.


Bis zum Deutschland-Spiel alles wieder gut

Die Bombe sei noch nicht ausgegraben worden, bestätigt die Münchner Kreisbrandinspektion in einem Communiqué. Es handle sich dabei um einen US-amerikanischen Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg mit 125 Kilogramm Sprengstoff, der sich in 1,50 Meter Tiefe befindet.

Insgesamt sind 15'000 Menschen betroffen. Auch 2000 Autos befinden sich im Gefahrenbereich, meldet die Polizei. Bis 17.30 Uhr soll das Gebiet rund um die Bombe in einem Radius von 500 Metern geräumt werden.

In erster Linie befinden sich dort Geschäftsräume und eine Tankstelle. Experten begannen mit der Entschärfung der Bombe erst, nachdem die Gebäude, in denen sich auch die TV-Sender ZDF und Sat1 und das Versicherungsunternehmen SwissRe befinden, evakuiert wurden. Gegen 19:30 Uhr konnte die Bombe erfolgreich entschärft werden.

(kle)