Festnahme

19. Mai 2015 16:48; Akt: 19.05.2015 16:48 Print

Fünf Kinder foltern Sechsjährigen zu Tode

In Chihuahua haben zwei Mädchen und drei Buben einen Sechsjährigen zu Tode gefoltert und dann in einem Erdloch verscharrt. Die Kinder wurden festgenommen.

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Der sechsjährige Cristopher wurde in der mexikanischen Stadt Chihuahua von anderen Kindern zu Tode gequält. (Bild: Screenshot Twitter)

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Nach dem Mord an einem sechsjährigen Buben sind in Mexiko fünf Kinder festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um zwei Mädchen und drei Knaben im Alter zwischen 11 und 15 Jahren.

Die Leiche von Cristopher Márquez Alvarado war am Samstag nahe der Regionalhauptstadt Chihuahua in einem Erdloch gefunden worden, einen Tag nach der Vermisstenanzeige seiner Mutter, gab die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua bekannt.

Grausamer Mord

Der Junge und seine mutmasslichen Mörder kannten sich aus der Nachbarschaft. «Sie spielten eine Entführung. Sie fesselten das Opfer und würgten es mit einem Stock im Nacken halb zu Tode», erklärt ein Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft. Als der Kleine zu Boden gefallen sei, hätten die anderen Kinder Steine auf ihn geworfen und ihm schliesslich ein Messer in den Rücken gestossen. Ihr kleines Opfer hätten sie dann in einem flachen Erdloch vergraben.

Nach Angaben der Tante des Opfers sollen sich die Dinge jedoch viel schlimmer abgespielt haben: «Sie haben meinen Neffen die Augen ausgestochen, eine Wange abgeschnitten, auf den Mund geschlagen, bis die Lippe platzte und 27-mal mit dem Messer auf ihn eingestochen», erzählt Rita Alvarado dem Portal NoticiasNet. «Am Schluss steckten sie ihn in einen Plastiksack und entsorgten Christopher wie ein Hund», betont die Grossmutter des ermordeten Kindes.

Verbrechen zeigt «sozialen Verfall»

Das Verbrechen zeige den «sozialen Verfall», erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Die fünf festgenommenen Kinder seien «Opfer einer extrem gewalttätigen Umwelt», sagte auch Martín Pérez von einer Nichtregierungsorganisation für Kinderrechte.

Die organisierte Kriminalität und eine mangelnde Herrschaft des Rechts seien sehr präsent. «Die Kinder widerspiegeln, was sie täglich erleben.» Der Forensiker Carlos Ochoa sagte, Fälle wie der Mord an dem Sechsjährigen markierten den «Beginn einer Generation von Psychopathen, die immer jünger werden».

Von den fünf Festgenommen sind zwei Jungen 15 Jahre alt. Ihnen droht im Fall eines Schuldspruchs eine Haftstrafe. In Chihuahua tobt seit Jahren ein Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Banden sowie den Sicherheitskräften, bei dem Tausende Menschen getötet wurden.



(kle/sda)